Flagge Timor-Leste Timor-Leste (Demokratische Republik Timor-Leste)

Stand 04.12.2016 (Unverändert gültig seit: 02.11.2016)

Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4) im ganzen Land

Nach dem Abzug der internationalen Truppen (UNMIT) sorgen die lokalen Sicherheitskräfte für Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung. Es besteht jedoch weiterhin hohes Sicherheitsrisiko. Von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Timor Leste wird abgeraten.

Es wird besonders empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden. Auch in der Umgebung von Regierungsgebäuden ist es in der Vergangenheit zu Zwischenfällen gekommen. Meistens bei Nacht kommt es in verschiedenen Bezirken des Landes vermehrt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Gruppen, die Kampfsportarten („martial arts“) trainieren. Bei den Zwischenfällen (in Dili, Lakufoan, Maliana, Suai, and Same) wurden auch Steine geworfen, gelegentlich Messer und Macheten eingesetzt.

Kriminalität ist weit verbreitet. Die öffentlichen Institutionen sind erst im Aufbau begriffen und großteils noch schwach.

Reisen außerhalb der Hauptstadt Dili sind nach wie vor mit Risiko verbunden. Insbesondere im Grenzgebiet zu Westtimor kommt es immer wieder zu gewalttätigen Zwischenfällen. Milizen sind für gelegentlich auftretende Unruhen sowohl in den Flüchtlingslagern als auch im Grenzgebiet verantwortlich.

Es wird empfohlen, sich vor Antritt einer Reise ins Landesinnere nochmals über die jeweils aktuelle Sicherheitslage zu informieren.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Nein 
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens sechs Monate bei Einreise.
  • Cremefarbiger Notpass: Keine Angaben.
  • Sonstiges: Bei der Ausreise ist eine Flughafensteuer von 10 USD zu entrichten. Bei Einreise ist ein Weiter- oder Retourflugticket vorzuweisen.
    Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

Reisegepäck (inklusive Mobiltelefone, Laptops für persönliche Zwecke) darf eingeführt werden. Daneben können in Übersee erworbene Güter mit einem Wert von mehr als 300 USD pro Person, 200 Zigaretten und 2,5 Liter steuerpflichtige Getränke eingeführt werden. Ein- bzw. Ausfuhr von Devisen ist in jeder Form uneingeschränkt möglich.
Kreditkarten werden nur in wenigen Fällen und gegen eine Gebühr akzeptiert. Zurzeit gibt es für Kreditkarten nur zwei Bargeldbehebungsautomaten in Dili.

Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.

Nähere Auskünfte finden Sie auch im Travel Centre der IATA. Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Die medizinische Versorgung ist äußerst schlecht. Aufgrund der gegenwärtigen Situation kann mit einer Medikamentenausstattung vor Ort nicht gerechnet werden.

Auf die notwendige Vorsicht betreffend Trinkwasser, Nahrung und Körperhygiene wird hingewiesen.

Umfassender Insektenschutz wird zur Vermeidung von Chikungunyafieber und Malaria empfohlen. Das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs bietet ausführliche ausführliche Informationen zu den gängigen Infektionskrankheiten auf Reisen (wie Malaria, Denguefieber, Chikungunyafieber, Cholera, Hepatitis und andere).

Nicht pasteurisierte Milchprodukte, offene kalte Getränke, Eiswürfel, rohe Salate, kalte Fleischgerichte sowie ungeschältes Obst sollten grundsätzlich gemieden, auf Mayonnaise und Eiscreme überhaupt verzichtet werden. Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen (kein Aspirin, da kontraindikativ bei eventuellen Tropenkrankheiten mit gleichen Symptomen).

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Da Rücktransporte bzw. Spitalsaufenthalte in der Region (mit einer Behandlung vor Ort kann nicht in allen Fällen gerechnet werden) meist mit sehr hohen Kosten verbunden sind, wird der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport nahe gelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

In Osttimor gibt es kein öffentliches Busnetz, jedoch bieten viele private Busfahrer ihre Dienste an. Diese Busse sind aber meist überfüllt und haben nur geringen Standard. Taxis und Leihwagen sind insbesondere in Dili ausreichend vorhanden.

Es wird empfohlen, einen internationalen Führerschein in Verbindung mit dem österreichischen Führerschein zum Lenken von KFZ mitzuführen, jedoch wird wegen der schlechten Sicherheitslage vom Lenken von Kraftfahrzeugen grundsätzlich dringend abgeraten.

Ortsunkundige sollten stets durch Führer begleitet werden.

Klima:

Tropisches Klima mit Durchschnittstemperatur von 21° C und 80 % Luftfeuchtigkeit, während der Trockenzeit in den Küstenebenen 18 °C, im hügeligen Landesinneren 10 °C. In der Regenzeit zwischen November und April durchschnittlich 25 °C. Die angenehmste Reisezeit ist während der Trockenzeit von Mai bis Oktober. Die schwersten Regenfälle sind üblicherweise im Jänner und Februar. Insgesamt ist Osttimor jedoch erheblich trockener als die indonesischen Inseln Java und Sumatra.

Homosexualität ist legal. Jegliches anstoßerregendes Verhalten in der Öffentlichkeit sollte jedoch auch bei heterosexuellen Paaren vermieden werden. Zuneigungsbezeugungen werden auf den privaten Raum beschränkt. Die gemeinsame Unterkunft von nicht verheirateten Personen ist generell möglich.

In Ost Timor gibt es eine Betreibergesellschaft von Mobiltelefonen mit GSM-Standard, der landesweite Empfang erscheint allerdings fraglich. SIM Karten mit entsprechenden Gesprächszeiten können überall in Dili gekauft werden. Da ein Großteil der Infrastruktur noch nicht wiederhergestellt ist, gibt es nur in Dili, Maliana und in Suai Festnetztelefone. In diesen drei Städten sollte der Telefonverkehr nach Österreich möglich sein.

Haftungsausschluss: Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen übernimmt. Für allenfalls eintretende Schäden kann keine Haftung übernommen werden.



Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Indonesien
  • Basisdaten

    • Hauptstadt
      Dili
    • Int. Kennzeichen
      TL
    • Sprache
      Tetum, Portugiesisch
    • Fremdsprachen
      Indonesisch, Englisch
    • Währung
      1 US-Dollar (USD) = 100 Cent
    • Zeitunterschied zu MEZ
      + 8 h
    • Elektrischer Strom
      220 Volt/50 Hertz Wechselstrom; Steckerformen uneinheitlich

     

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