Flag Kolumbien Kolumbien (Republik Kolumbien)

Stand 23.05.2017 (Unverändert gültig seit: 19.04.2017)

In Mocoa im Südwesten Kolumbiens, Provinz Putumayo, kam es zuletzt aufgrund der starken Regenfälle zu einem verheerenden Erdrutsch, der bislang über 250 Menschenleben gefordert hat. Seitens der Regierung wurde lokal der Notstand ausgerufen. Reisende werden ersucht, die Region weiträumig zu meiden und die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen.

Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) in bestimmten Regionen.

Von nicht unbedingt notwendigen Reisen - insbesondere auf dem Landweg - in nachfolgende Regionen wird dringend abgeraten:

  • Die Departements Putumayo, Arauca, Caquetá, Guaviare, Guainía, Vichada und Norte de Santander (außer den Hauptstädten der genannten Departements) • Das Departement Cauca (außer der Hauptstadt Popayán und der Strasse zwischen der historischen Ruinen von San Agustín in Huila und Popayán).
  • Das Departement Chocó (außer seiner Hauptstadt Quibdó, dem Nationalpark zur Wal-Schau in Nuquí und Bahia Solano und dem Badeort Capurganá) • Das Departement Nariño (außer der Hauptstadt Pasto und dem Grenzübergang Ipiales).
  • Das Departement Meta (außer seiner Hauptstadt Villaviciencio und der Tourismusregion Caño Cristales: Besucher, die nach Caño Cristales fahren wollen, sollten die Reise durch eine vertrauenswürdige Tourismusagentur organisieren lassen und mit dem Flugzeug zur Stadt La Macarena fliegen)
  • Die Grenzregion zu Venezuela in den Departements La Guajira, César und Boyacá sollte sowohl wegen des hohen Sicherheitsrisikos als auch der immer wieder verfügten Grenzschließungen, die zu Unruhen führen können, vermieden werden.
  • Ländliche Regionen in Nordantioquia, Süd-Córdoba, der Südliche Teil des Valle del Cauca und Süd-Bolívar.

Hauptstraßen sind im allgemeinen tagsüber relativ sicher zu befahren; Nachtfahren sollte vermieden werden.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 2) im Rest des Landes.

Die Sicherheitssituation in Kolumbien hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert und ist in den meisten Großstädten (insbesondere in Bogotá, Medellín und Cali) mit der in anderen lateinamerikanischen Metropolen vergleichbar. Kriminalität und das Gewaltniveau können auch in den größeren Städten je nach Stadtviertel sehr variieren. Vor Besuch bestimmter Stadtteile (z.B. im Süden Bogotas) sollten Sicherheitsinformationen eingeholt werden.

Es kommt weiterhin zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften und illegalen Gewaltgruppen. Reisende in entlegene Landesteile sollten sich über die aktuelle Sicherheitssituation informieren.

Touristisch organisierte Reisen nach San Agustín im Departement Huila sind tagsüber mit einer örtlichen Reiseleitung auf den militärisch gesicherten Hauptanreisewegen durchführbar. Der Besuch der Verlorenen Stadt (Ciudad Perdida) in der Sierra Nevada (Nähe von Santa Marta) ist nur durchführbar, wenn er von einer renommierten lokalen Agentur organisiert ist. Von Individualtouren wird aufgrund der hohen Kriminalität dringend abgeraten.

In allen größeren Städten ist besondere Vorsicht nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Einsame Straßen und Viertel, insbesondere am Stadtrand, sollten gemieden werden. Bei bewaffneten Überfällen sollte kein Widerstand geleistet werden. Bargeldbehebungen an Geldautomaten sollten nur tagsüber und an sicheren Orten (z.B. Einkaufszentren und Banken) erfolgen. Nehmen Sie wegen der Gefahr von K.O. Tropfen keine Speisen und Getränke von Fremden an.

Es wird empfohlen, keinen Schmuck zu tragen, Geld nur in kleineren Beträgen und Ausweise nur in Kopien mitzunehmen. Bei Notfällen wählen Sie 123 (Polizeinotruf allgemein) oder 165 (GAULA - bei Entführungen und Erpressungen). Auf der Homepage der Polizei (nur spanisch) ist eine App downloadbar, mittels derer die nächste Polizeidienststelle erreicht werden kann.

Taxis sollten generell nicht auf der Straße angehalten werden, sondern nur über entsprechende Taxidienste (mit Bekanntgabe der Kennzeichennummer und eines Reservierungscodes) bestellt werden. Andernfalls laufen Sie Gefahr, Opfer einer Express-Entführung zu werden, bei der die Täter Kreditkarten samt PIN-Nummern abpressen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben.

Insbesondere an den wichtigsten Feiertagen und an den Wochenenden werden die Straßenverbindungen zwischen den wichtigsten Städten durch Polizei und Militär gesichert und sollten auch nur dann befahren werden. Von Nachtfahrten (auch mit Bussen) wird wegen der erhöhten Unfall- und Überfallgefahr im ganzen Land dringend abgeraten. Auf Fahrten als Anhalter sollten Sie unbedingt verzichten. Auch sollten Anhalter grundsätzlich nie mitgenommen werden.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit erhöhtem oder hohen Sicherheitsrisiko begibt, muss sich dieser Gefährdung bewusst sein. Es wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genau zu informieren und diese auch während des Aufenthaltes, z.B. über die lokalen Medien, regelmäßig zu überprüfen.  

  • Visumpflicht: Nein, für gewöhnliche Reisepässe (touristische Zwecke); Ja, für Dienst- und Diplomatenpässe (außer für touristische Reisen)
    Für Aufenthalte aus anderen als touristischen Gründen (z.B. für Dreharbeiten, Studium, NGO-Aktivitäten, Eheschließung etc.) ist ein Visum erforderlich.
  • Visum erhältlich: Botschaft der Republik Kolumbien in Wien
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens 6 Monate bei der Einreise (zwei freie Seiten im Pass)
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
  • Sonstiges: Bei der Einreise wird die Länge des Aufenthaltes im Reisepass vermerkt (bis zu 90 Tage). In seltenen Fällen entspricht die genehmigte Aufenthaltserlaubnis („Permiso de ingreso“ aufgrund des „decreto 4000“) aber nicht der gewünschten Aufenthaltsdauer gemäß Rückflugticket. Nähere Informationen finden Sie auf der Website des kolumbianischen Außenministeriums.
    Bei Ein- oder Ausreise über ein anderes südamerikanisches Land wird derzeit der Nachweis einer bestehenden Gelbfieberimpfung verlangt (die Impfung muss mindestens 10 Tage vor Reiseantritt durchgeführt worden sein, das Impfzeugnis ist 10 Jahre lang gültig), ansonsten ist ein Grenzübertritt nicht gesichert.
    Minderjährige, die auch die kolumbianische Staatsangehörigkeit besitzen oder eine Aufenthaltsgenehmigung für Kolumbien haben, müssen bei der Ausreise aus Kolumbien neben Rückflugticket und Einreisevisum für das Zielland unbedingt eine von einem kolumbianischen Notar beglaubigte Ausreiseerlaubnis (permiso de salida) des nicht mitreisenden Elternteils bzw. Obsorgeberechtigten vorlegen, die nicht älter als 90 Tage sein darf. Das  Antragsformular kann hier heruntergeladen werden.Bei der Ausreise vom internationalen Flughafen in Cali muss zusätzlich zu den oben angeführten Dokumenten auch noch eine Kopie des kolumbianischen Personalausweises (cedula) der Eltern vorgelegt werden. Zusätzlich wird oft auch eine mit Apostille versehene Geburtsurkunde (mit Übersetzung ins Spanische, sofern erforderlich) verlangt. Im Ausland wird die Ausreiseerlaubnis generell vom kolumbianischen Konsulat ausgestellt und beglaubigt. Sollte die Ausreiseerlaubnis von einem Notar verfaßt und ausgestellt werden, muss sie zusätzlich mit einer Apostille versehen sein. Bei unterschiedlicher Namensgebung wird  eine von den Obsorgeberechtigten unterschriebene und beglaubigte Vollmacht empfohlen. Es wird weiters empfohlen, sich vor einer Reise mit Minderjährigen beim kolumbianischen Konsulat zu informieren.
    Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

Die Einfuhr von Landes- und Fremdwährung ist bis zu einem Gegenwert von 10.000 USD möglich. Beträge darüber sind am Bankweg oder über andere lizenzierte Firmen für Geldtransfers zu überweisen. Euro können bei Wechselstuben in Landeswährung umgetauscht werden. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Travellerschecks oder Kreditkarten (zu empfehlen sind Visa- und Mastercard). Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Pflanzen und tierischen Lebensmitteln ist verboten.

Die Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung ist bis zu einem Gegenwert von 10.000 USD möglich. Beträge darüber sind am Bankweg oder über andere lizenzierte Firmen für Geldtransfers zu überweisen. Die Ausfuhr von Antiquitäten und Wildtieren ist verboten.

Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen. Nähere Auskünfte finden Sie auch im Travel Centre der IATA.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

In den tropischen Gebieten sowie im Hochland (Bogotá auf 2600m) sollten vor allem in der Eingewöhnungsphase größere Belastungen des Körpers vermieden werden.

In Kolumbien ist das Zika – Virus aufgetreten. Schwangere, Personen mit Immunerkrankungen, schweren und chronischen Erkrankungen oder Personen, die mit Kindern reisen, sollen im Vorfeld der Reise medizinischen Rat betreffend Mückenschutz und anderen Vorbeugungsmaßnahmen einholen. Nähere Informationen sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit zu finden.

Das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs bietet ausführliche Informationen zu den gängigen Infektionskrankheiten auf Reisen (wie Malaria, Denguefieber, Chikungunya, Cholera, Hepatitis und andere).

Die Lage in den öffentlichen Krankenhäusern entspricht sowohl vom Hygienestandard als auch von der Ausrüstung her nicht dem europäischen Standard. Die Privatkliniken - vor allem in den Großstädten - weisen internationalen Standard auf. Die Versorgung mit Medikamenten ist allgemein ausgezeichnet. Apotheken in den Städten sind in ausreichender Zahl vorhanden. Prekär ist die Lage in Kleinstädten und auf dem Land.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten. Bei Straßenverkauf von Getränken sollte darauf geachtet werden, dass diese erst unmittelbar vor Konsumierung geöffnet werden. Leitungswasser ist in größeren Städten trinkbar, Trinkwasser ist in allen Geschäften erhältlich. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Für detaillierte Informationen zum Inhalt der Reiseapotheke wenden Sie Sich bitte an Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Öffentliche Verkehrsverbindungen: dichtes Inlandsflugnetz und Autobusverbindungen. Die Benutzung von PKWs für lange Überlandreisen wird aufgrund des unzureichenden Straßenzustandes und der gebirgigen Topographie sowie wegen des Sicherheitsrisikos abgeraten. Auch bei der Benutzung von Überlandbussen kann es zu sicherheitsbedingten Problemen kommen. In der niederschlagsreichen Jahreszeit kann es zu Behinderungen infolge von Erdrutschen kommen. Sicherstes Verkehrsmittel ist das Flugzeug. Bogota verfügt mit dem Schnellbusnetz "Transmilenio" über ein neues, relativ sicheres Transportmittel.

Laut Informationen des kolumbianischen Verkehrs- und Transportministeriums gilt für Touristen der ausländische (österreichische) Führerschein so lange, wie die Aufenthaltserlaubnis. Information zur Anerkennung des österreichischen Führerscheins können Sie ebenfalls auf dieser Website finden.

Klima:

Je nach Höhenlage ist das Klima tropisch-feucht bis gemäßigt-kühl, es gibt keine durch Temperaturschwankungen ausgeprägten Jahreszeiten. Die Küstengebiete, die großen Flusstäler, das Amazonasgebiet sowie die Tiefebenen des Ostens gehören zur tropisch-feuchten Klimazone (ungefähr von 800 bis 1000m Seehöhe), darüber ist das Klima gemäßigt bis kühl. Im Hochland kann die Temperatur nachts bis zum Nullpunkt sinken.

Für die Vulkane Galeras, Nevado del Huila und Nevado del Ruiz gilt Warnstufe „Gelb III - Änderung der vulkanischen Aktivitäten". Von Reisen zu den vorgenannten Vulkanen und in ihre Umgebung wird abgeraten. Anweisungen der örtlichen Behörden und Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden. Informationen über vulkanische Aktivitäten finden Sie hier

Nach schweren Regenfällen muss mit regionalen Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet werden. Aktuelle Informationen können der Website der kolumbianischen Behörde für nationalen Katastrophenschutz entnommen werden.

Es bestehen keine Strafgesetze gegen homosexuelle Handlungen. Das Schutzalter für weibliche und männliche Jugendliche liegt bei 14 Jahren. Homosexualität kann in manchen ländlichen Gegenden auf geringe Akzeptanz stoßen.

Der Besitz von Drogen - auch in geringen Mengen zum persönlichen Bedarf - wird streng bestraft. Wer wegen Drogenbesitzes verhaftet wird, muss mit hohen Gefängnisstrafen rechnen, die Haftbedingungen sind wesentlich härter als in Österreich. Gelegentlich werden Touristen als unwissende "Drogenschmuggler" eingesetzt. Nehmen Sie daher kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren Sie ab und zu den Inhalt ihres eigenen Gepäcks. Sollte die Polizei den Inhalt ihres Gepäcks kontrollieren, achten Sie darauf, dass ein unabhängiger Zeuge dabei ist.

Haftungsausschluss: Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen übernimmt. Für allenfalls eintretende Schäden kann keine Haftung übernommen werden.

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Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


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Institution:
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Arbeitsgebiet:
Allgemeinmedizin
Sprachkenntnisse:
Deutsch, Spanisch, Englisch

Basisdaten

  • Hauptstadt
    Bogotá
  • Int. Kennzeichen
    CO
  • Sprache
    Spanisch, Englisch
  • Fremdsprachen
    am ehesten Englisch
  • Währung
    1 kolumbianischer Peso (COP) = 100 Centavos
  • Zeitunterschied zu MEZ
    -6 h
  • Elektrischer Strom
    110 Volt, 50 Hertz, flachpolige Stecker (Zwischenstecker erforderlich)

 

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