Flagge Haiti Haiti (Republik Haiti)

Stand 31.08.2016 (Unverändert gültig seit: 09.05.2016)

Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) gilt in allen Grenzgebieten und allen Armenvierteln, vor allem der beiden Großstädte Port-au-Prince und Cap-Haitien.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 2) im Rest des Landes.

Nach den vorläufig gescheiterten Präsidentschaftswahlen kommt es vor allem in Port-au-Prince, aber auch in anderen Städten, immer wieder zu Demonstrationen und Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten verschiedener Lager sowie zwischen Demonstranten und Sicherheits-kräften. Informieren Sie sich daher immer vor Verlassen des Hotels über die aktuelle Lage und meiden Sie größere Menschenansammlungen.

Das allgemeine Kriminalitätsniveau ist hoch, liegt aber unter dem vergleichbarer anderer Staaten der Karibik. Individualreisenden wird zu besonderer Vorsicht geraten, zumal Ausländer vor allem in Port-au-Prince und Cap-Haitien bevorzugte Opfer sind und teilweise gezielt (nach Bankgeschäften oder der Einreise am Flughafen) ausgeraubt werden. Ihnen wird beim Aufenthalt in den folgenden Stadtvierteln der Hauptstadt Port-au-Prince zu besonderer Vorsicht geraten: Cité Soleil, Martissant, Carrefour, Bel Air, Cíté Militaire, Jean-Marie Vincent. Es kommt immer wieder zu teils gewalttätigen Ausschreitungen, weshalb Menschenansammlungen und Protestkundgebungen zu meiden wären.

Von Haiti werden verstärkt gut organisierte Gruppenreisen durchge-führt, die den sicherheitsrelevanten Gegebenheiten so gut wie möglich Rechnung tragen. Die Teilnehmer werden bereits am Flughafen emp-fangen und während des gesamten Aufenthalts in Haiti, zum Teil auch von Sicherheitskräften begleitet. Durch gewalttätige Demonstranten können wichtige Ausfallstraßen zu den Hotels an den Stränden blockiert werden, sodass diese Reisen eventuell nicht wie geplant stattfinden können.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten oder hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheits-lage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Nein, bis 60 Tage Aufenthalt
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Zumindest 6 Monate bei Einreise
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert für Ausreise bzw. Transit, nicht gültig für Einreise.
  • Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können. Ausländer müssen bei der Einreise eine Steuer bezahlen, von der Kinder unter fünf Jahren ausgenommen sind. Es wird empfohlen, vor der Abreise bei der Vertretung von Haiti in Österreich aktuelle Informationen bezüglich Einreisegebühren einzuholen.
    Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

Bei der Ein- und Ausreise über die offiziellen Grenzübergänge zwischen der Dominikanischen Republik und Haiti muss mit stundenlangen Wartezeiten, unangekündigten Schließungen der Grenze und unange-kündigten Demonstrationen auf beiden Seiten der Grenze gerechnet werden. Der illegale Grenzübertritt ist strafbar und lebensgefährlich.

Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung. Einzige derzeit im Land umwechselbare Fremdwährung ist der US-Dollar. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in bar, Travellerschecks oder Kredit-karten. Die meisten gängigen Kreditkarten werden von den größeren Hotels akzeptiert.

Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Lebensmitteln ist verboten.

Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.

Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Die Gesundheits- und Notfallversorgung ist sowohl in der Hauptstadt als auch im Landesinneren unzureichend und keinesfalls mit europäischen Standards vergleichbar.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahres-zeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Eiswürfel sollten nur aus behandeltem Wasser hergestellt werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Bei lokaler Anschaffung sollte immer das Ablaufdatum der Arzneimittel überprüft werden.

In Haiti ist das Zika-Virus aufgetreten. Schwangere, Personen mit Immunerkrankungen, schweren und chronischen Erkrankungen oder Personen, die mit Kindern reisen, sollen im Vorfeld der Reise medizinischen Rat betreffend Mückenschutz und anderen Vorbeugungs-maßnahmen einholen. Nähere Informationen sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit zu finden.

Umfassender Insektenschutz wird zur Vermeidung von Malaria und Denguefieber empfohlen. Aktuell treten ausgehend von der Karibik Insel St. Martin wie in anderen Gebieten der Karibik auch in Haiti Fälle von Chikungunya auf. Es existieren weder eine Impfung noch spezifisch wirkende Medikamente. Vor einer Infektion schützt einzig die Vorbeugung gegen Mückenstiche!

Das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs bietet ausführliche Informationen zu den gängigen Infektionskrankheiten auf Reisen (wie Malaria, Denguefieber, Chikungunya, Cholera, Hepatitis und andere).

In allen Landesteilen einschließlich Port-au-Prince besteht Cholerarisiko. Eine Übertragung erfolgt durch verunreinigtes Trinkwasser, kontami-nierte Nahrungsmittel, durch infizierte Tiere, aber auch von Mensch zu Mensch. Um sich vor Cholera zu schützen ist vor allem Hygiene wichtig (sorgfältige Lebensmittel- und Küchenhygiene sowie eine gute Körper-hygiene), Leitungswasser vermeiden oder nur abgekocht und chloriert trinken, auf Speiseeis bzw. Eiswürfel in Getränken verzichten, Obst vor dem Verzehr schälen, Gemüse und Fisch oder Meeresfrüchte nur nach gründlichem Kochen verzehren.

Die Zahl der HIV-infizierten Personen und an AIDS Verstorbenen unter der Lokalbevölkerung ist sehr hoch, Vorsichtsmaßnahmen werden daher dringend empfohlen. 

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Kranken-transport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentrans-portflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Die Verkehrsverbindungen sind weiterhin durch die Zerstörungen des Erdbebens 2010 stark in Mitleidenschaft gezogen. Vor Reisen vor Ort sollten Informationen über den Zustand der vorgesehenen Route nach Möglichkeit vor Reiseantritt eingeholt werden.

Öffentliche Verkehrsverbindungen:
Inlandsflugnetz (eine private Fluglinie mit veraltetem Fluggerät), Busverbindungen, Mietwagen und Taxis. Es wird von der Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel abgeraten, insbesondere der privaten "tap-taps"-Taxis ohne Registrierung.

Bis zu einem Aufenthalt von 3 Monaten genügt der österreichische Führerschein oder ein Internationaler Führerschein, darüber hinaus ist ein haitianischer Führerschein erforderlich.

Subtropisches Klima mit Durchschnittstemperaturen im Sommer von 25 Grad bis 34 Grad Celsius und im Winter von 22 Grad bis 32 Grad Celsius. Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Starke Regenfälle zusammen mit Gewittern können im Mai und im Zeitraum August bis September auftreten.

Die Hurrikan-Saison dauert ungefähr von Juni bis November. In den letzten Jahren haben Hurrikane wiederholt durch starke Überschwemmungen und Erdabgänge schwere Schäden verursacht. Aktuelle Informationen über Wirbelstürme finden Sie auch auf der Homepage des National Hurricane Center.

Homosexualität ist zwar legal, auf diskretes Verhalten in der Öffentlichkeit ist jedoch zu achten.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

  1. Port-au-Prince


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Venezuela

  • Port-au-Prince

    Honorargeneralkonsulat
    Impasse Guercy # 8 A, Rue Rosa, Canape Vert, Port-au-Prince, Haiti

    Mobil:
    (+509) 3 701 85 00
    SAT-Telefon:
    (+305) 704-2310
    (+786) 454-4907

    Leitung:
    HACKENBRUCH Ingrid | Honorargeneralkonsulin

    Konsularbezirk:
    Haiti

    Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
    Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
    Notpassausstellung vor Ort
    Visabefugnis

    Parteienverkehr:
    Mo 09.00 - 12.00     Mi 09.00 - 12.00     Fr 09.00 - 12.00    

    Botschaft der Republik Haiti | Honorarkonsulat der Republik Haiti, Wien | Ständige Vertretung der Republik Haiti bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Botschaft der Republik Haiti

    9, rue de Berne, 1201 Genf

    Telefon:
    (+41 / 22) 732 76 28
    Telefax:
    (+41 / 22) 732 55 36
    Amtsbereich:
    Republik Österreich, Schweizerische Eidgenossenschaft

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 09.30 - 13.00 und 14.00 - 17.00

    Honorarkonsulat der Republik Haiti, Wien

    Prinz Eugen Strasse 56/16, 1040 Wien

    Telefon:
    (+43 / 1) 943 53 63
    Telefax:
    (+43 / 1) 943 53 63
    Amtsbereich:
    Österreich (ohne Oberösterreich)


    Ständige Vertretung der Republik Haiti bei den Internationalen Organisationen in Wien

    9, rue de Berne, 1201 Genf

    Telefon:
    (+41 / 22) 732 76 28
    Telefax:
    (+41 / 22) 732 55 36

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 09.30 - 13.00 und 14.00 - 17.00

    Basisdaten

    • Hauptstadt
      Port-au-Prince
    • Int. Kennzeichen
      HT
    • Sprache
      Französisch, Kreolisch
    • Fremdsprachen
      Englisch
    • Währung
      1 Gourde (HTG) = 100 Centimes
    • Zeitunterschied zu MEZ
      -6 h
    • Elektrischer Strom
      115/230 Volt Wechselstrom, amerikanische Stecker (Zwischenstecker erforderlich)

     

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