Flagge Senegal Senegal (Republik Senegal)

Stand 03.12.2016 (Unverändert gültig seit: 28.10.2016)

Partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5): Vor Reisen in die Region Casamance wird gewarnt. Sollte dennoch aus beruflichen Gründen eine Reise unausweichlich sein, sollte vor allem das Grenzgebiet zu Guinea-Bissau und Gambia großräumig gemieden werden und bei Fahrten innerhalb der Casamance, aufgrund des Risikos durch Landminen , ausschließlich auf den asphaltierten Hauptverkehrsadern und nur unter Tags erfolgen.

Von dieser Warnung ausgenommen sind nur die direkte Anreise per Schiff bzw. Flugzeug von Dakar nach Ziguinchor und per Flugzeug nach Cap Skirring, sowie das Gebiet zwischen Ziguinchor und Cap Skirring und dem Casamance-Fluss. Dennoch sollte auch in diesem Gebiet die Straße zwischen Ziguinchor und Cap Skirring nur tagsüber und im Konvoi befahren werden.

In der Casamance kommt es aufgrund politischer Spannungen seit über 30 Jahren immer wiederzu bewaffneten Raubüberfällen auf Reisende. Erst Ende Oktober 2015 wurde wieder eine Patrouille der Armee auf der Route Nationale 5 zwischen Badiana et de Djignaky Opfer eines Hinterhalts der Rebellen des MFDC.

Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4) im Rest des Landes

Von nicht unbedingt notwendigen Reisen an die Grenze zu Mauretanien und Mali wird dringend abgeraten.

Aufgrund der weiterhin prekären Lage in Mali ist von einer erhöhten Gefahr von Terroranschlägen und Entführungen auch in den anderen Ländern Westafrikas auszugehen. Auch österreichische Staatsbürger können Opfer werden.

Die Terrororganisation „Al Qaida im islamischen Maghreb“ (AQIM) hat ihre Aktivitäten in den Nachbarländern ausgeweitet. Entführungsversuche können daher auch insbesondere in den grenznahen Gebieten nicht ausgeschlossen werden. Reisende sollten daher insbesondere die Grenzgebiete zu Mauretanien und Mali entlang des Senegalflusses meiden (besonders zwischen Podor und der Grenze mit Guinea). Gewaltsame Terroraktionen (auch Entführungen) sind  nicht auszuschließen (siehe auch den allgemeinen Sicherheitshinweis betreffend Mali). Im Allgemeinen ist erhöhte Vorsicht geboten, dies gilt unter anderem im Hinblick auf verdächtig aussehende Pakete und Gegenstände. Größere Menschenansammlungen, vor allem mit einem erhöhten Anteil westlicher Ausländer, wie Diskotheken etc. sollten gemieden werden.

Insgesamt haben kriminell motivierte Angriffe auf Ausländer – vor allem in Dakar – zugenommen. Es wird geraten, Schmuck und Wertsachen nicht sichtbar zu tragen, da Überfälle mit Körper- und Waffengewalt zu befürchten sind. Betroffen sind entlegenere Strände, aber auch die Uferstraßen (so die Corniche Ouest), vor allem nach Einbruch der Dunkelheit. Trick- und Taschendiebe sind häufig auf Märkten und stark frequentierten Plätzen tätig. Bei Fahrten in Autos sollten die Fenster unbedingt geschlossen und die Türen verriegelt werden. Bei Reifenpannen sollte das Auto nur verlassen werden, wenn keine unmittelbare Bedrohung durch verdächtige Personen festgestellt wird.

Von Fahrten am Strand zwischen Dakar/Lac Rose und St. Louis wird wegen Überfallgefahr abgeraten.

Die Internetkriminalität mit Senegal-Bezug ist im Steigen begriffen. Seien Sie vorsichtig mit Kontakten über das Internet. Näheres hierzu finden Sie auf der Homepage der Botschaft Dakar unter Cyberkriminalität.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten oder hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Rechtlich gesehen Ja –Diese wird allerdings seit 1. Mai 2015 in der Praxis nicht mehr umgesetzt. Vorläufig erfolgt dies ohne gesetzliche Grundlage. Der Senegalesische Staatspräsident hatte  Anfang April die Abschaffung der Visa für den kurzfristigen Aufenthalt per 1. Mai 2015 angekündigt. Die Botschaft wurde bis dato nicht auf offiziellem Wege über die Aufhebung des Visazwangs in Kenntnis gesetzt. Wann dies erfolgen wird kann derzeit nicht abgeschätzt werden. Eine rechtsverbindliche Auskunft hierzu kann Ihnen jedoch nur von einer zuständigen senegalesischen Behörde erteilt werden. Es darf daher die Kontaktaufnahme mit der Senegalesischen Botschaft Berlin dringendst angeraten werden.
  • Visum erhältlich: De facto nein. Bitte um Kontaktaufnahme hierzu mit der Senegalesischen Botschaft in Berlin.
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit:  Mindestens 6 Monate bei der Einreise
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
  • Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können.

Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

Es empfiehlt sich die Mitnahme von Euro in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten (akzeptiert nur in größeren Hotels, Travellerschecks von Banken eingelöst). Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Nähere Auskünfte finden Sie im Travel Centre der IATA bzw. beim senegalesischen Zoll. Rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Für Europäer kommt daher nur die Einweisung in eine der diversen Privatkliniken in Frage. Es werden erhöhte hygienische Vorsichtsmaßnahmen angeraten.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten (mit einer Kaliummanganatlösung oder mit anderen Produkten desinfizieren), Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. In Restaurants sollte Gemüse und Obst ohne entfern bare Schalen gemieden werden. Getränke sollten nur aus verschlossenen Flaschen getrunken werden, ohne Eiswürfel zuzugeben. Auf den Genuss von rohem oder halbrohem Fleisch sollte besser verzichtet werden. Mückenstiche sollten durch die Verwendung von Moskitonetzen, Anti-Mückensprays etc. möglichst vermieden werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und die Zulassung sowie ein Carnet de Passage und eine gültige Haftpflichtversicherung mitzuführen. Der internationale Führerschein wird empfohlen. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite des senegalesischen Zolls.

Auf Grund der schwierigen Straßensituation und groben Sicherheitsmängel wird empfohlen, generell von Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit abzusehen.

Klima

Subtropisches Klima ohne Jahreszeiten im eigentlichen Sinn. Es gibt nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Die Regenzeit dauert von Juni bis Oktober ohne nächtliche Abkühlung und mit einer Luftfeuchtigkeit zwischen 90 und 100%. In der Trockenzeit beträgt die Luftfeuchtigkeit 60 bis 70%, es kommt häufig zu Sandstürmen.

Homosexuelle Handlungen stehen unter Strafandrohung.

Auch die Verletzung der öffentlichen Sittlichkeit im Allgemeinen kann mit Geldstrafen geahndet werden – dies gilt auch für heterosexuelle Handlungen. Jugendliche bis 16 Jahre stehen unter dem besonderen Schutz des Gesetzes. Zuwiderhandlungen werden gerichtlich streng geahndet.

Haftungsausschluss: Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen  übernimmt. Für allenfalls eintretende Schäden kann keine Haftung übernommen werden.



Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


Dakar

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Vertrauensanwalt Maître Mouhamed El Habib KÉBÉ

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Telefax:
(+221/) 338 42 62 75

Arbeitsgebiet:
Schwerpunkt Wirtschaftsrecht
Sprachkenntnisse:
Französisch, Englisch, Arabisch, Wolof

Basisdaten

  • Hauptstadt
    Dakar
  • Int. Kennzeichen
    SN
  • Sprache
    Französisch, einheimische Sprachen
  • Währung
    CFA Franc (West XOF) = 100 Centimes
  • Zeitunterschied zu MEZ
    -1 h
  • Elektrischer Strom
    220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, meist französische Stecker

 

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