Flag Iran Iran (Islamische Republik Iran)

Stand 24.10.2017 (Unverändert gültig seit: 12.10.2017)

Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) in einigen Grenzgebieten:

Von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die Grenzregionen Sistan-Belutschistan, Kurdistan und Khusestan wird aufgrund von Entführungsfällen, Selbstmordanschlägen und Bombenexplosionen in den Grenzregionen abgeraten. Vor Individualreisen in die Kurdengebiete im Nordwesten wird grundsätzlich abgeraten. In den Grenzgebieten zu Afghanistan und Pakistan besteht ein erhebliches Risiko von Entführungen und Überfällen, weshalb von Reisen am Landweg nach Pakistan und Afghanistan abgeraten wird.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 2) im Rest des Landes.

Größere Menschenansammlungen mit Großaufgeboten von Sicherheitskräften und daraus resultierenden kritischen Situationen können nicht ausgeschlossen werden und sollten gemieden werden. Das Fotografieren und das Beobachten von Demonstrationen könnte zu einer Verhaftung führen. Den Anweisungen von Sicherheitskräften sollte immer Folge geleistet werden. Es wird geraten, Medienberichte zu verfolgen und solche Gebiete großflächig zu meiden.

Islamkritische Äußerungen und Publikationen im Westen können zu spontanen oder gezielten Angriffen auf westliche Einrichtungen und Personen führen.

Es wird dringend empfohlen, Reisepass (mit Visa bzw. Aufenthaltsgenehmigung) und relevante Unterlagen sowie ein Mobiltelefon bei sich zu haben, um sich entsprechend ausweisen und notfalls die Botschaft kontaktieren zu können (Erreichbarkeit für Österreicher in Notsituationen: 09123873793 bzw. +989123873793).

Ausländer sollten bei Kontakten mit Iranern Sorgfalt walten lassen. Mit dem Abhören von Gesprächen und Telekommunikationsverkehr einschließlich E-Mails muss gerechnet werden.

Militärische Sperrgebiet sind zu beachten, vor allem die Strecke Semnan - Mo-Alleman-Jandaq durch die Dasht-e-Kavier Wüste.

Folgende Gebiete sind gesperrt: 

West Aserbaidschan: Grenzstädte der Provinz
Ilam: Mehran, Dehloran und Grenzstädte
Teheran: Bezirk Khojair (der 13. Bezirk Teherans)
Süd Khorason: Ferdows, Sarayan und Grenzstädte
Khuzestan: Dashte Azadegan. (Abadan und Khoramshahr nur mit gültigem Aufenthaltstitel erlaubt)
Semnan: In Garmsar am Anfang von Gasre Bahram, Versuchsgebiet Meraj 1, Damghan, von der Jandagh-Straße bis zum Versuchsgebiet Seraj
Sistan und Beluchistan: Zabol, Hirmand, Zahak und Grenzgebiete von Khash, Iranshahr, Sarawan und Chabahar
Kurdistan: Zentrum von Sagez, Baneh, Mariwan und Grenzstädte (außer Besuchsstädte)
Kermanshah: Grenzstädte der Provinz

Vor Überfällen auf Individualtouristen durch Motorradfahrer bzw. bei Leibesvisitationen durch vermeintliche (Zivil-)Polizeikontrollen wird gewarnt.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit erhöhtem oder hohem Sicherheitsrisiko begibt, muss sich der Gefährdung bewusst sein. Es wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese auch während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja.
  • Visum erhältlich: Bei der iranischen Botschaft Wien; Antragsstellung ausschliesslich über die E-Visa Seite.
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens 6 Monate bei Einreise
  • Cremefarbiger Notpass: Wird nicht akzeptiert
  • Sonstiges: Bei Verstößen gegen die Einreisebestimmungen (Grenzverletzungen, illegale Einreise) können mehrjährige Freiheitsstrafen verhängt werden.
    Die Einreise oder die Beantragung eines Visums mit einem Reisepass, der einen israelischen Einreisestempel enthält, kann verweigert werden.
    Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

Die Einfuhr von Landeswährung bis zu 5 Mio. IRR sowie Gold(schmuck) bis 150 Gramm ist erlaubt. Devisen bis zu einem Gegenwert von 10.000 USD können ohne Deklarierung eingeführt werden, Beträge darüber müssen bei Einreise deklariert werden.

Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar oder Euro in bar. Reiseschecks und internationale Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Es ist nicht möglich, mit Bankomat- oder Kreditkarten Bargeld zu beheben. Überweisungen aus dem Ausland sind kaum möglich.

Vor dem Wechseln von Euro- und US-Dollar - Banknoten sollte auf die Qualität der Scheine geachtet werden (keine Einrisse, Verunreinigungen oder sonstige Beschädigungen), da sie sonst von der jeweiligen Bank eventuell nicht angenommen werden. Wechselbestätigungen von Banken sollten aufgehoben werden, damit bei größeren Anschaffungen die reguläre Umwechslung der Devisen überprüft werden kann.

Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Alkohol, Schweinefleischprodukten sowie von Waffen jeglicher Art und jeglicher Publikationen, die die strengen Moralvorstellungen verletzen könnten, ist strikt verboten. Bücher, Video- und Audiokassetten werden unter Umständen auf ihre Vereinbarkeit mit den strengen islamischen Normen geprüft. Musikinstrumente dürfen nur mit Spezialgenehmigung importiert werden. Höherwertige technische Geräte sowie Sportausrüstung sollten bei der Einreise deklariert werden.

Devisen bis zu einem Gegenwert von 10.000 USD können ohne Deklarierung ausgeführt werden. Beträge darüber können ausgeführt werden, wenn eine entsprechende Genehmigung bzw. die bei der Einfuhr erworbene Einfuhrbestätigung vorgelegt wird. Die Ausfuhr von Landeswährung bis zu 5 Mio. IRR sowie Gold(schmuck) bis 150 Gramm ist erlaubt.

Die Ausfuhr von Antiquitäten einschließlich antiker Teppiche ist ohne offizielle Genehmigung verboten. Pro Person darf ein Teppich mit einer Größe von maximal sechs Quadratmetern und einem Alter von maximal 30 Jahren ausgeführt werden. Für größere bzw. ältere Teppiche wird eine Exportbewilligung benötigt.

Verstöße gegen das Artenschutzabkommen können mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. Von der Ausfuhr von Tieren jedweder Art sowie von Kaviar in nicht staatlich autorisierten Verpackungen wird abgeraten.

Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen. Nähere Auskünfte finden Sie auch im Travel Centre der IATA.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse, des Mangels an Medikamenten sowie der Mangels an Fachpersonal, insbesondere Fachpersonals mit Fremdsprachenkenntnissen, entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard, besonders außerhalb Teherans.

Leitungswasser sollte nicht oder nur abgekocht getrunken werden, Wasser aus Flaschen wird empfohlen. Auf den Verzehr von ungeschältem bzw. nicht gekochtem Obst und Gemüse sollte verzichtet werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen, da westliche Medikamente regelmäßig nicht zur Verfügung stehen.

Von illegal erhältlichen selbstgebrannten Alkoholika wird aus gesundheitlichen Gründen abgeraten.

Bei medizinischen Behandlungen wird in aller Regel auf Vorauszahlung bestanden – dies gilt auch für dringende bzw. selbst lebensnotwendige Operationen.

Infektiöse Gelbsucht, Cholera, Typhus, Krim-Kongo-Fieber und Schweinegrippe (auch Todesfälle) treten fallweise auf.  Regional können folgende Krankheiten auftreten: Malaria im Süden des Landes, Bilharziose und Hakenwurm im Norden bzw. am Kaspischen Meer. Das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs bietet ausführliche Informationen zu den gängigen Infektionskrankheiten auf Reisen (wie Malaria, Denguefieber, Chikungunyafieber, Cholera, Hepatitis und andere).

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport ist unentbehrlich. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Wegen der großen Distanzen kommt das Flugzeug als Inlandsverkehrsmittel in Frage, allerdings bestehen dabei Risiken aufgrund der veralteten Flugzeugflotte. Es gibt aufgrund technischer Probleme öfters Notlandungen. Alle internationalen Flüge ab Teheran werden nur vom Flughafen Imam Khomeini abgewickelt.

Es gibt lokale Autobuslinien mit guten Inter-City-Verbindungen und ein nicht flächendeckendes Eisenbahnnetz. Bei der Reise mit dem eigenen PKW sind extremes Klima, große Entfernungen, undisziplinierte Fahrweise und Mangel an Werkstätten (selbst für in Europa gängige PKW) und geeigneten Tankstellen zu berücksichtigen. Es empfiehlt sich daher, lokal einen PKW mit Chauffeur zu mieten. Für das Lenken von Autos benötigen Touristen neben dem österreichischen Führerschein auch einen internationalen Führerschein, eine weitere Übersetzung ist nicht erforderlich. Bei Polizeikontrollen kann es vorkommen, dass Schmiergeld erwartet wird.

Bei Einreise mit einem dieselbetriebenen Auto ist der Erwerb einer sogenannten Diesel-Tankkarte obligatorisch.

Die Qualität der Treibstoffe entspricht nicht den europäischen Standards.

Innerhalb der Städte dominieren wegen des mangelhaften öffentlichen Verkehrssystems weitgehend Taxis. In Großstädten gibt es zunehmend gute U-Bahnsysteme.

Klima:

Der Iran erstreckt sich über mehrere Klimazonen. Im Hochgebirge kalte Winter und heiße, trockene Sommer.

Am Persischen Golf feucht-heißes Klima im Sommer mit Monsuneinfluss von Juli bis Oktober, im Winter mild. Am Kaspischen Meer mild und niederschlagsreich im Winter, heiß und schwül im Sommer. Im zentralen Wüstengebiet: extrem kontinentales Wüstenklima. Teheran und die meisten Großstädte im Süden des Landes leiden unter besonders starker Luftverschmutzung.

Iran liegt in einer seismisch aktiven Zone, es kann jederzeit zu Erdbeben kommen. Weitere Informationen unter Allgemeine Hinweise, beim Nationalen US-Geologieinstitut sowie dem Österreichischen Zivilschutzverband (mit Erdbebenschutz-Ratgeber).

Eine besondere Rücksichtnahme auf islamische Sitten und Gebräuche wird empfohlen, wobei vor allem die Bekleidungsvorschriften für Frauen beachtet werden müssen: langärmeliger, bis an die Knie reichende, hochgeschlossene Mäntel oder Jacken, die weibliche Körperformen verdecken sollen, eine lose Oberkleidung, die sowohl das Dekolleté als auch Unterarme und Handknöchel bedeckt, undurchsichtige Strümpfe oder lange Hosen (auch leggings), die auch die Fußknöchel bedecken, eine Kopfbedeckung, die Haare und Ohren verhüllt. Dezentes Make-Up. Männer dürfen keine kurzen Hosen tragen.

Drogenvergehen, Alkoholbesitz und Verletzungen von Visa- bzw. Aufenthaltsfragen werden auch gegenüber Ausländern streng geahndet.

Uniformierte und deren Fahrzeuge, öffentliche Gebäude, militärische Anlagen, Flughäfen und Flugzeuge, Hafenanlagen und Schiffe aber auch Demonstrationen dürfen nicht fotografiert werden. Ebenso verboten ist das Fotografieren aus Flugzeugen während des Fluges.

Intime Kontakte zwischen nicht miteinander Verheirateten sind verboten und können geahndet werden. Ehebruch und Vergewaltigung sind mit der Todesstrafe bedroht. Homosexuelle Handlungen sind strafbar. Unzüchtiges Verhalten wird streng geahndet; teilweise ist es mit der Todesstrafe bedroht.

Haftungsausschluss: Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen übernimmt. Für allenfalls eintretende Schäden kann keine Haftung übernommen werden.

  1. Teheran


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


Teheran

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Telefon:
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Sprachkenntnisse:
Persisch, Englisch

Basisdaten

  • Hauptstadt
    Teheran
  • Int. Kennzeichen
    IR
  • Sprache
    Persisch
  • Fremdsprachen
    Englisch
  • Währung
    1 Rial (IRR) = 100 Dinars; 10 Rial = 1 Toman
  • Zeitunterschied zu MEZ
    +2,5 h
  • Elektrischer Strom
    220 Volt/50 Hertz Wechselstrom

 

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