Flagge Venezuela Venezuela (Bolivarische Republik Venezuela)

Stand 24.08.2016 (Unverändert gültig seit: 17.06.2016)

Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4) im ganzen Land. Es kommt wegen Lebensmittel- und Medikamentenmangels in vielen Städten zu gewalttätigen Protesten mit Todesopfern, ebenso zu zahlreichen Straßenblockaden. Für das ganze Land gilt der Ausnahmezustand. Von nicht unbedingt notwendigen Reisen, insbesondere in die Grenzgebiete zu Kolumbien, wird wegen der erhöhten Gefahr von Entführungen, von anderen Gewaltverbrechen und von Ausschreitungen abgeraten. Meiden Sie größere Menschenansammlungen, insbesondere politische Veranstaltungen und Demonstrationen jeder Art.

Venezuela hat eine der höchsten Mordraten der Welt. Caracas gilt als eine der gefährlichsten Hauptstädte weltweit. Von Individualreisen wird abgeraten, auch Gruppenreisende sollten jederzeit erhöhte Vorsicht walten lassen. Die ärmeren Gebiete vor allem in den Großstädten sind zu meiden. Die Unterkunft sollte nach Einbruch der Dunkelheit nach Möglichkeit nicht verlassen werden. Vor allem  in den Großstädten, allen voran Caracas, kommt es häufig zu brutalen Raubüberfällen und sogenannten Expressentführungen. Bis zur Übergabe des Lösegeldes werden die Opfer im Auto durch die Stadt gefahren. Leisten Sie keinen Widerstand, denn Besitz und Einsatz von Schusswaffen sind weit verbreitet.

Zu besonderer Vorsicht wird auf dem Internationalen Flughafen "Simón Bolivár" von Caracas (Maiquetia) geraten, da dort selbst im Flughafengebäude Raubüberfälle unter Beteiligung von Uniformträgern und Taxifahrern vorkommen können. Benützen Sie offizielle Taxis, die im Flughafengebäude gebucht werden können und unmittelbar vor der Ankunftshalle warten. Empfehlenswert ist die Abholung durch eine Vertrauensperson unter vorherigem Austausch von Erkennungsmerkmalen bzw. Telefonnummern, um den Einsatz von leicht kopierbaren Namensschildern zu vermeiden. Auch während der gesamten Fahrt vom Flughafen nach Caracas (ca. 30 km) wird erhöhte Vorsicht angeraten, da dieser Autobahnabschnitt zu den gefährlichsten Strecken des Landes gehört. Fahrten während der Nachtstunden sollten nach Möglichkeit unterbleiben.   

Vorsicht ist bei Langstreckenfahrten mit Reisebussen speziell in der Nacht  geboten. Diese sind immer wieder Ziel von teils bewaffneten und brutalen Überfällen, Pannen kommen regelmäßig vor.

Es sollte nur wenig Bargeld mitgeführt werden, Dokumente fotokopiert und die Originaldokumente (samt allfälligen Informationen über Kontaktpersonen in Österreich) an einem gesicherten Ort hinterlegt werden.

Auch auf der Ferieninsel Margarita kommt es regelmäßig zu bewaffneten Raubüberfällen auf Ausländer und zu Mordfällen an ausländischen Touristen, auch in Hotelanlagen. Reisenden wird geraten, sich vor Ausflügen ohne einheimische Reiseleiter genauestens zu erkundigen, welche Orte unbedingt zu meiden sind. Als besonders gefährlich gilt z. B. das Zentrum von Porlamar auf der Isla Margarita; der Strand Playa el Agua verzeichnet immer wieder Diebstähle. Es kommen in den Gewässern vor der Isla Margarita auch Fälle von bewaffneter Piraterie vor.

Angebliche Polizisten in Zivil sollten nach ihren Ausweisen befragt werden und man sollte diese keinesfalls in die Unterkunft einlassen, da die Gefahr besteht, dass dort Drogen „gefunden“ werden und Bestechungsgeld verlangt wird. Bestechungsgelder sind grundsätzlich nicht anzubieten!

Gelegentlich werden Touristen auch als Drogenschmuggler eingesetzt. Nehmen Sie daher kein Gepäck für Fremde mit, versperren Sie Ihr Gepäck und kontrollieren Sie ab und zu dessen Inhalt. Sollte die Polizei den Inhalt Ihres Gepäcks kontrollieren wollen, achten Sie darauf, dass ein unabhängiger Zeuge dabei ist.

Aufgrund unzureichender Infrastruktur kommt es in weiten Teilen des Landes zu Rationierungen von Strom und Wasser. Diese konzentrieren sich zwar vor allem auf die Gegenden außerhalb von Caracas, aber auch in der Hauptstadt muss damit gerechnet werden.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit hohem Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen. 

  • Visumpflicht: Nein, Aufenthalt bis 90 Tage, eine Einreise, touristische Zwecke.
  • Visum erhältlich: Visa für mehrere Einreisen oder andere Zwecke können an der Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela beantragt werden.
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens 6 Monate bei der Einreise
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
  • Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können. Bei Einreise auf dem Luftweg wird Touristen eine Touristenkarte  im Flugzeug ausgehändigt, die zu einem Aufenthalt von bis zu 90 Tagen berechtigt.
    Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

Deviseneinfuhr über 10.000 USD ist bei der Einreise verpflichtend zu deklarieren. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten. Ausländische Kreditkarten werden in größeren Städten akzeptiert; auf die große Gefahr von Fälschungen bzw. auf "Klonen" wird hingewiesen. Es ist möglich, mit einigen ausländischen Kreditkarten bzw. Bankomatkarten bei Geldausgabeautomaten und in Banken Lokalwährung zum offiziellen Wechselkurs abzuheben.

Die Landeswährung darf nur bei Banken und offiziellen Wechselbüros gekauft werden. Achtung vor gefälschten US-Dollar- und Bolívares-Noten! Für Devisenvergehen gelten drakonische Strafen. Landeswährung kann nicht rückgewechselt werden.

Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch 200 Zigaretten und 25 Zigarren sowie 2 Liter Alkohol). Die Einfuhr von Blumen, Pflanzen, Früchten, Fleischprodukten und Gemüse ist verboten.

Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung über 10.000 USD deklarationspflichtig. Für Touristen mit einem Aufenthalt von bis zu 180 Tagen entfällt jedoch diese Deklarationspflicht. Keine landesspezifischen besonderen Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.

Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen.

Auf dem Flughafen Caracas werden bei der Ausreise sämtliche Gepäckstücke auf Vorhandensein von Drogen untersucht. Es kann vorkommen, dass das Gepäck durchstochen wird.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Im Allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten. Das Leitungswasser ist von schlechter Qualität und oft verunreinigt, auch mit Krankheitserregern. Trinkwasser sollte daher nur in Form von gekauften und versiegelten Flaschen zu sich genommen werden.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab. Schonung ist vor allem bei Herz- und Kreislauferkrankungen geboten. 

Das Zika-Virus ist landesweit verbreitet. Da ein ursächlicher Zusammenhang mit Mikrozephalie aus medizinischer Sicht nicht ausgeschlossen werden kann, werden folgende Vorsichtsmaßnahmen empfohlen:

  • Schwangere, Personen mit Immunerkrankungen, schweren und chronischen Erkrankungen oder Personen, die mit Kindern reisen, sollen im Vorfeld der Reise medizinischen Rat betreffend Mückenschutz und anderen Vorbeugungsmaßnahmen einholen.
  • Reisende, die innerhalb drei Wochen nach Rückreise aus einem betroffenen Gebiet Symptome zeigen, die vereinbar sind mit Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber oder Zika-Virus-Infektion, sollen ihren Arzt kontaktieren.

Venezuela verzeichnet jedes Jahr (besonders während der Regenzeit im Sommer) eine hohe Anzahl von Erkrankungen an an Denguefieber und landesweit auch Chikungunyafieber. Es gibt keine Schutzimpfung.

 Ein hohes Risiko von Malaria besteht in den südlichen Regenwaldgebieten, insbesondere in der Provinz Bolivar und Amazonas. Ein mittleres Risiko besteht in den Provinzen Sucre, Zulia, Anzoategui, Apure, Barinas sowie in Monagas,  im Orinoco-Delta und an den Stränden von Vargas, Miranda und dem Strand „Litoral Central“ nördlich von Caracas. Auf wirksamen Insektenschutz sollte geachtet werden. Das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs bietet ausführliche Informationen zu den gängigen Infektionskrankheiten auf Reisen (wie Malaria, Denguefieber, Chikungunya, Cholera, Hepatitis und andere).

 An den Stränden des stark frequentierten 'Litoral Central' nördlich von Caracas ist wegen der starken Verschmutzung Vorsicht geboten.

Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, ist aufgrund des akuten Medikamentenmangels unbedingt notwendig! Im Falle von starken verschreibungspflichtigen Medikamenten sollte eine ärztliche Bestätigung über deren Notwendigkeit (wenn möglich auch auf Spanisch) mitgeführt werden.

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den öffentlichen Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Die Qualität der Ärzte ist zwar gut, doch ist das Krankenhauspersonal häufig wenig qualifiziert und die Anstalten oft an oder über deren Kapazitätsgrenze. Die öffentliche Gesundheitsversorgung ist kostenlos, für Touristen jedoch nicht empfehlenswert. Die Situation in den Privatkliniken, vor allem in der Hauptstadt, ist besser, mit Wartezeiten ist jedoch auch hier zu rechnen.  Darüber hinaus entspricht die Versorgungslage auch dort oftmals nicht europäischem Standard. Mit zunehmender Entfernung von den Zentren nimmt die Qualität der medizinischen Versorgung ab.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden. Für längere Aufenthalte in Caracas ist der Abschluss einer privaten Krankenversicherung empfehlenswert.

Auf allen Verkehrsverbindungen – vor allem in Ballungszentren und insbesondere im Großraum Caracas – ist mit erheblichen Verkehrsverzögerungen aufgrund schadhafter Straßenbeläge und chronischer Überlastung zu rechnen. Der Verkehr ist chaotisch, der schlechte Fahrzeugzustand ist eine zusätzliche Gefahrenquelle. Aufgrund der hohen Gefährdung (willkürliche Strafforderungen) wird zur Anmietung von Mietwagen (nur bei Bezahlung mit internationaler Kreditkarte) mit Fahrer oder zur Teilnahme an organisierten Ausflügen geraten. Das Mitführen eines internationalen Führerscheins in Kombination mit dem österreichischen Führerschein wird empfohlen.

Es gibt nur Vorortezüge, keine Fernzüge.

Verspätungen, Überbuchungen und Flugausfälle sind insbesondere im nationalen Flugverkehr häufig. Auch Kontrollen vor dem Check-In sowie direkt am Abfluggate sind häufig. Aufgrund umfangreicher Sicherheitskontrollen und häufiger Überbuchungen wird empfohlen spätestens drei Stunden vor Abflug einzuchecken.

Klima:

Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Die Regenzeit dauert von April bis November, ist aber durch den Klimawandel zeitlich immer schwerer einzugrenzen. Das tropische Klima wird durch die Höhenlage modifiziert, so dass das Klima im Hochland von Guyana, der Andenregion und in der karibischen Bergkette gemäßigter als im Rest des Landes ist. In Caracas sind generell die Monate Dezember bis Februar am kühlsten.

Das Fotografieren militärischer Anlagen (Militärflughafen, Präsidentenpalast etc.) ist verboten.

Homosexualität ist legal.

Bei Drogenbesitz ist mit hohen Gefängnisstrafen zu rechnen. Ein Gefängnisaufenthalt kann wegen der dort herrschenden Kriminalität und schlechter Haftbedingungen lebensgefährlich sein.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt. 

  1. Caracas


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


Caracas

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Caracas

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Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela | Ständige Vertretung der Bolivarischen Republik Venezuela bei den Internationalen Organisationen in Wien

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Parteienverkehr:
Mo - Fr 09.00 - 17.00

Vertrauensärztin Dr.med. Gisela KOLBE

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EUROMEDIC - Servicios Médicos Generales Especializados y de Emergencia
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(+58) 412 266 32 56

Arbeitsgebiet:
Allgemeinmedizin
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Deutsch, Englisch, Spanisch

Vertrauensanwalt Dr.iur. Felix Roland MATTHIES TODTMANN

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R. Matthies & Asociados, S.A.
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(+58/212) 959 40 67

Arbeitsgebiet:
Arbeitsrecht, Miet- und Pachtrecht, Familien- und Erbrecht, Gesellschaftsrecht
Sprachkenntnisse:
Deutsch, Englisch (Dolmetsch), Spanisch, Grundkenntnisse Französisch

Vertrauensanwalt Dr. Cesar Augusto MOSSI APARICIO

Kanzlei:
Ponte, Mossi y Asociados
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Stadt:
Caracas VE-1064-A

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(+58/212) 563 31 51, 563 16 66, 563 30 76, 563 47 14, 563 31 76
Telefax:
(+58/212) 563 96 04
Mobil:
(+58/414) 248 2358

Arbeitsgebiet:
Zivilrecht
Sprachkenntnisse:
Spanisch, Englisch, Japanisch

Basisdaten

  • Hauptstadt
    Caracas
  • Int. Kennzeichen
    VE
  • Sprache
    Spanisch, einheimische Sprachen
  • Fremdsprachen
    Englisch
  • Währung
    1 Bolívar fuerte (VEF) = 100 Céntimos
  • Zeitunterschied zu MEZ
    -5:30 h
  • Elektrischer Strom
    110/120 Volt, 60 Hertz, meistens amerikanische Flachstecker (Zwischenstecker erforderlich)

 

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