Flagge Nigeria Nigeria (Bundesrepublik Nigeria)

Stand 28.09.2016 (Unverändert gültig seit: 15.04.2016)

Partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5)

Vor Reisen in die nordöstlichen Bundesstaaten Borno, Yobe, Adamawa, Plateau sowie den südlichen Landesteil von Bauchi und Kano wird ausdrücklich gewarnt. Weiters wird vor Reisen nach Abia, AkwaIbom, Anambra, Bayelsa, Delta, Ebonyi, Edo, Ekiti, Enugu, Imo, Kaduna, Kano, Oyo, Ondo, Rivers, einschließlich Port Harcourt und die vorgelagerten Küstengewässer gewarnt. Mit Gewaltausbrüchen in allen zwölf nördlichen Bundestaaten ist jederzeit zu rechnen. In den Bundesstaaten Borno, Yobe und Adamawa wurde der Notstand ausgerufen.  

Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) in den übrigen Landesteilen

Es besteht aufgrund wiederholter Angriffe und Sprengstoffanschläge militanter Gruppen (Boko Haram, Ansaru) derzeit ein sehr hohes Anschlagsrisiko insbesondere für Nord- und Nordostnigeria, einschließlich für die Hauptstadt Abuja. In mehreren Städten Nord- und Nordostnigerias finden immer wieder Gefechte zwischen Sicherheitskräften und militanten Gruppen statt. Angehörige der Sicherheitskräfte, Regierungsstellen, christliche Einrichtungen - aber auch Einrichtungen gemäßigter Moslems - sowie Märkte, Wohnviertel und internationale Organisationen sind Anschlagsziele der militanten Gruppen. Drohungen bestehen gegen moslemische Einrichtungen im Süden. Es kann zu unvorhersehbaren Demonstrationen und Unruhen kommen.

Potentielle Anschlagsziele in Abuja sind internationale Hotels oder Institutionen, Märkte, Einkaufszentren und religiöse Einrichtungen. Es wird angeraten, öffentliche Plätze und Menschenansammlungen im ganzen Land zu meiden.

Die Kriminalitätsrate ist sehr hoch. Das Risiko von Entführungen mit Lösegeldforderungen oder bewaffneten Überfällen, manchmal auch mit Todesfolgen, ist groß und besteht auch in Abuja. Ausgänge bei Dunkelheit sind zu vermeiden. Es wird empfohlen, keine nicht dringend erforderlichen Einzelreisen anzutreten. Autofahrten sollten mit ortskundigen und zuverlässigen, möglichst persönlich bekannten und einheimischen Personen durchgeführt werden, vorzugsweise im Konvoi. In weiten Regionen muss auch bei Tag mit Überfällen gerechnet werden. Für erforderliche Reisen ins Landesinnere wird die Verwendung von Sicherheitsfirmen empfohlen. Von der Verwendung des Landweges Lagos-Abuja wird ausdrücklich abgeraten, die Benützung von Flugzeugen wird dringend empfohlen.

Im Golf von Guinea werden vermehrt Schiffe, vor allem Frachter und Tanker, überfallen und die Besatzungsmitglieder als Geiseln genommen oder entführt.

Es kommt immer wieder vor, dass sich Verbrecher als Polizisten ausgeben.  

Die Abholung am Flughafen sollte durch Bekannte erfolgen.

In Lagos kommt es zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen verschiedenen Ethnien, politischen Gruppierungen aber auch zwischen Militär und Polizeikräften. Außerdem häufen sich bewaffnete Überfälle auf im Stau steckende Autofahrer, wobei die Fenster mit jeglichem „Werkzeug“ wie Äxten, Metallstangen etc. aufgebrochen werden. Einen effektiven Schutz stellen ausschließlich gepanzerte Fahrzeuge dar.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen. In Not geratenen österreichischen Staatsbürgern kann nur in eingeschränktem Umfang konsularische Hilfe geleistet werden.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Botschaft der Bundesrepublik Nigeria
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Der Reisepass muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein.
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
  • Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können. Eine Einladung einer in Nigeria wohnhaften Person oder einer Behörde ist Voraussetzung für die Visaerteilung.
    Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

In Zusammenhang mit dem Auftreten von BSE in Europa wurde ein Einfuhrverbot sowohl für lebende Rinder als auch für Rindfleischprodukte aus der EU verhängt.

Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 20 NGN, die Mitnahme von Fremdwährung unbegrenzt erlaubt, jedoch deklarationspflichtig. Euro werden zumindest in den großen Städten akzeptiert, es empfiehlt sich die Mitnahme von Euro und Dollar in bar, Travellerschecks werden eher selten akzeptiert, Kreditkarten sollten nur mit äußerster Vorsicht benützt werden.

Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören für Personen ab 18 Jahren auch wahlweise 200 Zigaretten, 50 Zigarren, 200 Gramm Tabak sowie 1 Liter Wein und 1 Liter Spirituosen); ebenso Geschenke bis zu einem Wert von 300 Naira. Die Einfuhr von Lebensmitteln (auch Getränken!) und Juwelen ist verboten.

Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 20 NGN erlaubt (Deklarationspflicht!), die Mitnahme von Fremdwährung bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag gestattet.

Die Ausfuhr von nigerianischen Kunstgegenständen ist nur mit besonderer Genehmigung erlaubt.

Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden.  Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Im Allgemeinen genügt die Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen sowie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim  Genuss von rohem Obst und Gemüse angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Nur der Konsum von Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, Verbandsmaterial und Injektionsnadeln, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

In der heißesten Jahreszeit sollte der Körper nicht zu lange der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Auf die Gefahr von Giftschlangen wird hingewiesen. Anti-Seren sind oftmals nicht in den öffentlichen Spitälern vorrätig und werden deshalb bei organisierten Reisen ortsansässiger Ausländer standardmäßig mitgeführt.

Geschlechtskrankheiten sind weit verbreitet, und die AIDS-Rate steigt rasant.

Umfassender Insektenschutz wird zur Vermeidung von Malaria empfohlen. Das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs bietet ausführliche Informationen zu den gängigen Infektionskrankheiten auf Reisen (wie Malaria, Denguefieber, Chikungunyafieber, Cholera, Hepatitis und andere).

Es kommt in verschiedenen Landesteilen immer wieder zum Ausbruch von Cholera und Typhus. Informationen zum Ebola Virus finden Sie auf den Homepages des Bundesministeriums für Gesundheit (Telefon-Infoline zu Ebola unter +43/50555555), des European Centre for Disease Prevention and Control und der WHO.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich.

Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Auf die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel, insbesondere Massentransportmittel, wie zum Beispiel Busse, etc. sollte verzichtet werden.

Es sind lediglich Taxis, die mit Registrierungsnummern versehen sind, oder Mietautos mit Fahrer der diversen Hotels zu empfehlen.

In Lagos und auf der Strecke zu und vom Flugplatz kommt es häufig zu Verkehrsstaus, weshalb man einer erhöhten Gefahr ausgesetzt ist überfallen und ausgeraubt zu werden.

Bei Autofahrten sind neben dem österreichischen Führerschein auch der internationale Führerschein und die Zulassung sowie ein "Carnet de Passage" mitzuführen. Von der Polizei muss eine Fahrerlaubnis ausgestellt werden.

Die Sicherheit im Straßenverkehr ist schlecht, da die Autos, Busse und Minibusse häufig in schlechtem Zustand und überladen sind, und das Fahrverhalten generell äußerst riskant ist. Die Missachtung der Verkehrsregeln durch viele Verkehrsteilnehmer bildet ein Risiko. Bei Unfällen kann es zu Repressalien und Vergeltungsmaßnahmen der Bevölkerung kommen, auch in Abuja. Fahrten bei Dunkelheit sollten wegen Überfallgefahr sowie teils katastrophaler Straßenzustände grundsätzlich vermieden werden. Energieknappheit (Benzin, Diesel und Elektrizität) erschwert eine zuverlässige Reiseplanung. Die Straßen sind während der Regenzeit häufig schwer passierbar: im Süden von April bis Oktober, im Norden von Mai bis September.

Vorsicht ist bei Fahrzeugkontrollen geboten, da diese oft von Straßenräubern in Polizeiuniformen durchgeführt werden und dem Zweck der Plünderung dienen.

Im Hinblick auf die Flugsicherheitsstandards der meisten Inlandslinien, welche europäischen Maßstäben nicht entsprechen, wird angeraten, vor Abflug die aktuellen Empfehlungen ihrer Kontakte in Nigeria zu beachten. Die Sicherheit und Wartung nigerianischer Flugzeuge entspricht nicht internationalem Standard. Es kommt immer wieder zu schweren Flugzeugunfällen.

Klima:

Tropisches feucht-heißes Klima im Süden, im Norden eher trocken und sehr heiß, ohne Jahreszeiten im eigentlichen Sinn. Es gibt nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit.

Im Süden dauert die Regenzeit von Mai bis Anfang November; trockener Wüstenwind (Harmattan) in den Monaten Dezember bis Februar.

Der öffentliche Umgang mit Frauen wird in den islamischen Regionen als sittlich verwerflich angesehen bzw. ist untersagt.

Es besteht striktes Alkoholverbot.

Homosexualität ist im ganzen Land ein Tabu. Bekennende Homosexuelle müssen mit Repressionen rechnen. Homosexuelle Handlungen können mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft werden.

Nigeria ist Ausgangspunkt für Internet- Betrugsversuche. Faxe, Briefe oder E-Mails stellen eine unerwartete Erbschaft oder einen beabsichtigten Geldtransfer unter lukrativer Beteiligung in Aussicht. Dem Opfer wird glaubhaft gemacht, ein enormes Vermögen verdienen zu können, Gegenleistung gibt es nicht. Ebenso treten Phantomfirmen mit betrügerischen Vorschlägen an ausländische Geschäftsleute heran. In derartigen Fällen ist eine Kontaktnahme mit dem AußenwirtschaftsCenter Lagos empfehlenswert.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

  1. Abuja
  2. Kaduna


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


Abuja

Botschaft
Plot 9, Usuma Street, Maitama - Abuja

Telefon:
(+234) 929 15 465

Leitung:
SENFTER Werner | ao. und bev. Botschafter

Amtsbereich:
Äquatorialguinea, Benin, Gabun, Ghana, Kamerun, Nigeria, São Tomé und Príncipe, Togo, Tschad, Zentralafrikanische Republik

Parteienverkehr:
Mo 09.00 - 12.00     Di 09.00 - 12.00     Mi 09.00 - 12.00     Do 09.00 - 12.00    


Abuja

Ständige Vertretung bei ECOWAS
Plot 9, Usama Street, Maitama - Abuja

Telefon:
(+234) 929 15 465


Abuja

Konsularabteilung
Plot 9, Usuma Street, Maitama - Abuja

Mobil:
(+234) 706 41 83 226


Kaduna

Honorarkonsulat
3A, Kinkino road, G.R.A. Kaduna

Mobil:
(+234) 705 7000 700
(+234) 808 7000 700

Leitung:
HUFNAGL Hermann | Honorarkonsul

Konsularbezirk:
Kaduna, Adamawa, Bauchi, Benue, Borno, Gombe, Jigawa, Kano, Katsina, Niger, Plateau, Sokoto und Yobe

Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
Notpassausstellung vor Ort
Visabefugnis

Botschaft der Bundesrepublik Nigeria | Ständige Vertretung der Bundesrepublik Nigeria bei den Internationalen Organisationen in Wien

Botschaft der Bundesrepublik Nigeria

Rennweg 25, Postfach 183, 1030 Wien

Telefon:
(+43 (1)) 712 66 86
Telefax:
(+43 / 1) 714 14 02

Parteienverkehr:
Mo - Fr 09:00 - 17:00

Ständige Vertretung der Bundesrepublik Nigeria bei den Internationalen Organisationen in Wien

Rennweg 25, Postfach 183, 1030 Wien

Telefon:
(+43 (1)) 712 66 86
Telefax:
(+43 / 1) 714 14 02

Parteienverkehr:
Mo - Fr 09:00 - 17:00

Basisdaten

  • Hauptstadt
    Abuja
  • Int. Kennzeichen
    NG
  • Sprache
    Englisch, einheimische Sprachen
  • Fremdsprachen
    Französisch
  • Währung
    1 Naira (NGN) = 100 Kobo
  • Elektrischer Strom
    230 Volt, 50 Hertz, Steckerform BSS

 

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