Flagge Tunesien Tunesien (Tunesische Republik)

Stand 25.07.2016 (Unverändert gültig seit: 20.07.2016)

Im ganzen Land gilt der Ausnahmezustand. Die Grenzübergänge Ras Jdir und Dhehiba-Wazen zu Libyen sind derzeit geöffnet, was sich jedoch ohne Vorankündigung wieder ändern kann. Mit spontanen Straßensperrungen und verschärften Sicherheitskontrollen in der Region muss gerechnet werden.

Partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) für die Saharagebiete. Vor Reisen in diese Regionen wird gewarnt!

Mit gewaltsamen Aktionen von Terrororganisationen ist zu rechnen, in den südlichen Sperrzonen der Grenzgebiete zu Algerien und Libyen sowie abseits der Touristenzentren am Rande der Sahara besteht hohes Entführungsrisiko.

Das militärische Sperrgebiet an der Grenze zu Algerien in der Nähe des Berges Chaambi wurde auf weitere Gouvernorate ausgedehnt. Manche Grenzübergänge zu Algerien sind vorübergehend geschlossen.

Die Sperrzonen im südlichen Grenzgebiet sind unbedingt zu beachten.

Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) im Rest des Landes. Von Reisen nach Tunesien wird abgeraten.

Ein Bombenattentat hat in der Innenstadt von Tunis im November 2015 mehrere Todesopfer gefordert.

Im Juni 2015 wurde in Sousse/ Port El Kantaoui, ca. 150 km von Tunis entfernt, ein Attentat auf ein Hotel mit zahlreichen ausländischen Todesopfern und Verletzten verübt.

Von allen nicht unbedingt notwendigen Reisen, insbesondere in die Gouvernorate Kasserine, Silliana, Le Kef, Jendouba und Beja sowie in die zentralen Landesteile, wird abgeraten.

Mit verstärkter Militär- und Polizeipräsenz ist auch in touristischen Zentren zu rechnen. Gefahrenzonen und Risiken lassen sich jedoch nicht auf exakt umrissene Gebiete beschränken. Erhöhte Aufmerksamkeit ist in ganz Tunesien angeraten, besonders in städtischen Ballungszentren, in der Nähe von öffentlichen Gebäuden und an touristisch stark frequentierten Plätzen.

Es wird zu besonders umsichtigem Verhalten und größter Vorsicht geraten. Menschenansammlungen und Kundgebungen sind zu meiden. Aktuelle Informationen der lokalen Medien sollten aufmerksam verfolgt und mit den Reiseveranstaltern vor Ort ständig Kontakt gehalten werden. 

Überlandreisen nach Einbruch der Dunkelheit sollten vermieden werden.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

In konsularischen Notfällen steht die Rufbereitschaft der österreichischen Botschaft für Anfragen und Hilfeleistungen jederzeit, außerhalb der Öffnungszeiten auch unter der Bereitschaftsnummer +21698329422, zur Verfügung.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit hohem Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Nein
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Der Reisepass muss bei der Ausreise gültig sein, eine darüber hinausgehende Gültigkeitsdauer wird empfohlen, da es andernfalls bei der Ausreise zu Problemen kommen kann.
  • Cremefarbiger Notpass: Ja, bei Gültigkeitsdauer von einem Jahr.
  • Sonstiges: Es wird empfohlen, immer eine Kopie des Reisepasses mit sich zu führen.
    Minderjährige Kinder aus einer Ehe mit einem (ehemaligen) tunesischen Staatsangehörigen benötigen eine notariell beglaubigte Ausreisebewilligung des Vaters für die Ausreise, sofern sie ohne diesen reisen, auch wenn sie die tunesische Staatsangehörigkeit nicht besitzen.
    Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

Fahrzeuge (Auto, Motorrad) werden bei der Einreise in den Reisepass eingetragen. Bei der Ausreise ohne das Fahrzeug (z.B. nach einem Unfall, Diebstahl) werden hohe Steuern gefordert. Bei Unfall mit Totalschaden des eigenen PKWs verlangen die Zollbehörden, dass das Auto im Schrottzustand ausgeführt oder in Tunesien verschrottet wird.

Die Einfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung unbegrenzt erlaubt (ab umgerechnet 1.000 TND besteht Deklarationspflicht). Travellerschecks und Kreditkarten (Visa, Master Card) werden – in beschränktem Maß – angenommen, gelegentlich auch US-Dollar. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch wahlweise 200 Zigaretten, 50 Zigarren, 400 Gramm Tabak sowie 1 Liter Alkohol). Hierbei ist zu beachten, dass gewisse Gegenstände (wie z.B. Videokameras) einer Deklarationspflicht unterliegen können.

Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt. Zum Rückwechseln der Landeswährung bedarf es der Vorlage einer Wechselbestätigung. Die Ausfuhr von Antiquitäten und archäologischen Fundstücken ist grundsätzlich untersagt. Eine Sondergenehmigung für deren Export ist erforderlich. Zuwiderhandlungen können mit Gefängnisstrafen geahndet werden.

Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette oder scharfe Speisen vermeiden. In den Sommermonaten und vor allem kurz vor Beginn der Regenzeit kommt es zu Gelsen- und Fliegenplagen, entsprechende Vorkehrungen sind notwendig.

In Tunis herrscht kein Mangel an praktischen Ärzten und an Fachärzten mit guter Ausbildung. Die Ärzteschaft erreicht fast immer europäischen Standard. In größeren Städten sind an die Spitäler Kliniken aller Fachrichtungen angeschlossen, doch sollten diese sowie die medizinische Versorgung auf dem Land nur bei unbedingter Notwendigkeit in Anspruch genommen werden.

Im Allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, das stark chlorierte Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Bakterielle Ruhr, Typhus und Paratyphus, Cholera, venerische Erkrankungen und Pilzerkrankungen, Tuberkulose und infektiöse Bindehautentzündung kommen im Norden kaum, im Süden gelegentlich vor. Für Personen, die nicht zumindest beschränkt tropentauglich sind, ist ein Aufenthalt im Süden des Landes im Hochsommer nicht ratsam. Personen mit Asthma- und Bronchialbeschwerden sowie rheumatischen Erkrankungen leiden insbesondere während des Winters unter der hohen Luftfeuchtigkeit. Bei Magen-, Darm- und Gallenleiden, bei denen die Einhaltung einer bestimmten Diät vorgesehen ist, kann es außerhalb der Touristenzonen und großen Städte infolge mangelnder Versorgung zu Schwierigkeiten kommen. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden. Der Abschluss einer Auto-/Motorradversicherung bei Einreise mit einem Fahrzeug für den Fall eines Diebstahls wird angeraten.

In den Städten gibt es Taxis. Öffentliche Autobusse sind nicht zu empfehlen. Die Eisenbahnverbindungen sind auf einigen Hauptstrecken gut. Überland stehen Sammeltaxis ("taxi louage") oder Mietwagen (mit oder ohne Fahrer) zur Verfügung. Mietautos aller Kategorien können am Flughafen oder in allen größeren Hotels angemietet werden, allerdings kann es hier zu saisonbedingten Engpässen kommen. Der Zustand der wichtigen Verbindungsstraßen ist gut. Das undisziplinierte Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer stellt jedoch ein beachtliches Unfallrisiko dar. Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Bei Reisen mit dem eigenen KFZ ist die grüne Versicherungskarte erforderlich.

Für die Benützung der Autobahnen ist Maut zu bezahlen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 110 km/h.

Klima:

Mediterranes Klima im Norden. In den Sommermonaten (Juni bis September) heiß, von Dezember bis Februar kühl, zum Teil auch kalt, windig und regnerisch. Der Rest des Jahres ist frühlingshaft bis sommerlich warm. Im Süden ist der Einfluss der Sahara vorherrschend.

Vorsicht ist beim Kauf von teuren Souvenirs, vor allem beim Kauf von Teppichen geboten. Es kann vorkommen, dass angezahlte Ware nicht geliefert wird, oder dass die Qualität nicht den ursprünglichen Vorstellungen und Preisangaben entspricht.

Auf islamische Sitten und Gebräuche sollte Rücksicht genommen werden.

Vor Drogenkonsum (selbst geringe Mengen für den persönlichen Verbrauch) wird aufgrund strengster Strafen ausdrücklich gewarnt.

Homosexualität ist illegal und kann mit einer Gefängnisstrafe von drei Jahren bestraft werden.

Aufgrund der islamisch geprägten Tradition des Landes kann es unverheirateten Paaren untersagt werden sich gemeinsam ein Hotelzimmer zu nehmen. Dies gilt insbesondere dann, wenn einer von ihnen tunesischer Staatsangehöriger ist. Für die vorsätzliche Vornahme unzüchtiger Handlungen in der Öffentlichkeit ist eine Haftstrafe von sechs Monaten sowie eine Geldstrafe vorgesehen.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

  1. Sousse
  2. Tunis


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


Sousse

Honorarkonsulat
Hotel Mövenpick Resort und Marine Spa Sousse, Boulevard 14 Janvier, 4039 Sousse

Telefon:
(+216 / 73) 202 000
Telefax:
(+216 / 73) 202 111

Leitung:
CHAOUACHE Hassen | Honorarkonsul

Konsularbezirk:
Sousse, Kairouan, Monastir, Madhia und Sfax

Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
Notpassausstellung vor Ort
Visabefugnis

Parteienverkehr:
Mo 09.00 - 18.00     Di 09.00 - 18.00     Mi 09.00 - 18.00     Do 09.00 - 18.00     Fr 09.00 - 18.00    


Tunis

Botschaft
16, Rue Ibn Hamdiss El Menzah I, 1004 Tunis

Telefon:
(+216 / 71) 23 90 38 (Amt)
(+216 / 71) 23 90 67 (Amt)
Telefax:
(+216 / 71) 75 54 27 (Amt)

Leitung:
WEINBERGER Gerhard | ao. und bev. Botschafter

Amtsbereich:
Tunesien

Anmerkung:
Die generelle Zuständigkeit für Sichtvermerks- und Aufenthaltstitel-Anträge von Personen mit Wohnsitz Libyen wird bis auf Widerruf an die Österreichischen Botschaften Kairo und Tunis übertragen.

Parteienverkehr:
Mo 09.00 - 12.00     Di 09.00 - 12.00     Do 09.00 - 12.00     Fr 09.00 - 12.00    

Botschaft der Republik Tunesien | Honorargeneralkonsulat der Republik Tunesien, Wien | Honorarkonsulat der Republik Tunesien, Eisenstadt | Honorarkonsulat der Republik Tunesien, Salzburg | Honorarkonsulat der Republik Tunesien, Graz | Honorarkonsulat der Republik Tunesien, Linz | Ständige Vertretung der Republik Tunesien bei den Internationalen Organisationen in Wien

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Amtsbefugnis:
ohne Beglaubigungs-, Pass- und Visabefugnis

Parteienverkehr:
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Telefax:
(+43 / (0) 662) 875 314-23
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(+43 / (0) 676-846 561 14
Amtsbereich:
Salzburg
Amtsbefugnis:
ohne Beglaubigungs-, Paß- und Visabefugnis

Parteienverkehr:
nach telefonischer Vereinbarung

Honorarkonsulat der Republik Tunesien, Graz

Heinrichstrasse 97, 8010 Graz

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Notruf:
(+43 / (0) 676-83 882 882
Amtsbereich:
Steiermark
Amtsbefugnis:
ohne Beglaubigungs-, Pass- und Visabefugnis

Parteienverkehr:
nach telefonischer Vereinbarung

Honorarkonsulat der Republik Tunesien, Linz

Hornauerstraße 2; (Hochleitner Rechtsanwälte GmbH), 4020 Linz

Telefon:
+43 (0) 732 77 77 66
Telefax:
+42 (0) 732 77 66 10
Amtsbereich:
Oberösterreich

Parteienverkehr:
Nach telefonischer Vereinbarung

Ständige Vertretung der Republik Tunesien bei den Internationalen Organisationen in Wien

Sieveringerstrasse 187, 1190 Wien

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(+43 / 1) 44 02 144 / 148
Telefax:
(+43 / 1) 581 55 92

Parteienverkehr:
Mo - Fr 09.00 - 16.00
Mo - Fr 09.00 - 14.30 (Juli und August)

Vertrauensarzt Dr.med. Samy ALLAGUI

Institution:
Ordination
Straße:
35 bis, Rue Tarek Ibn Zied
Stadt:
Tunis-Ettadhamen 2041

Telefon:
(+216/71) 796 107
Telefax:
(+216/71) 788 248
Mobil:
(+216/98) 30 29 90 (Mobiltelefon)

Arbeitsgebiet:
Allgemeinmedizin, Geriatrie
Sprachkenntnisse:
Arabisch, Französisch, Englisch, Italienisch, Deutsch

Vertrauensanwalt Maitre Boubaker CHAOUCH

Straße:
1, Rue de Sparte
Stadt:
Tunis TN - 1002

Telefon:
(+216/71) 253 198
Telefax:
(+216/71) 346 115

Arbeitsgebiet:
Wirtschafts- und Strafrecht
Sprachkenntnisse:
Deutsch, Französisch, Arabisch

Vertrauensanwalt Maître Faisal BELHAJ

Straße:
18, Rue d'Iraq
Stadt:
Tunis TN -1002

Telefon:
(+216/71) 787 040
Telefax:
(+216/71) 791 704

Arbeitsgebiet:
Zivil-, Wirtschafts- und Strafrecht
Sprachkenntnisse:
Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch

Basisdaten

  • Hauptstadt
    Tunis
  • Int. Kennzeichen
    TN
  • Sprache
    Arabisch, berberische Sprachen
  • Fremdsprachen
    Französisch, Englisch, Deutsch, Italienisch
  • Währung
    1 tunesischer Dinar (TND) = 1000 Millimes
  • Elektrischer Strom
    220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, meist zweipolige Stecker, teils auch Sicherheitssteckdosen

 

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