Flagge Jordanien Jordanien (Haschemitisches Königreich Jordanien)

Stand 09.12.2016 (Unverändert gültig seit: 21.10.2016)

Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) in den Grenzgebieten.

Von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die Grenzgebiete (und insbesondere zu den Grenzübergängen) zu Syrien und dem Irak, das sind die Gouvernements Irbid und Mafraq, wird abgeraten. An der Grenze zum Irak hat das jordanische Militär mobil gemacht. Da die Sicherheitslage im Irak instabil ist, wird vor Reisen auf dem Landweg in den Irak nach wie vor abgeraten. Aus Sicherheitsgründen wird von einem Aufenthalt in den Städten Zarqa und Ma’an abgeraten.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 2) in den übrigen Landesteilen. 

Die anhaltenden Kämpfe in Syrien und Irak haben die Sicherheitssituation in Jordanien verschlechtert. Es besteht die ernste Gefahr von Terroranschlägen und eine erhöhte Sicherheitsgefährdung insbesondere auch an Orten, die verstärkt von Ausländern frequentiert werden. Dies gilt umso mehr, weil Jordanien sich seit Anfang Februar 2015 im Kampf gegen die Terrororganisation ISIL/IS/Da’esh durch intensivierte Luftschläge exponiert hat.

Die Grenzübergänge zu Syrien sind geschlossen. Der Bürgerkrieg in Syrien wirkt sich direkt auf die Sicherheitssituation im Grenzgebiet aus, wo es immer wieder zu Gefechten und Raketenbeschuss kommt. Darüber hinausgibt es bisweilen, teils intensive Ausschreitungen in syrischen Flüchtlingslagern nahe der Grenze (Nähe Mafraq), vor allem auch gegen ausländische Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen. 

Auch Grenzübergänge zu anderen Nachbarländern, insbesondere zu Israel, stellen ein Gefahrenpotential dar. 

Im Jordantal (Gouvernements Balqa und Irbid) sowie im syrischen Grenzgebiet  (Gouvernements Irbid und Mafraq) gibt es noch vereinzelte Minenfelder von vergangenen kriegerischen Auseinandersetzungen. Respektieren Sie unbedingt die Absperrungen und informieren Sie sich im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden und der Bevölkerung.

Bei Demonstrationen und Streiks kann es auch zu gewalttätigen Zusammenstößen kommen. Daher wird geraten, sich grundsätzlich von Menschenansammlungen fernzuhalten. Solche Demonstrationen kommen gelegentlich auch in Wadi Musa (bei Petra) vor. Vor allem aber nach dem Freitagsgebet ist bisweilen mit spontanen Protestaktionen, teils mit gewaltsamen Ausschreitungen, in Amman und anderen Städten des Landes, allenfalls auch mit kurzfristigen Straßenblockaden von wichtigen Überlandstraßen (auch Desert Highway) zu rechnen. Aufgrund der Gefahr von Anschlägen gegen ausländische Ziele wird besondere Aufmerksamkeit im Nahebereich von Orten mit ausländischem Symbolcharakter (z.B. einschlägige Hotels)angeraten. Reisende sollten sich auch während einer Reise sorgfältig über die lokalen Verhältnisse informiert halten.

Diebstähle, besonders in der Altstadt von Amman, nehmen zu. Raubüberfälle sind eher selten. Sehenswürdigkeiten und größere Hotels werden von Sicherheitskräften bewacht. Beachten Sie dennoch die üblichen Vorsichtsmaßnahmen.

Allein reisenden Frauen wird erhöhte Vorsicht angeraten; es wird auch empfohlen, sich wenn möglich durch vertrauenswürdige Personen begleiten zu lassen oder offizielle Taxis zu benutzen.

Notruf für Polizei, Rettung und Feuerwehr: 911

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten oder hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Medien bzw. über Ihren Reiseveranstalter genauestens über die Sicherheitslage vor Ort zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja (ein Monat Aufenthalt)
  • Visum erhältlich:  Königlich Jordanische Botschaft in Wien (auch für mehrmalige Einreisen und längere Aufenthalte) oder an allen internationalen jordanischen Flughäfen sowie an den meisten Grenzübergängen (Visa für die einmalige Einreise), nicht jedoch am Grenzübergang Wadi Araba bei Aqaba.
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens 6 Monate bei Einreise
  • Cremefarbiger Notpass: Wird nicht akzeptiert.
  • Sonstiges: Reisende müssen die gesicherte Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können. Bei längeren Aufenthalten muss vor Ablauf des Visums bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle eine Verlängerung beantragt werden, ansonsten ist für jeden Tag der Überschreitung eine Verwaltungsgebühr zu zahlen. Für die Visumverlängerung muss ein Gesundheitszeugnis (AIDS-Test) vorgelegt werden.
    Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.
    Grenzübertritt zu Israel bzw. dem Westjordanland
    Am Grenzübergang Sheikh Hussein Bridge erhält man ein einmonatiges Visum für die Einreise, am Grenzübergang King Hussein/Allenby Bridge grundsätzlich nicht! Im Zweifelsfall sind die Einreisebestimmungen mit der Jordanischen Botschaft zu klären. Die Öffnungszeiten dieser Grenzübergänge werden von Zeit zu Zeit geändert. Personen, die beabsichtigen nach und von der Westbank zu reisen, müssen vor ihrer Abreise in Österreich von der israelischen Botschaft die entsprechenden Bewilligungen einholen. Die Genehmigung zur Ausreise aus der Westbank ist ausschließlich von den dortigen israelischen Behörden abhängig.

Mitgeführte Devisen sowie Landeswährung müssen ab einem Betrag von 15.000 JOD deklariert werden. Persönlicher Schmuck sowie andere wertvolle Gegenstände bedürfen ebenfalls einer Deklaration ab einem Wert von 15.000 JOD. Kreditkarten werden in den von Touristen frequentierten Hotels und Lokalen üblicherweise angenommen. Geldwechsel (z.B. Euros, US-Dollar) ist bei Banken und autorisierten Wechselstellen möglich. Mit Bankomat- und Kreditkarten kann bei Geldautomaten grundsätzlich abgehoben werden.

Reisebedarf inklusive Laptop und Kamera darf zollfrei eingeführt werden. Die Einführung von Alkohol ist bis zu einem Liter erlaubt, zollfrei sind außerdem 200 Zigaretten oder 200 Gramm Tabak. Die Einfuhr von Waffen, Funkgeräten, Rauschgift und pornographischen Schriften ist verboten.

Das Reisegepäck muss wieder ausgeführt werden. Die Ausfuhr der Landeswährung und Devisen muss ab einem Betrag von 15.000 JOD deklariert werden. Die Ausfuhr von Antiquitäten ist, abgesehen von einer ausnahmsweise erteilten Genehmigung, generell verboten; bei Orientteppichen ist jedenfalls eine Genehmigung einzuholen. Beim Kauf von Gegenständen, die als Antiquitäten eingestuft werden könnten, sollte unbedingt eine (möglichst in englischer Sprache gehaltene) Rechnung verlangt werden. Sollten dennoch diesbezügliche Probleme bei der Ausreise auftreten bzw. als Antiquitäten eingestufte Gegenstände konfisziert werden, empfiehlt sich die Notiz des Namens sowie der Dienstnummer des zuständigen Beamten. Im Fall von Konfiszie­rungen sollte auch eine entsprechende Bestätigung verlangt werden. Die Ausfuhr von Muscheln, Korallen, Steinen, versteinertem Holz sowie von antiken Gold- und Silberarbeiten in größeren Mengen ist verboten.

Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen.

Nähere Auskünfte finden Sie auch im Travel Centre der IATA

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen!

Im Zusammenhang mit dem grenzüberschreitenden Flüchtlingsstrom aus Syrien besteht das Risiko eines Übergriffs des Poliovirus auf Nachbarstaaten von Syrien, insbesondere in unterversorgte Gegenden.

In Ländern der arabischen Halbinsel und des Nahen Ostens kommt es vereinzelt zu schweren Infektionen der Atemwege durch ein neues Coronavirus (MERS-CoV, die Abkürzung für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). In Einzelfällen kam es zur Infektion von nahen Kontaktpersonen, es gibt aber bislang keine Hinweise auf eine kontinuierliche Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Weitere Hinweise dazu auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit.

Der medizinische Standard in den öffentlichen Krankenhäusern gilt allgemein als gut. Aufgrund der mangelnden Ausbildung des Pflegepersonals entspricht die Krankenpflege besonders in den öffentlichen Kliniken allerdings nicht immer europäischem Niveau. Privatkliniken haben einen besseren Standard. In ländlichen Gebieten ist die medizinische Versorgung weniger gut, Medikamente sind jedoch meist ausreichend erhältlich. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird empfohlen. Für detaillierte Informationen zum Inhalt der Reiseapotheke wenden Sie Sich bitte an Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen (wie häufiges Händewaschen) ist besonders zu achten. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nur abgekocht getrunken werden.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit (Mai - September) auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (z.B. Wasser, verdünnte Fruchtsäfte) zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden. 

Es wird empfohlen, etwa 8 Wochen vor Reisebeginn den Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, Überlandbusse, Taxis und Mietwagen.

Das Straßennetz ist relativ gut ausgebaut, wobei die Achse Amman-Aqaba über eine vierspurige Schnellstraße verfügt. Touristenziele wie Petra, Wadi Rum, Jerash sind zum Teil über neue Panoramastraßen gut erreichbar. Abend- und Nachtfahrten, da sich auf den Fahrbahnen immer wieder schlecht oder gar nicht beleuchtete Hindernisse, wie abgestellte Fahrzeuge, Schafe, Kamele und Schlaglöcher befinden können.

Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein sowie die Zulassung und ein Carnet de Passage für mitgebrachte Fahrzeuge mitzuführen. Eine an der Grenze abzuschließende Haftpflichtversicherung (Grenzversicherung) ist obligatorisch. Die vorübergehende Einfuhr (bis zu drei Monate) von Dieselfahrzeugen ist schwierig und nur mit Genehmigung möglich. Diese wird gebührenpflichtig direkt an der Grenze ausgestellt.

Alkohol am Steuer ist strikt verboten (Null-Promille-Grenze). Auch bei unverschuldeten Verkehrsunfällen mit Personenschaden kann es zur Festnahme der Unfallbeteiligten durch die Polizei kommen.

Notruf für Polizei, Rettung und Feuerwehr: 911

Auf unberechenbares Fahrverhalten vieler Verkehrsteilnehmer sollte geachtet werden. Fahrten in die Wüste sollten ausschließlich in Gruppen von mehreren Geländefahrzeugen unternommen werden. Überlebenswichtig sind dabei ein Navigationsgerät sowie ein ausreichender Vorrat an Wasser, Nahrungsmittel, Treibstoff und Ersatzteile.

Klima:

Kontinentales Wüstenklima mit heißen Sommern und geringen Niederschlägen im Süden und Osten. Im Hochland gemäßigt warme Zone, im Winter auf dem Hochplateau (Amman bis Petra) zum Teil ausgiebiger Schneefall möglich. Im Jordangraben subtropisches Klima mit hohen Temperaturen. In Amman kann es nachts auch in der Sommerperiode von Juni bis September sehr kühl und windig sein.

Homosexualität ist illegal, bei öffentlichen Handlungen muss mit Verhaftung und Gefängnisstrafen gerechnet werden.

Das Zusammenwohnen unverheirateter Paare in Hotels ist generell verboten, wird aber gewöhnlich im Falle von Ausländern, die sich ansonsten unauffällig verhalten, geduldet.

Besitz und Handel von Drogen werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Gefängnisstrafen (bis lebenslänglich) geahndet, unter Umständen in Verbindung mit Zwangsarbeit. Die Haftbedingungen sind härter als in Österreich. Das jordanische Strafrecht beinhaltet die Todesstrafe.

Es besteht strenges Fotografierverbot von militärischen Anlagen und Einrichtungen. Majestätsbeleidigung steht unter Strafe.

Es wird empfohlen, Kleidung und Verhalten in der Öffentlichkeit den lokalen Gepflogenheiten und religiösen Empfindungen anzupassen. Eine besondere Rücksichtnahme auf die lokalen Sitten und traditionellen Gebräuche ist zu empfehlen.

Alkohol sollte, wenn überhaupt, nur mäßig und örtlich beschränkt, abseits von der lokalen Bevölkerung in jenen Hotels oder Restaurants konsumiert werden, die über eine entsprechende Lizenz verfügen.

Haftungsausschluss: Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen übernimmt. Für allenfalls eintretende Schäden kann keine Haftung übernommen werden.

  1. Amman


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


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Basisdaten

  • Hauptstadt
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  • Int. Kennzeichen
    JO
  • Sprache
    Arabisch
  • Fremdsprachen
    Englisch
  • Währung
    1 Jordan-Dinar (JOD) = 1000 Fils
  • Zeitunterschied zu MEZ
    +2 h
  • Elektrischer Strom
    220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, europäische Rundstecker, britischer 3-Pinstecker

 

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