Flag Kamerun Kamerun (Republik Kamerun)

Stand 20.11.2017 (Unverändert gültig seit: 24.10.2017)

In den englischsprachigen Regionen um die Städte Bamenda und Buea kommt es nach Streiks von Teilen der anglophonen Bevölkerung zu gewalttätigen Demonstrationen und Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften, die bereits mehrere Todesopfer und Verletzte gefordert haben. Reisende sollten die lokalen Medien verfolgen und Demonstrationen und größere Menschenansammlungen unbedingt meiden.

Partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5)

Vor Reisen in den Norden des Landes wird insbesondere aufgrund der Gefahr von Anschlägen durch die Terrororganisation Boko Haram gewarnt!

Vor nicht unbedingt notwendigen Reisen in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik und zum Tschad wird gewarnt. Das Risiko von Überfällen durch gewalttätige Straßenräuber sowie Entführungen ist besonders hoch. In den letzten Jahren wurden mehr als 20 ausländische Staatsangehörige im Norden des Landes entführt.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 2) im Rest des Landes.

Demonstrationen und politische Veranstaltungen sollten gemieden werden. Es empfiehlt sich, immer Ausweispapiere bei sich zu haben. Sie können Reisepass und Visum kopieren und die Kopie amtlich bei einer Polizeidienststelle beglaubigen lassen (Kosten: 1.000 CFA), die Kopie wird als gültiger Ausweis anerkannt.

Es wird angeraten, das Küstengebiet zwischen Kamerun und Nigeria um die Halbinsel Bakassi aufgrund fortdauernder Sicherheitsprobleme zu meiden. Im Golf von Guinea kommt es hauptsächlich vor der Küste Nigerias immer wieder zu Fällen von Piraterie. Schiffe, vor allem Frachter und Tanker, werden überfallen und die Besatzungsmitglieder als Geiseln genommen oder entführt.

In Douala und Yaoundé sind Fälle bekannt, wo KFZ-Halter zur Herausgabe ihrer Autos gezwungen wurden, weswegen die Türen immer verriegelt werden sollten. Fahrten sollten im Konvoi getätigt und bei Dunkelheit nach Möglichkeit gänzlich vermieden werden.

In den Großstädten sollte aufgrund hoher Straßenkriminalität nur wenig Bargeld mitgeführt werden, Dokumente sollten fotokopiert und gesondert von den Kopien aufbewahrt werden.

Vermeiden Sie in den Städten, nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs zu sein und erkundigen Sie sich in Ihrem Hotel nach der aktuellen Situation.

Bei Besuch der vulkanischen Seen im Westen Kameruns ist Vorsicht vor austretenden toxischen Gasen geboten.

Für Urlaubsreisen und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einer erhöhten Sicherheitsgefährdung begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Botschaft der Republik Kamerun  in Berlin bzw. Honorarkonsulat der Republik Kamerun in Wien (siehe Botschaft und Konsulat)
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens 6 Monate länger als das Visum
  • Cremefarbiger Notpass:  Wird nicht akzeptiert
  • Sonstiges:  Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nach- weisen können. Ein Internationaler Impfpass ist erforderlich, dieser wird bei Ein- und Ausreise streng kontrolliert. Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 20.000 CFA-Francs, die Mitnahme von Fremdwährung unbegrenzt erlaubt, jedoch meldepflichtig. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Euro in bar und von Visa-Kreditkarten. Der Umtausch von Traveller Cheques und anderer Devisen als Euro ist ausschließlich in wenigen Banken in Douala und Yaoundé gegen Gebühren von bis zu 30 % und mit einem Zeitaufwand von mehreren Stunden möglich. Euro werden völlig unkompliziert in jeder Bank spesenfrei zum Fixkurs in Francs CFA gewechselt, allerdings wird oft die Annahme von 5-Euro-Banknoten bzw. die Annahme abgenützter Euro-Scheine verweigert. Banken in den größeren Städten haben Geldautomaten, an denen man mit Visa-Karten Bargeld beheben kann – nicht jedoch mit der österreichischen Bankomatkarte! Als Zahlungsmittel werden Kreditkarten nur sehr vereinzelt in teuren Hotels akzeptiert.

Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 25.000 CFA-Francs erlaubt und bei Reisen in ein zur Franc-Zone gehörendes Land unbeschränkt möglich. Die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt.

Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen.

Nähere Auskünfte finden Sie auch im Travel Centre der IATA

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

 Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Nur der Konsum von Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich.

Auf die Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen sowie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Gemüse angeraten. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Für detaillierte Informationen zum Inhalt der Reiseapotheke wenden Sie Sich bitte an Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung.

Hygiene und Ausrüstung in den öffentlichen Krankenhäusern entsprechen nicht dem europäischen Standard. In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zum Ausbruch von Cholera. Hauptsächlich betroffen waren Douala und Umgebung sowie die Hauptstadt Yaoundé.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen zu erforderlichen Reiseimpfungen erhalten Sie auch beim Öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs bzw. bei tropenmedizinischen Instituten.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Bei Autofahrten sind der internationale Führerschein in Kombination mit einem österreichischen Führerschein und die Zulassung sowie eventuell ein "Carnet de Passage" mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden.

Kamerun verfügt im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern über ein gutes Straßennetz. Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht. Generell empfiehlt es sich, bei der Weiterreise in angrenzende Länder kurz vor geplanten Fahrten Erkundigungen einzuholen.

Besondere Vorsicht ist bei Taxifahrten nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Bei Benützung sogenannter Buschtaxis besteht erhöhte Unfallgefahr.

Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Im Süden ganzjährig heiß und feucht (nur stellenweise durch die Höhenlage gemildert) mit Regenzeit von Juni bis Oktober. Im Norden sehr heiße Trockenzeit von Februar bis Mai.

Homosexuelle Handlungen sind illegal.

Wegen der rasant steigenden AIDS-Rate wird von ungeschütztem Geschlechtsverkehr dringend abgeraten.

Das Fotografieren von militärischen Anlagen und staatlichen Einrichtungen ist verboten. Auch sonst ist es beim Fotografieren besser, Vorsicht walten zu lassen. Zum Filmen ist eine Sondererlaubnis erforderlich.

Haftungsausschluss: Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen übernimmt. Für allenfalls eintretende Schäden kann keine Haftung übernommen werden.



Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


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    Amtsbereich:
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    Basisdaten

    • Hauptstadt
      Yaoundé
    • Int. Kennzeichen
      CM
    • Sprache
      Französisch, Englisch, einheimische Sprachen
    • Fremdsprachen
      Französisch, Englisch
    • Währung
      1 CFA Franc (Äquatorial XAF) = 100 Centimes
    • Elektrischer Strom
      220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, Steckerform wie in Österreich

     

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