Flagge Guinea-Bissau Guinea-Bissau (Republik Guinea-Bissau)

Stand 27.08.2016 (Unverändert gültig seit: 15.07.2016)

Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4) im ganzen Land. Von nicht notwendigen Reisen nach Guinea-Bissau wird abgeraten.

Trotz der Angelobung der neuen Regierung am 26. Mai 2016 – die vierte Regierung seit den Wahlen 2014 – dauert der Machtkampf zwischen dem Präsidenten und der aus den Wahlen als stärkste Partei hervorgegangenen PAIGC an, was auch zur Verschlechterung der Versorgungslage der Bevölkerung geführt hat. Damit verbunden können gewaltsame Demonstrationen nicht ausgeschlossen werden.

Wenn überhaupt, sollten Reisen nach Guinea-Bissau nur nach gründlicher Vorbereitung und am besten mit verlässlichen lokalen Partnern unternommen werden. Abgesehen von der politischen Lage bleibt die touristische Infrastruktur mangelhaft bzw. inexistent. Die soziale und wirtschaftliche Lage des Großteils der Bevölkerung ist sehr schlecht.

Risiken für Touristen bestehen durch die weitläufige Verminung, die oft nur unzureichend gekennzeichnet ist. Deshalb ist es ratsam, Hauptverkehrsstraßen nicht zu verlassen. Im Norden des Landes ist das Grenzgebiet zur südlichsten Provinz des Senegal (Casamance) zu meiden, da sich bewaffnete Gruppen (Rebellen der Casamance) in dieses Gebiet verlagert haben und hier kriminelle Banden aktiv sind.

Von Individualreisen in das Landesinnere wird gänzlich abgeraten. Touristische Reisen nach Bissau und auf die Bijagos-Inseln bedürfen einer sehr gründlichen Vorbereitung im Vorhinein. Reisen auf dem Landweg in den Senegal sollten aufgrund der Unsicherheit in der Grenzregion und in der senegalesischen Provinz Casamance unterbleiben. In diesem Zusammenhang wird auf die bestehende Reisewarnung für den Großteil der Casamance hingewiesen.

Die Kleinkriminalität ist im Steigen begriffen, wegen der hohen Gewaltbereitschaft und der Bewaffnung der Angreifer sollte bei Überfällen kein Widerstand geleistet werden. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten keine Ausgänge unternommen und bei Fahrten mit dem Auto abgelegene und nicht befestigte Straßen gemieden werden. Taxis gelten nicht als sicher. Auch beim Fotografieren ist Vorsicht geboten, vom Fotografieren militärischer Anlagen wird dringend abgeraten.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Botschaft der Republik Guinea-Bissau (Berlin) über die Annahmestelle der Bridge-Corporation
  • Reisedokumente: Gültiger Reisepass
  • Passgültigkeit: Keine Angaben
  • Cremefarbiger Notpass: Keine Angaben 
  • Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können.
    Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

Es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar oder Euro in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten (akzeptiert nur in größeren Hotels, Travellerschecks von Banken eingelöst). Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Nähere Auskünfte finden Sie im Travel Centre der IATA. Rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde des jeweiligen Landes erteilen.

Bitte beachten Sie die bei der Einreise nach Österreich geltenden Einfuhrbestimmungen.

Auf der Insel Bubaque (Bijagós) ist das Zika-Virus aufgetreten (drei offiziell bestätigte Fälle per 1. Juli 2016). Schwangere, Personen mit Immunerkrankungen, schweren und chronischen Erkrankungen oder Personen, die mit Kindern reisen, sollen im Vorfeld der Reise medizinischen Rat betreffend Mückenschutz und anderen Vorbeugungsmaßnahmen einholen. Nähere Informationen sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit zu finden.

Eine medizinische Grundversorgung nach europäischem Standard ist nicht gewährleistet. Schwere Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland (Senegal oder Europa) behandelt werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen sowie Verbandsmaterial und Einwegspritzen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Es besteht ein ganzjährig hohes Malariarisiko. Eine Gelbfieberimpfung ist vorgeschrieben.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist des Weiteren beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Für lokale Fahrten kommen Taxis, für Überlandfahrten Buschtaxis (Kleinbusse) in Betracht. Die Fahrzeuge sind jedoch oft in schlechtem Zustand. Nächtliche Autofahrten sollten wegen des schlechten Straßenzustandes gänzlich unterbleiben.
Bei Autofahrten sind der internationale Führerschein und die Zulassung sowie eventuell ein "Carnet de Passage" mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden.

Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Guinea-Bissau gehört zu den Randtropen, die Regenzeit dauert von Mai bis November.

Homosexuelle Handlungen sind illegal.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.



Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Senegal
  • Botschaft der Republik Guinea-Bissau

    Botschaft der Republik Guinea-Bissau

    Kronenstr. 72, 10117 Berlin

    Telefon:
    (+49 / (30) 206 58 158
    Telefax:
    (+49 / (30) 20 88 94 03
    Amtsbereich:
    Deutschland und Österreich

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 10.00 - 16.00

    Basisdaten

    • Hauptstadt
      Bissau
    • Int. Kennzeichen
      GW
    • Sprache
      Kreolisch, Portugiesisch
    • Fremdsprachen
      Französisch
    • Währung
      CFA Franc (XOF) = 100 Centimes
    • Zeitunterschied zu MEZ
      -1 h
    • Elektrischer Strom
      220 Volt/50 Hertz Wechselstrom

     

    Reiseregistrierung.at

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