Flag Nigeria Nigeria (Bundesrepublik Nigeria)

Stand 26.05.2019 (Unverändert gültig seit: 16.04.2019)

Partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5)

Vor Reisen in die nordöstlichen Bundesstaaten Adamawa, Borno, Gombe und Yobe wird wegen häufiger Selbstmordanschläge ausdrücklich gewarnt. Aufgrund häufiger Entführungen und Raubüberfälle wird zudem vor Reisen in das Niger-Delta und die vorgelagerten Küstengebiete sowie einige nördliche Bundesstaaten gewarnt.

Diese Warnung betrifft insbesondere folgende Bundesstaaten: Abia, Akwa Ibom, Anambra, Bauchi, Bayelsa, Cross River, Delta, Ebonyi, Enugu, Imo, Jigawa, Kaduna, Kano, Katsina, Kogi, Nasarawa, Plateau, Rivers und Zamfara.

Hinweis: Reisewarnungen werden im Regelfall nur in besonderen Krisensituationen ausgesprochen, wenn eine generelle Gefährdung für Leib und Leben besteht. Reisende, die sich in ein Gebiet mit Reisewarnung begeben, müssen sich der möglichen Konsequenzen bewusst sein:

  • Konsularische Hilfeleistung für in Not geratene Österreicher kann nicht gewährleistet werden.
  • Bei Reisen in Gebiete mit Reisewarnung können Versicherungen trotz eines aufrechten Versicherungsvertrages Ausschlussgründe geltend machen und sind damit leistungsfrei.
  • Das Konsulargebührengesetz ermächtigt die Republik Österreich, die Kosten für allenfalls erforderliche Schutzmaßnahmen bzw. Hilfeleistung in bestimmten Situationen im Regressweg von Reisenden zurückzufordern!

Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) in den übrigen Landesteilen

Die Kriminalität ist sehr hoch. Das Risiko von Entführungen mit Lösegeldforderungen oder bewaffneten Überfällen, manchmal auch mit Todesfolge, ist groß. Ausgänge bei Dunkelheit sind zu vermeiden. Es wird empfohlen, nur dringend erforderliche Einzelreisen anzutreten. Autofahrten sollten mit ortskundigen und zuverlässigen, möglichst persönlich bekannten und einheimischen Personen durchgeführt werden, vorzugsweise im Konvoi. Für Reisen ins Landesinnere wird die Verwendung von Sicherheitsfirmen empfohlen. In vielen Landesteilen kommt es regelmäßig zu gewalttätigen Zusammenstößen.

Auch Abuja war wiederholt das Ziel von Sprengstoffanschlägen. Potenzielle Anschlagsziele in Abuja sind Hotels, internationale Organisationen, Märkte, Einkaufszentren und religiöse Einrichtungen. Es wird angeraten, öffentliche Plätze und Menschenansammlungen im ganzen Land zu meiden.

Von der Verwendung des Landweges Lagos-Abuja wird ausdrücklich abgeraten. In Lagos und auf der Strecke zum Flughafen kommt es zu Überfällen, die Abholung vom Flughafen sollte durch Bekannte erfolgen.

Für Urlaubsreisen und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit hohem Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen. In Not geratenen österreichischen Staatsbürgern kann nur in eingeschränktem Umfang konsularische Hilfe geleistet werden.

 

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Botschaft der Bundesrepublik Nigeria oder als Visa on arrival.
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: 6 Monate bei Einreise.
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
  • Minderjährige: Für Minderjährige (bis 18 Jahre), die ohne Begleitung des gesetzlichen Vertreters verreisen, wird - zusätzlich zum eigenen Reisepass - empfohlen, auch eine Einverständniserklärung zur Reise mitzugeben. Dieser Vollmacht sollte eine Kopie der Geburtsurkunde des Minderjährigen sowie eine Kopie des Reisepasses des gesetzlichen Vertreters angeschlossen sein. Bei verschiedenen Nachnamen empfiehlt sich auch die Mitnahme der Heiratsurkunde der Eltern. Muster für eine Einverständniserklärung finden Sie auf der Seite des ÖAMTC.
  • Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können. Eine Einladung einer in Nigeria wohnhaften Person oder einer Behörde ist Voraussetzung für die Visumerteilung. Bei Einreise aus einer Gelbfieberregion ist der Nachweis einer Gelbfieberimpfung, bei jeder Einreise der Nachweis einer gültigen Polioimpfung durch Vorlage eines internationalen Impfpasses vorgeschrieben.
    Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde, da Probleme an der Grenze bis zur Einreiseverweigerung nicht ausgeschlossen werden können.

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 5.000 NGN erlaubt, aber deklarationspflichtig. Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährung über einem Gegenwert von 5.000 USD ist deklarationspflichtig. Euro werden zumindest in den großen Städten akzeptiert, es empfiehlt sich die Mitnahme von Euro und Dollar in bar. Travellerschecks werden eher selten akzeptiert, Kreditkarten sollten nur mit äußerster Vorsicht benützt werden.

Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Lebensmitteln ist verboten. Die Einfuhr von Juwelen ist anmeldepflichtig. Die Ausfuhr von Kunstgegenständen ist nur mit Genehmigung erlaubt.

Nähere Auskünfte finden Sie auch im Travel Centre der IATA. Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

 

Krankenhäuser entsprechen nicht dem europäischen Standard. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, Verbandsmaterial und Injektionsnadeln, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Zur Vermeidung von Malaria wird umfassender Insektenschutz empfohlen. Es kommt in verschiedenen Landesteilen immer wieder zum Ausbruch von Cholera und Typhus. Das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs bietet ausführliche Informationen zu den gängigen Infektionskrankheiten auf Reisen.

Es wird empfohlen, rechtzeitig vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen. Informationen über empfohlene Reiseimpfungen erhalten Sie beim Öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs bzw. bei den tropenmedizinischen Instituten.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

 

Die Flugsicherheitsstandards der meisten Inlandslinien entsprechen nicht europäischen Maßstäben. Die Sicherheit und Wartung nigerianischer Flugzeuge entspricht nicht internationalem Standard.

Auf die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel sollte verzichtet werden. Nur registrierte Taxis oder Hotelwagen werden empfohlen. 

Der Straßenverkehr ist sehr gefährlich, besonders in der Nacht. Bei Unfällen kann es zu Repressalien und Vergeltungsmaßnahmen der Bevölkerung kommen. Die Straßen sind während der Regenzeit häufig schwer passierbar.

Bei Autofahrten sind neben dem österreichischen Führerschein auch der internationale Führerschein und die Zulassung sowie ein Carnet de Passage mitzuführen. Von der Polizei muss eine Fahrerlaubnis ausgestellt werden.

Mehr Informationen zur Straßenverkehrsordnung finden Sie in der Länderdatenbank des ÖAMTC.

Vorsicht ist bei Fahrzeugkontrollen geboten, da diese oft von Straßenräubern in Polizeiuniformen durchgeführt werden.

Klima

Tropisches feuchtheißes Klima im Süden, im Norden eher trocken und sehr heiß, ohne Jahreszeiten im eigentlichen Sinn. Es gibt nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit.

Im Süden dauert die Regenzeit von Mai bis Anfang November; trockener Wüstenwind von Dezember bis Februar.

 

Die Rechtslage kann sich in den einzelnen Bundesstaaten unterscheiden, unter anderem in Bezug auf Verkauf und Konsum von Alkohol. Erkundigen Sie sich daher bei ortsansässigen Bekannten oder im Hotel über die lokal gültigen Bestimmungen.

Eine besondere Rücksichtnahme auf islamische Sitten und Gebräuche ist zu empfehlen. Dies gilt insbesondere für sexuelle Handlungen, speziell in den islamischen Regionen. Homosexualität ist strafbar.

Das Schutzalter für sexuelle Handlungen kann gegenüber den in Österreich geltenden Bestimmungen um einige Jahre höher sein oder sogar über dem Erwachsenenalter von 18 Jahren liegen. Es können jedoch auch (beispielsweise in einzelnen Provinzen oder Regionen) unterschiedliche Bestimmungen zur Anwendung kommen. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig bei der Vertretungsbehörde dieses Landes.

Haftungsausschluss: Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen übernimmt. Für allenfalls eintretende Schäden kann keine Haftung übernommen werden.

 

  1. Abuja
  2. Kaduna


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


Abuja

Botschaft
Plot 9, Usuma Street, Maitama - Abuja

Telefon:
(+234) 929 15 465

Leitung:
SENFTER Werner | ao. und bev. Botschafter
PREGLER Karin | Botschaftsrätin und Generalkonsulin

Amtsbereich:
Äquatorialguinea, Benin, Gabun, Ghana, Kamerun, Nigeria, São Tomé und Príncipe, Togo, Tschad, Zentralafrikanische Republik

Parteienverkehr:
Mo 09.00 - 12.00     Di 09.00 - 12.00     Mi 09.00 - 12.00     Do 09.00 - 12.00    


Abuja

Konsularabteilung
Plot 9, Usuma Street, Maitama - Abuja

Mobil:
(+234) 706 41 83 226

Leitung:
PREGLER Karin | Botschaftsrätin und Generalkonsulin


Abuja

Ständige Vertretung bei ECOWAS
Plot 9, Usama Street, Maitama - Abuja

Telefon:
(+234) 929 15 465

Leitung:
SENFTER Werner | ao. und bev. Botschafter


Kaduna

Honorarkonsulat
3A, Kinkino road, G.R.A. Kaduna

Mobil:
(+234) 705 7000 700
(+234) 808 7000 700

Leitung:
HUFNAGL Hermann | Honorarkonsul

Konsularbezirk:
Kaduna, Adamawa, Bauchi, Benue, Borno, Gombe, Jigawa, Kano, Katsina, Niger, Plateau, Sokoto und Yobe

Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
Notpassausstellung vor Ort
Visabefugnis
Beglaubigungsbefugnis

Botschaft der Bundesrepublik Nigeria | Ständige Vertretung der Bundesrepublik Nigeria bei den Internationalen Organisationen in Wien

Botschaft der Bundesrepublik Nigeria

Rennweg 25, Postfach 183, 1030 Wien

Telefon:
(+43 (1)) 712 66 86
Telefax:
(+43 / 1) 714 14 02

Parteienverkehr:
Mo - Fr 09:00 - 17:00

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Mo - Fr 09:00 - 17:00

Basisdaten

  • Hauptstadt
    Abuja
  • Int. Kennzeichen
    NG
  • Sprache
    Englisch, einheimische Sprachen
  • Fremdsprachen
    Französisch
  • Währung
    1 Naira (NGN) = 100 Kobo
  • Elektrischer Strom
    230 Volt, 50 Hertz, Steckerform BSS

 

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