Flagge Guatemala Guatemala (Republik Guatemala)

Stand 31.08.2016 (Unverändert gültig seit: 27.04.2016)

Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) für das Grenzgebiet zu Mexiko und die Departamentos Huehuetenango, San Marcos, Alta Verapaz, Baja Verapaz und Petén. Die Maya-Ruinen im Nationalpark Tikal sollten nach Möglichkeit nur mit dem Flugzeug hin und zurück besucht werden.

In Guatemala-Stadt besteht das höchste Risiko in der Zone 1 und bei den Busterminals, wo es besonders oft zu Überfällen kommt. Die Elendsviertel sollten generell und die Zone 1 nachts unbedingt ge-mieden werden. Auch in den Zonen 9, 10, 14, 15 und 16 wird zu Vorsicht geraten (Taschendiebe). Darüber hinaus kommt es vermehrt zu Über-fällen auf Taxis und Shuttle-Busse vom Flughafen in die Hotelbezirke (Zonen 9 und 10). Auf der Straße nach El Salvador gibt es zwischen der Zone 10 und km 16 vermehrt Überfälle auf Autofahrer. Auch das Geschäfts- und Ausgehviertel „Zona Viva“, in dem sich die meisten Hotels und Restaurants befinden, ist nicht sicher. Mehrere Banden haben sich auf den Raub von Mobiltelefonen spezialisiert.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 2) im Rest des Landes.

Die Sicherheitslage in ganz Guatemala hat sich in den letzten Jahren verschlechtert. Grundsätzlich wird in allen Landesteilen zu besonderer Vorsicht geraten. Die Anzahl gewalttätiger Übergriffe auf ausländische Touristen hat stark zugenommen, Kriminelle operieren meist in Gruppen, sind fast immer bewaffnet und unberechenbar. In den Touristenzentren wie Flores, Tikal und am Atitlánsee ist erhöhte Vorsicht geboten, Quetzaltenango und Antigua gelten als relativ sicher, aber auch hier kommt es vermehrt zu Überfällen und Einbrüchen mit gewalt-tätigen Tatbeständen.

Zudem ist Guatemala zunehmend Schauplatz von gewaltsamen Aus-einandersetzungen zwischen (vor allem mexikanischen) Drogenkartellen und ihren Helfern, bei denen es immer wieder auch zivile Opfer gibt. Informieren Sie sich jeweils lokal, welche Gegenden aufgrund der Bandenkriege gemieden werden sollten.

Waffen sind weit verbreitet. Grundsätzlich muss von der Bereitschaft zum Waffeneinsatz ohne Vorwarnung ausgegangen werden. Die ge-forderten Gegenstände sollten zügig und ruhig herausgegeben werden. Es ist auch ratsam, immer einen kleineren Geldbetrag mit sich zu führen.

Das Mitführen von viel Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen sollte vermieden, Dokumente wie Tickets und Reisepässe möglichst im Hotel-safe gelassen und lediglich in Kopie bei sich getragen werden. Touristen sollten der Österreichischen Botschaft Mexiko nach Möglichkeit eine Kopie des Reisepasses zukommen lassen.

Vorsicht vor Kreditkartenbetrug, im Betrugsfall sollte eine Anzeige bei der guatemaltekischen Polizei oder Staatsanwaltschaft erstattet werden.

Von Autofahrten alleine oder nach Einbruch der Dunkelheit wird dringend abgeraten. Bewaffnete Überfälle finden sowohl auf Lang-streckenbusse (besonders an den Grenzen zu Mexiko und El Salvador) und Stadtbusse als auch Touristenbusse statt, wobei eine Überlandfahrt mit einer organisierten Tour eines Reisebüros noch die sicherste Variante darstellt. Taxis sollten nur von den großen Hotels genommen werden, niemals von der Straße.

Alleinreisende Frauen sollten besonders vorsichtig sein, da es immer wieder zu Überfällen auf Touristinnen und Vergewaltigungen kommt.

Die Vulkane Acatenango und Agua waren in der jüngsten Vergangenheit Schauplätze krimineller Übergriffe auf Touristengruppen. Aus diesem Grund sollten Vulkanbesteigungen nur mit geführter Tour und Polizei-schutz gemacht werden, dieser kann bei der guatemaltekischen Touris-musbehörde INGUAT (Tel.: 0052- 2421 2810) angefordert werden.  

Reisende sollten ihre Reiseroute vor Reiseantritt über INGUAT abklären und allenfalls Sicherheitsbegleitung gegen Übernahme der Unkosten anfordern.

Vorsicht vor Kreditkartenbetrug, im Betrugsfall sollte eine Anzeige bei der guatemaltekischen Polizei oder Staatsanwaltschaft erstattet werden.

Lassen Sie Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt! Seien Sie vorsichtig bei Personen, die während Ihrer Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen! Nehmen Sie auf keinen Fall Aufträge (etwa Mitnahme von Geschenken für Dritte) entgegen!

Durch innenpolitische Unruhen kann es landesweit immer wieder kurzfristig zu Straßenblockaden und Demonstrationen kommen.

Guatemala gehört zu den Ländern, in denen es regelmäßig zu Natur-katastrophen kommt (Vulkanausbrüche, Erdbeben, Hurrikans). Weiters kann es in Guatemala zu sintflutartigen Regenfällen mit Schlamm-lawinen in der Regenzeit (Mai bis Oktober) kommen. 

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem hohen oder erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheits-lage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Nein
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Zumindest 6 Monate bei Einreise
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
  • Sonstiges: Da es immer wieder vorkommt, dass eine kürzere Aufenthaltsdauer im Einreisestempel eingetragen wird, sollten Reisende eine dreimonatige Aufenthaltsdauer fordern. Eine Verlängerung von 90 Tagen kann bei der Einwanderungsbehörde beantragt werden.
    Es ist darauf zu achten, dass bei der Einreise der Reisepass gestempelt wird, da es sonst zu Schwierigkeiten bei der Ausreise kommen könnte. 
    Alleinreisende Minderjährige benötigen eine beglaubigte Einver-ständniserklärung der Sorgeberechtigten in deutscher Sprache (mit spanischer Übersetzung) oder in englischer Sprache.
    Weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Homepage der guatemaltekischen Einwanderungsbehörde "Dirección General de Guatemala" (auf Spanisch).

Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung. Deklarationspflicht ab 10.000 USD. Euro werden nur bei Banco Uno umgewechselt, es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten.
Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.

Produkte tierischer Herkunft (Wurstwaren, Milchprodukte, etc.) müssen am Flughafen deklariert werden (zuständige Behörde: Servicio Nacional de Cuarentena Animal).

Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung. Deklarationspflicht ab 10.000 USD.
Die Ausfuhr von Antiquitäten und Ausgrabungsgegenständen ist verboten.
Für die Ausfuhr von Tieren, Pflanzen und Edelsteinen ist eine Genehmigung erforderlich.
Bitte beachten Sie die bei der Einreise nach Österreich geltenden Einfuhrbestimmungen.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahres-zeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Hände-waschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn über-haupt, nur abgekocht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reise-apotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

In Guatemala ist das Zika-Virus aufgetreten. Schwangere, Personen mit Immunerkrankungen, schweren und chronischen Erkrankungen oder Personen, die mit Kindern reisen, sollen im Vorfeld der Reise medizini-schen Rat betreffend Mückenschutz und anderen Vorbeugungsmaß-nahmen einholen. Nähere Informationen sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit zu finden.

Das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs bietet ausführliche Informationen zu den gängigen Infektionskrankheiten auf Reisen (wie Malaria, Dengue-Fieber, Chikungunya, Cholera, Hepatitis und andere). Umfassender Insektenschutz zur Vermeidung von Malaria (besonders in ländlichen Gebieten), Dengue-Fieber und Chikungunya wird empfohlen.

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der oft unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den öffentlichen Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard.
Die Situation in den Privatkliniken, vor allem in der Hauptstadt, ist besser. Mit zunehmender Entfernung von den Zentren nimmt die Qualität der medizinischen Versorgung ab.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Kranken-transport wird nahegelegt (siehe auch Punkt "Gesundheit"). Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichi-schen Gesellschaften angeboten werden. Reisende sollten daher immer einen Nachweis hinsichtlich einer Krankenversicherung bei sich haben.

Öffentliche Verkehrsverbindungen: Überlandbusse. Diese sind allerdings meist in schlechtem Zustand. Von deren Benutzung ist auch aufgrund der schlechten Sicherheitslage abzuraten. Die Anmietung von Leihwagen ist möglich, für Landesunkundige ist aufgrund von nur sehr sporadisch aufgestellten Wegweisern und Hinweisschildern die Orientierung jedoch durchweg schwierig. Reisende sollten sich weitgehend auf Hauptstraßen beschränken und Nebenstraßen meiden. Bei Mietwagen wird dem Mieter im Schadensfall der Nutzungsausfall nach Tagessätzen für die Zeit berechnet, in der das Auto voraussichtlich durch Reparatur ausfällt!

Für Reisen nach Tikal bestehen regelmäßige Flugverbindungen.

Taxis ohne Lizenz sollten gemieden werden. Lizenzierte Taxis erkennt man an den Kennzeichen, die mit dem Buchstaben „A“ beginnen und einer auf den Seitentüren vermerkten Lizenznummer. In der Hauptstadt sollten nach Möglichkeit die gelben "Funktaxis" (Taxi Amarillo), die nur über Telefon angefordert werden können, genutzt werden. Unter der Telefonnummer 1500 können für die Hauptstadt, Antigua und die An-legestellen der Kreuzfahrtschiffe geprüfte Taxifahrer vermittelt werden.

In Guatemala Stadt wird zudem von der Benutzung von Stadtbussen (rot) und den Bussen Transurbano abgeraten. Auf öffentliche Busse werden immer wieder Anschläge verübt.

Nach Unfällen kann in den meisten Fällen kein Schadenersatz von den Busunternehmen und Inlandsfluggesellschaften erwartet werden.

Der österreichische Führerschein wird in den ersten 6 Monaten des Aufenthalts anerkannt. Es muss eine spanische Übersetzung des Führer-scheines mitgeführt werden, die einen Stempel der österreichischen Vertretung (Honorarkonsulat) aufweisen muss. Der Reisepass sollte ebenfalls mitgeführt werden. Bei Aufenthalten von mehr als 6 Monaten ist die Ausstellung eines guatemaltekischen Führerscheines erforderlich.

Das Klima variiert je nach Höhenlage. In den Küstengebieten und tiefergelegenen Tälern tropisches feucht-heißes Klima. Auf dem Hoch-plateau und im Gebirge gemäßigteres Klima. Die Regenzeit dauert von Mitte Mai bis Oktober, während der übrigen trockenen Zeit können starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht auftreten. Die Nächte sind zu jeder Jahreszeit ziemlich frisch.

Wirbelstürme können insbesondere in der Zeit von Juni bis November auftreten. Große Windgeschwindigkeiten, heftige Niederschläge und extreme Brandung stellen für Menschen, die sich in den betroffenen Regionen aufhalten, eine ernste Gefahr dar. Aktuelle Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage des National Hurricane Center.

Guatemala liegt in einer seismisch aktiven Zone, es kann jederzeit zu Erdbeben kommen. Informationen zum richtigen Verhalten im Falle eines Erdbebens finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres bzw. Erdbebenschutzratgeber des Bundesministeriums für Inneres. Weitere Informationen dazu erhalten Sie beim Nationalen US-Geologieinstitut.

Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Anlagen von strategischer Bedeutung sollte vermieden werden.

Alkoholkonsum nach 1 Uhr nachts ist verboten.

Drogendelikte werden mit langjährigen Haftstrafen geahndet.

Homosexualität wird am ehesten in den Ballungszentren akzeptiert, weniger jedoch im ländlichen Raum.

Vor dem Fotografieren bzw. Filmen der einheimischen Bevölkerung (Maya) besonders in ländlichen Gebieten, aber auch in Touristen-zentren, sollte man sich der Zustimmung der betreffenden Personen versichern. In Fällen, in denen die Fotografie aus religiösen oder anderen Gründen abgelehnt wird, sollte der Wunsch respektiert werden.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

  1. Guatemala


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Mexiko

  • Guatemala

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    Edificio Multimédica, Nivel 12, Oficina 1218, Blvd. Vista Hermosa 25-19, Zona 15, Guatemala Stadt

    Telefon:
    (+502) 2332 1506
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    Leitung:
    CACERES Manuel | Honorargeneralkonsul

    Konsularbezirk:
    Guatemala
    Anmerkung:
    Telefonische Voranmeldung erbeten unter der Tel.Nr. (+502) 5554393

    Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
    Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
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    Prinz Eugen Straße 18 / Top 7, 1040 Wien

    Telefon:
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    Telefax:
    (+43 / 1) 714 35 70 15

    Basisdaten

    • Hauptstadt
      Ciudad de Guatemala
    • Int. Kennzeichen
      GT
    • Sprache
      Spanisch, einheimische Sprachen
    • Fremdsprachen
      Englisch
    • Währung
      1 Quetzal (GTQ) = 100 Centavos
    • Zeitunterschied zu MEZ
      -7 h
    • Elektrischer Strom
      110 Volt/60 Hertz, amerikanische Flachstecker (Zwischenstecker erforderlich)

     

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