Flagge Tadschikistan Tadschikistan (Republik Tadschikistan)

Stand 23.02.2017 (Unverändert gültig seit: 18.10.2016)

Erhöhtes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 2) im ganzen Land

An der Grenze zu Afghanistan kann es vereinzelt zu Schusswechsel zwischen afghanischen Drogenschmugglern, tadschikischen Vertretern der Grenztruppen und der Drogenkontrollbehörde kommen.  Fahrten nahe der Grenze zu Afghanistan sollten nur nach vorheriger Information über die aktuelle Sicherheitslage und unter größtmöglicher Umsicht durchgeführt werden.

Bei Reisen ins Grenzgebiet zwischen Tadschikistan und Kirgisistan sind Vorsicht und Wachsamkeit geboten, da es zu bewaffneten Auseinandersetzungen kommen kann.

Das Risiko terroristischer Anschläge auf westliche Einrichtungen erscheint derzeit gering, kann aber nicht ausgeschlossen werden. Es wird allgemein zu erhöhter Vorsicht und Wachsamkeit aufgerufen. In den Grenzgebieten zu Usbekistan und Kirgisistan sollen sich islamische Gruppierungen mit potenziell terroristischer Ausrichtung aufhalten.

Reisen ins autonome Gebiet Berg-Badachschan (Pamir) sollten dennoch wohl überlegt werden. Die Zufahrtsstraßen in das Pamirgebiet sind teilweise gesperrt. Es kann vorkommen, dass Reisende trotz gültiger Reiseerlaubnis für das autonome Gebiet Berg-Badachschan (Pamir) am Kontrollposten zurückgewiesen werden.

Unbedingt erforderliche Reisen außerhalb von Duschanbe und Chodschant sollten nur mit entsprechender Sicherheitsbegleitung durchgeführt werden. Ausgänge und Ausfahrten nach der Dunkelheit sind zu vermeiden.

Abseits der Hauptverkehrsstraße von Duschanbe nach Khorog zwischen Rogun und Kalaikum herrscht Minengefahr (teilweise schlecht markierte Minenfelder), ebenso in den Grenzgebieten zu Usbekistan, Kirgisistan und Afghanistan.

Angesichts unzureichender bzw. fehlender ärztlicher Versorgung sollten sich Reisende über ein generell erhöhtes Reiserisiko bewusst sein. Besonders bei Notfällen im Zusammenhang mit Bergwanderungen ist eine schnelle Hilfe oft nicht möglich.

Die Kommunikationsmöglichkeiten sind wegen des nur teilweise funktionierenden Mobiltelefonempfangs oft sehr eingeschränkt.

Aufgrund der Kriminalität sollte nur wenig Bargeld und keine Wertgegenstände mitgeführt werden. Dokumente sollten fotokopiert werden. Vor allem nach Einbruch der Dunkelheit wird zu besonderer Vorsicht geraten. Gelegentlich kommt es auch zu Entführungen. Bei Überfällen sollte jeglicher Widerstand vermieden werden. Das Tragen und die Verwendung von Schusswaffen durch Kriminelle ist stark angestiegen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Seit 01.06.2016 sind Visa für Tourismus und Geschäftsreisen bereits vor Reisebeginn online zu beantragen und auszudrucken. Die elektronische Beantragung kann über das „Electronic Visa Application System“ erfolgen. Für Reisende, die nicht zu touristischen Zwecken oder Geschäftszwecken einreisen (z.B. Lastwagenfahrer, Journalisten, Studenten, Montagearbeiter, etc.), ist eine e-Visa Registrierung nicht möglich. In diesen Fällen müssen Visa vor Reiseantritt bei der Botschaft der Republik Tadschikistan beantragt werden.
  • Reisedokumente: Reisepass     
  • Passgültigkeit: Bei Ausreise mindestens 6 Monate
  • Cremefarbiger Notpass: Ja
  • Sonstiges: Für Reisen in das autonome Gebiet Berg-Badachschan (Pamir) wird ein spezielles Visum benötigt, das gesondert beantragt werden muss, und dessen Bearbeitung mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Ausländer sind verpflichtet, sich binnen drei Tagen nach Einreise bei der jeweiligen Stadtverwaltung/Registrierungsstelle OVIR "Abteilung für Visa und Registrierung" zu registrieren. Ohne diese Registrierung drohen Ausreiseverzögerungen und Verwaltungsstrafen. Dies gilt auch bei Überziehung der Aufenthaltsdauer ohne rechtzeitige Verlängerung des Visums.

    Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

Euro und US-Dollar können in den größeren Städten umgewechselt werden. In Duschanbe gibt es viele Bankomaten.

Nähere Auskünfte finden Sie auch im Travel Centre der IATA. Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen wird dringend empfohlen. Vorsicht ist beim Genuss von Fleischgerichten, rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Die sanitären und hygienischen Verhältnisse entsprechen nicht dem europäischen Standard. Krankenhäuser verfügen nur über veraltetes Gerät, die Versorgung mit Medikamenten ist schlecht. Aufgrund der schlechten hygienischen Zustände besteht ein hohes Infektionsrisiko bei ärztlicher Behandlung (insbesonders Hepatitis C, Tbc).

In der warmen Jahreszeit besteht das Risiko von Krim-Kongo-Fieber (CCHFV, Crimean-Congo-Hemorrhagic-Fever-Virus).

Eine häufig auftretende Krankheit, insbesondere nach heftigen Regenfällen, ist Typhus. Wichtigste Vorbeugungsmaßnahme gegen diese hoch fieberhafte Salmonellenerkrankung ist sorgfältige Hygiene (z.B. häufiges Händewaschen). Auch bei Essen und Trinken muss auf Hygiene geachtet werden (nur abgekochtes Wasser oder heiße Getränke, nur frisch zubereitete Gerichte, kein Verzehr von rohem Gemüse und Obst, das nicht geschält werden kann).

Es kommen auch Milzbranderkrankungen vor.

Aufgrund unzureichender ärztlicher Versorgung ist Unfallhilfe nicht immer gewährleistet.

Bei Reisen in die Pamirregion sollten die Auswirkungen der extremen Höhenlage nicht unterschätzt werden. Beim Auftreten der Höhenkrankheit kann nicht mit schneller ärztlicher Versorgung gerechnet werden.

Im Grenzgebiet zu Afghanistan gibt es ein potentielles  Malariarisiko, sodass ein Schutz gegen Stechmücken zu empfehlen ist (z.B. langärmelige Kleidung, Mückenspray).  Zur Einnahme medikamentöser Malariaprophylaxe, etwa bei einem langfristigen Aufenthalt in dieser Regionen, beraten Sie sich bitte vorab mit einem Facharzt für Reise- und Tropenmedizin.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend nahe gelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden. Auf die erhöhte Gefahr im Straßenverkehr durch die schlechten Verkehrsbedingungen, unzureichende Beschilderung, den besonders im Winter desolaten Straßenzustand, mangelnde Fahrdisziplin vieler Verkehrsteilnehmer und technische Unzulänglichkeiten wird hingewiesen. Überlandfahrten sollten nach Einbruch der Dunkelheit unterlassen werden. Vor der Nutzung privater Taxis wird wegen der Gefahr von Raubüberfällen gewarnt. Es sollten ausschließlich offizielle Taxis, die auf dem Dach und seitlich als solche gekennzeichnet sind, benutzt werden.

Im Inlands- sowie im grenzüberschreitenden Flug-, Bus- und Bahnverkehr kommt es häufig zu Verspätungen, die Einhaltung europäischer Sicherheitsstandards ist nicht gegeben.

Überlandfahrten können zu einem großen Sicherheitsrisiko werden. Mit Straßensperren und unpassierbaren Pässen aufgrund heftiger Schneefälle in höheren Lagen ist insbesondere von September bis März zu rechnen. Diese Landesteile sind in den Wintermonaten nur mit dem Flugzeug erreichbar. Bei Tauwetter können Schnee- und Schlammlawinen auftreten, im Sommer 2015 wurde Infrastruktur aufgrund von Überschwemmungen zerstört.

Tadschikistan liegt in einer seismisch aktiven Zone, es kann jederzeit zu Erdbeben kommen. Weitere Informationen unter Allgemeine Hinweise, beim Nationalen US-Geologieinstitut sowie dem Österreichischen Zivilschutzverband (mit Erdbebenschutz-Ratgeber).

Klima

Kontinentales Klima mit heißen und trockenen Sommern. Die Winter sind mild, nur kurzzeitig Frost.

Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Anlagen von strategischer Bedeutung ist verboten.

Das tadschikische Strafrecht sieht erhebliche Freiheitsstrafen (bis zu 20 Jahre) für Rauschgiftdelikte vor.

In Tadschikistan gilt ein generelles Missionierungsverbot. Es dürfen keine Veranstaltungen für bestimmte Glaubensgemeinschaften vorgenommen werden, die einen missionarischen Charakter haben.

Homosexualität ist nicht strafbar, wird aber gesellschaftlich nur in sehr geringem Maß akzeptiert. 

Als Bürger eines EU-Staates können sich Österreicher in Notfällen an die Vertretungsbehörden anderer EU-Staaten wenden (in Duschanbe die deutsche Botschaft).

Haftungsausschluss: Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen  übernimmt. Für allenfalls eintretende Schäden kann keine Haftung übernommen werden.



Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


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    Basisdaten

    • Hauptstadt
      Duschanbe
    • Int. Kennzeichen
      TJ
    • Sprache
      Tadschikisch, Russisch, Usbekisch
    • Fremdsprachen
      Russisch
    • Währung
      1 Somoni (TJS) = 100 Diram
    • Zeitunterschied zu MEZ
      +4 h
    • Elektrischer Strom
      220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, (Zwischenstecker erforderlich

     

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