Flagge Libanon Libanon (Libanesische Republik)

Stand 01.10.2016 (Unverändert gültig seit: 13.06.2016)

Im April 2016 sind im Libanon in der Nähe von Baalbek Fälle der Vogelgrippe H5N1 festgestellt worden. Die lb. Behörden sind bemüht, die Ausbreitung der sehr ansteckenden Krankheit einzudämmen. Es wird empfohlen, im Raum Baalbek auf den Besuch von Märkten und Souks zu verzichten, den direkten Kontakt zu möglicherweise infizierten Tieren zu vermeiden und sicherzustellen, dass Geflügelprodukte (Eier, Fleisch, Innereien) vor dem Verzehr sehr gut durchgegart sind.

Die Bombenanschläge vom 12.11.2015 in Bourj al Barajneh (südlicher Stadtteil Beiruts) und 12.06.2016 in Verdun/Beirut zeigen, dass im gesamten Land nach wie vor mit Terroranschlägen - auch gegen westliche Ausländer und Einrichtungen, wie internationale Hotels, Einkaufszentren, Restaurants - zu rechnen ist.

In der nördlichen Bekaa-Ebene, entlang der Grenze zu Syrien kommt es seit August 2014 immer noch zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Lebanese Armed Forces und verschiedenen bewaffneten Terrororganisationen. Die Stadt Arsal ist seit August 2014 militärisches Sperrgebiet und für Außenstehende nicht zugänglich. Mit weiteren Kampfhandlungen ist zu rechnen. In Tripoli gibt es vereinzelt Sympathiebekundungen für den IS.

Partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5): Vor Reisen in folgende Gebiete wird aufgrund möglicher Kampfhandlungen, Anschläge oder Entführungsgefahr gewarnt:

  • Das gesamte libanesisch-syrische Grenzgebiet
  • Südbeirut
  • Südlibanon (Provinzen Südlibanon und Nabatiye)
  • Bekaa-Ebene
  • Region Tripoli und Akkar, vor allem in der Nähe der Palästinenserlager Nahr al Bared und Bedawi

Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) im Rest des Landes! Von nicht unbedingt notwendigen Reisen wird abgeraten, insbesondere nach

  • Saida (Sidon)
  • Sämtliche Palästinenserlager und deren Umgebung. Die libanesischen Sicherheitskräfte sind in keinem der palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon präsent und können die Sicherheit dort nicht gewährleisten.
  • Gebiete südlich des Flusses Litani

Entführungen sind im Libanon eine weit verbreitete Praxis. Die Sicherheitslage ist im ganzen Land sehr angespannt. Demonstrationen und Ausschreitungen sind nicht auszuschließen. Landesweit sind seit 2012 viele illegale Straßenblockaden errichtet worden, die ein Sicherheitsrisiko darstellen und zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen können.

Bei  Reisen in den Libanon wird zu besonderer Vorsicht und einer sorgfältigen Reiseplanung geraten. Bereiten Sie Ihre Reise insbesondere durch Einholen möglichst aktueller Informationen sehr sorgfältig vor und überprüfen sie diese während des Aufenthaltes. Es wird empfohlen, Medienberichte laufend zu verfolgen. Österreichischen Staatsbürgern, die vor einer als notwendig erachteten Reise in den Libanon stehen, wird empfohlen, sich auch in Fragen der Sicherheitslage eng mit den jeweiligen libanesischen Geschäftspartnern oder der einladenden Familie abzusprechen. Informieren Sie sich über die Auslandsservice-App auf Ihrem Smartphone.

Größere Menschenansammlungen bzw. Demonstrationen und Straßenblockaden sollten unbedingt gemieden werden.

Vorsicht ist bei sogenannten „Freudenfeuern“ geboten. Im Rahmen von politischen Kundgebungen, Demonstrationen, Hochzeiten, Ferienbeginn, aber auch bei Begräbnissen, werden mit automatischen Gewehren Schusssalven in die Luft abgefeuert. Die wieder zum Boden zurückfallenden Geschosse können neben Sachschäden auch schwere Verletzungen verursachen, weshalb der Aufenthalt im Freien (auch auf Balkonen und Terrassen) sowie in geschlossenen Räumen in der Nähe von Fenstern bis ca. 5-10 Minuten nach Ende der Salven zu vermeiden ist (Unterstellen unter Dächern und Vorbauten, Verbleiben in Häusern und Wohnungen).

In dringenden konsularischen Fällen ist die Botschaft außerhalb der Dienstzeiten unter der Nummer +961-3959765 erreichbar.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Botschaft der Libanesischen Republik. Derzeit ist es jedoch auch möglich, eine Einreiseerlaubnis direkt am Flughafen in Beirut oder bei Anreise auf dem Landweg an den syrisch-libanesischen Hauptgrenzübergängen zu erhalten. (Achtung: Diese Einreiseerleichterung gilt nur für gewöhnliche Reisepässe und kann jederzeit ohne besondere Ankündigung wieder aufgehoben werden). 
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens 6 Monate bei Einreise.
  • Cremefarbiger Notpass: Wird nicht akzeptiert.
  • Sonstiges: Ein israelisches Einreisevisum bzw. ein israelischer Einreisestempel im österreichischen Reisepass stellen im Libanon nicht nur einen Einreiseverweigerungsgrund, sondern unter Umständen auch einen umgehenden Haftgrund dar.
    Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.

Antiquitäten benötigen eine Ausfuhrgenehmigung.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Im Zusammenhang mit dem grenzüberschreitenden Flüchtlingsstrom aus Syrien besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Übergriffs des Poliovirus auf Nachbarstaaten von Syrien, insbesondere in unterversorgte Gegenden. Reisen in Länder des Nahen Ostens sollten jedenfalls geimpft unternommen werden.

Auf Grund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht in jeder Hinsicht dem europäischen Standard.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist zu achten. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Einleitend ist zu bemerken, dass Fahrten mit dem eigenen Auto auf dem Landweg aus oder nach Syrien bzw. Israel derzeit wegen des Bürgerkriegs in Syrien und der dort herrschenden Sicherheitslage extrem gefährlich bzw. wegen der geschlossenen Grenze („Blue line“) zu Israel unmöglich sind.

Bei Autofahrten sind der internationale Führerschein in Kombination mit einem österreichischen Führerschein sowie die Zulassung mitzuführen. Eine für den Libanon gültige Haftpflichtversicherung ist notwendig. Touristen mit einem Visum für den Libanon erhalten bei Einreise mit dem PKW für einen Aufenthalt von bis zu 6 Monaten beim Grenzübertritt eine rote Genehmigung zur temporären Einfuhr des PKWs für drei Monate, welche für nochmals drei Monate verlängert werden kann. Für Aufenthalte von über 6 Monaten ist für die Einfuhr des PKWs ein Triptik erforderlich.

Im Winter ist oberhalb von 1.000 Metern mit Schnee zu rechnen, weshalb eine gute Winterbereifung und mitunter auch Schneeketten erforderlich sind.

Kaum öffentliche Verkehrsmittel, es empfiehlt sich die Benutzung von Taxis (Preis vorher aushandeln). Im Hinblick auf die sich in jüngster Zeit häufenden Raub-Überfälle durch Kriminelle, die sich „falscher“ Taxis bedienen, wird angeraten, die Taxi Bestellung per Telefon vorzunehmen und von der Benützung von Sammeltaxis („Service“) Abstand zu nehmen.

Subtropisches Klima entlang der Küste mit warmen bis heißen Sommern und hoher Luftfeuchtigkeit. Im Landesinneren angenehm warme Sommer, kalte Winter.

Gleichgeschlechtliche Beziehungen bzw. sexuelle Handlungen sind im Libanon strafrechtlich verboten. Ebenso sind sexuelle Handlungen mit Minderjährigen illegal.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

  1. Beirut
  2. Saida


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


Beirut

Botschaft
Tabaris 812 Bldg., 8 th floor, Avenue Charles Malek, Tabaris - Achrafieh, Beirut 2071-1606

Telefon:
(+961 / 1) 21 30 17 (Amt)
(+961 / 1) 21 30 52 (Amt)
Telefax:
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Leitung:
WRBA Marian | ao. und bev. Botschafter

Amtsbereich:
Libanon

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Mo 08.30 - 13.00     Di 08.30 - 13.00     Mi 08.30 - 13.00     Do 08.30 - 13.00     Fr 08.30 - 13.00    


Saida

Honorarkonsulat
Saida, Eliya Place, Dandashli Bldg. 5th floor

Telefon:
(+961) 7 75 32 10
(+961) 7 75 32 11
Telefax:
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Leitung:
FATTAL Khalil | Honorarkonsul

Konsularbezirk:
Mohafazat Liban-Sud, Nabatieh

Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
Notpassausstellung vor Ort
Visabefugnis

Parteienverkehr:
Fr 10.00 - 12.00    

Botschaft der Libanesischen Republik | Ständige Vertretung der Libanesischen Republik bei den Internationalen Organisationen in Wien

Botschaft der Libanesischen Republik

Oppolzergasse 6/3, 1010 Wien

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Ständige Vertretung der Libanesischen Republik bei den Internationalen Organisationen in Wien

Oppolzergassse 6/3, 1010 Wien

Telefon:
(+43 / 1) 533 88 21 - 22
Telefax:
(+43 / 1) 533 49 84

Parteienverkehr:
Mo - Fr 09.00 - 15.00

Vertrauensarzt Dr. Sami KAWAS

Institution:
Doctor Center Building, 2nd floor
Straße:
Cairo Street (near American University Hospital)
Stadt:
Beirut

Telefon:
(+961/1) 74 44 40
Mobil:
(+961/3 87 56 87
E-Mail:

Arbeitsgebiet:
Allgemeinmedizin, Familienmedizin
Sprachkenntnisse:
Englisch, Französisch, Schwedisch, Arabisch

Vertrauensanwalt Maître Antoine BOU FAYAD

Straße:
P.O.Box 165132, Rue Mar Maroun, Rahal Building, Horch Tabet, Sin-el-Fil
Stadt:
Beirut LB

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(+961/1) 48 70 45
Telefax:
(+961/1) 48 70 46
Mobil:
(+961/3) 66 90 36

Arbeitsgebiet:
Zivil- und Strafrecht, Verwaltungs- und Handelsrecht
Sprachkenntnisse:
Arabisch, Französisch, Englisch

Vertrauensanwältin Maître Stella May SULTAN

Straße:
P.O.Box 11-282; Rue Michel Chiha - Kantari, Immeuble Sahmarani
Stadt:
Beirut LB

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(+691/1) 37 22 29
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(+961/1) 37 26 58
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(+961/3) 24 15 98

Arbeitsgebiet:
Zivil- und Strafrecht
Sprachkenntnisse:
Arabisch, Französisch, Englisch

Basisdaten

  • Hauptstadt
    Beirut
  • Int. Kennzeichen
    LB
  • Sprache
    Arabisch
  • Fremdsprachen
    Französisch, Englisch
  • Währung
    1 libanesisches Pfund (LBP) = 100 Piastres
  • Zeitunterschied zu MEZ
    +1 h
  • Elektrischer Strom
    220 Volt

 

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