Flag Nigeria Nigeria (Bundesrepublik Nigeria)

Stand 21.02.2018 (Unverändert gültig seit: 02.02.2018)

Partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5)

Vor Reisen in die nordöstlichen Bundesstaaten Adamawa, Borno, Gombe und Yobe wird wegen häufiger Selbstmordanschläge ausdrücklich gewarnt. Aufgrund häufiger Entführungen und Raubüberfälle wird zudem vor Reisen in das Niger-Delta und die vorgelagerten Küstengebiete sowie einige nördliche Bundesstaaten gewarnt.

Diese Warnung betrifft insbesondere folgende Bundesstaaten: Abia, Akwa Ibom, Anambra, Bauchi, Bayelsa, Cross River, Delta, Ebonyi, Enugu, Imo, Jigawa, Kaduna, Kano, Katsina, Kogi, Nasarawa, Plateau, Rivers und Zamfara.

Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) in den übrigen Landesteilen

Die Kriminalität ist sehr hoch. Das Risiko von Entführungen mit Lösegeldforderungen oder bewaffneten Überfällen, manchmal auch mit Todesfolge, ist groß. Ausgänge bei Dunkelheit sind zu vermeiden. Es wird empfohlen, nur dringend erforderliche Einzelreisen anzutreten. Autofahrten sollten mit ortskundigen und zuverlässigen, möglichst persönlich bekannten und einheimischen Personen durchgeführt werden, vorzugsweise im Konvoi.

In vielen Regionen muss auch bei Tag mit Überfällen gerechnet werden. Es kommt immer wieder vor, dass sich Verbrecher als Polizisten tarnen. Für erforderliche Reisen ins Landesinnere wird die Verwendung von Sicherheitsfirmen empfohlen. In vielen Landesteilen kommt es regelmäßig zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen verschiedenen Ethnien, politischen Gruppierungen, aber auch zwischen Militär und Polizeikräften.

Neben dem Norden des Landes war auch Abuja wiederholt Ziel von Sprengstoffanschlägen. Potentielle Anschlagsziele in Abuja sind Hotels, internationale Organisationen, Märkte, Einkaufszentren und religiöse Einrichtungen. Es wird angeraten, öffentliche Plätze und Menschenansammlungen im ganzen Land zu meiden.

Von der Verwendung des Landweges Lagos-Abuja wird ausdrücklich abgeraten, die Benützung von Flugzeugen wird dringend empfohlen. Die Abholung vom Flughafen sollte durch Bekannte erfolgen. Im Golf von Guinea werden immer wieder Schiffe, vor allem Frachter und Tanker, überfallen und die Besatzungsmitglieder als Geiseln genommen oder entführt.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen. In Not geratenen österreichischen Staatsbürgern kann nur in eingeschränktem Umfang konsularische Hilfe geleistet werden.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Botschaft der Bundesrepublik Nigeria
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Der Reisepass muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein.
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
  • Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können. Eine Einladung einer in Nigeria wohnhaften Person oder einer Behörde ist Voraussetzung für die Visaerteilung.
  • Die Vorlage eines internationalen Impfpasses bei Ein- und Ausreise ist unbedingt erforderlich. Insbesondere wird der Nachweis eines vorhandenen Impfschutzes gegen Gelbfieber kontrolliert (siehe auch Kapitel „Gesundheit & Impfungen).
  • Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

Die Einfuhr von Fleisch (Rind, Schwein, Huhn, etc.) und anderer Lebensmittel ist verboten.

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von NGN 5.000 erlaubt. Die Ein- und Ausfuhr von Währungsbeträgen über einem Gegenwert von USD 5.000 ist anmeldepflichtig. Euro werden zumindest in den großen Städten akzeptiert, es empfiehlt sich die Mitnahme von Euro und Dollar in bar. Travellerschecks werden eher selten akzeptiert, Kreditkarten sollten nur mit äußerster Vorsicht benützt werden.

Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Dazu gehören für Personen ab 18 Jahren auch wahlweise 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 200 Gramm Tabak sowie 1 Liter Wein und 1 Liter Spirituosen (zollpflichtig); ebenso Geschenke bis zu einem Wert von NGN 50.000,-. Die Einfuhr von Lebensmitteln (auch Getränken!) ist verboten. Die Einfuhr von Juwelen ist – um Probleme bei der Ausfuhr zu vermeiden – anmeldepflichtig. Die Ausfuhr von nigerianischen Kunstgegenständen ist nur mit besonderer Genehmigung erlaubt.

Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Für Reisende, die aus einer Region mit Gelbfieberrisiko kommen, ist bei Einreise der Nachweis eines Impfschutzes (internationaler Impfpass) vorgeschrieben. Das Erfordernis eines Impfschutzes gegen Gelbfieber wird nach vorliegenden Informationen bei allen Reisenden kontrolliert. Auch von der WHO wird generell ein Gelbfieber-Impfschutz für Reisende über einem Jahr empfohlen.

Zur Vermeidung von Malaria wird umfassender Insektenschutz empfohlen. Es kommt in verschiedenen Landesteilen immer wieder zum Ausbruch von Cholera und Typhus. Informationen zu erforderlichen Reiseimpfungen erhalten Sie auch beim Öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs bzw. bei tropenmedizinischen Instituten. Informationen zum Ebola Virus finden Sie auf der website des European Centre for Disease Prevention and Control.

Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Gemüse angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Nur der Konsum von Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, Verbandsmaterial und Injektionsnadeln, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Auf die Gefahr von Giftschlangen wird hingewiesen. Anti-Seren sind oftmals nicht in den öffentlichen Spitälern vorrätig und werden deshalb bei organisierten Reisen ortsansässiger Ausländer standardmäßig mitgeführt. Geschlechtskrankheiten und HIV/AIDS sind weit verbreitet.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Auf die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel, insbesondere Massentransportmittel, wie zum Beispiel Busse, etc. sollte verzichtet werden.

Es sind lediglich Taxis, die mit Registrierungsnummern versehen sind, oder Mietautos mit Fahrer der diversen Hotels zu empfehlen.

In Lagos und auf der Strecke zu und vom Flugplatz kommt es häufig zu Verkehrsstaus, weshalb man einer erhöhten Gefahr ausgesetzt ist überfallen und ausgeraubt zu werden.

Bei Autofahrten sind neben dem österreichischen Führerschein auch der internationale Führerschein und die Zulassung sowie ein "Carnet de Passage" mitzuführen. Von der Polizei muss eine Fahrerlaubnis ausgestellt werden.

Die Sicherheit im Straßenverkehr ist schlecht, da die Autos, Busse und Minibusse häufig in schlechtem Zustand und überladen sind, und das Fahrverhalten generell äußerst riskant ist. Die Missachtung der Verkehrsregeln durch viele Verkehrsteilnehmer bildet ein Risiko. Bei Unfällen kann es zu Repressalien und Vergeltungsmaßnahmen der Bevölkerung kommen, auch in Abuja. Fahrten bei Dunkelheit sollten wegen Überfallgefahr sowie teils katastrophaler Straßenzustände grundsätzlich vermieden werden. Energieknappheit (Benzin, Diesel und Elektrizität) erschwert eine zuverlässige Reiseplanung. Die Straßen sind während der Regenzeit häufig schwer passierbar: im Süden von April bis Oktober, im Norden von Mai bis September.

Vorsicht ist bei Fahrzeugkontrollen geboten, da diese oft von Straßenräubern in Polizeiuniformen durchgeführt werden und dem Zweck der Plünderung dienen.

Im Hinblick auf die Flugsicherheitsstandards der meisten Inlandslinien, welche europäischen Maßstäben nicht entsprechen, wird angeraten, vor Abflug die aktuellen Empfehlungen ihrer Kontakte in Nigeria zu beachten. Die Sicherheit und Wartung nigerianischer Flugzeuge entspricht nicht internationalem Standard. Es kommt immer wieder zu schweren Flugzeugunfällen.

Klima:

Tropisches feucht-heißes Klima im Süden, im Norden eher trocken und sehr heiß, ohne Jahreszeiten im eigentlichen Sinn. Es gibt nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit.

Im Süden dauert die Regenzeit von Mai bis Anfang November; trockener Wüstenwind (Harmattan) in den Monaten Dezember bis Februar.

Der öffentliche Umgang mit Frauen wird in den islamischen Regionen als sittlich verwerflich angesehen bzw. ist untersagt.

Es besteht striktes Alkoholverbot.

Homosexualität ist im ganzen Land ein Tabu. Bekennende Homosexuelle müssen mit Repressionen rechnen. Homosexuelle Handlungen können mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft werden.

Nigeria ist Ausgangspunkt für Internet- Betrugsversuche. Faxe, Briefe oder E-Mails stellen eine unerwartete Erbschaft oder einen beabsichtigten Geldtransfer unter lukrativer Beteiligung in Aussicht. Dem Opfer wird glaubhaft gemacht, ein enormes Vermögen verdienen zu können, Gegenleistung gibt es nicht. Ebenso treten Phantomfirmen mit betrügerischen Vorschlägen an ausländische Geschäftsleute heran. In derartigen Fällen ist eine Kontaktnahme mit dem AußenwirtschaftsCenter Lagos empfehlenswert.

Haftungsausschluss: Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen übernimmt. Für allenfalls eintretende Schäden kann keine Haftung übernommen werden.

  1. Abuja
  2. Kaduna


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


Abuja

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(+234) 929 15 465

Leitung:
SENFTER Werner | ao. und bev. Botschafter
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Äquatorialguinea, Benin, Gabun, Ghana, Kamerun, Nigeria, São Tomé und Príncipe, Togo, Tschad, Zentralafrikanische Republik

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Mo 09.00 - 12.00     Di 09.00 - 12.00     Mi 09.00 - 12.00     Do 09.00 - 12.00    


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(+234) 705 7000 700
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Kaduna, Adamawa, Bauchi, Benue, Borno, Gombe, Jigawa, Kano, Katsina, Niger, Plateau, Sokoto und Yobe

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Botschaft der Bundesrepublik Nigeria | Ständige Vertretung der Bundesrepublik Nigeria bei den Internationalen Organisationen in Wien

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Basisdaten

  • Hauptstadt
    Abuja
  • Int. Kennzeichen
    NG
  • Sprache
    Englisch, einheimische Sprachen
  • Fremdsprachen
    Französisch
  • Währung
    1 Naira (NGN) = 100 Kobo
  • Elektrischer Strom
    230 Volt, 50 Hertz, Steckerform BSS

 

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