Flagge Georgien Georgien (Georgien)

Stand 01.09.2016 (Unverändert gültig seit: 12.04.2016)

Partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5)

Vor Reisen in die Gebiete Abchasien und Südossetien und in die unmittelbare Nähe der Konfliktregionen wird gewarnt. Beide Konfliktgebiete befinden sich nicht unter der Kontrolle der Regierung. Russische Truppen sind dort stationiert. Durch Minen und nicht explodierte Munition besteht immer noch eine erhöhte Gefahr in Gebieten, die während des Krieges von Kampfhandlungen betroffen waren oder von russischen Truppen nach dem Ende der Kampfhandlungen kontrolliert wurden.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 2) im Rest des Landes, auch wenn die Lage derzeit ruhig ist.

Es wird empfohlen, vor der Reise in potentielle Krisengebiete mit den lokalen Behörden Kontakt aufzunehmen um eine eventuell notwendige Genehmigung einzuholen. Hinweise dazu geben das georgische Außenministerium und das Reintegrationsministerium.

Meiden Sie Demonstrationen und Menschenansammlungen! Informieren Sie sich vor und während der Reise über die aktuelle Sicherheitslage!

Wertgegenstände sollten nicht offen getragen werden, führen Sie außerdem nur geringere Geldbeträge mit sich. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten abgeschiedene Plätze gemieden und auf Überlandreisen sollte verzichtet werden. Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand, um eine Eskalation der Situation nicht zu provozieren.

Konsularische Hilfestellung kann nur in sehr eingeschränkten Umfang geleistet werden.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen. 

  • Visumpflicht: Nein bei einer Aufenthaltsdauer bis zu einem Jahr 
  • Reisedokumente: Reisepass, Personalausweis
  • Passgültigkeit: Mindestens 3 Monate bei Ausreise
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
  • Sonstiges: Die Einreise über Abchasien und Südossetien wird von den georgischen Behörden weiterhin als illegaler Grenzübertritt geahndet. Auch bei späteren Reisen nach Georgien droht die Verweigerung der Einreise, sollte sich aus dem Pass ergeben, dass zuvor auf illegalem Wege nach Abchasien/ Georgien eingereist wurde. Der Grenzübergang an der M3 („Alte Georgische Heerstrasse“, Larsi Grenzübergang) ist für den internationalen Reiseverkehr geöffnet. Die Ein- oder Ausreise über die russisch-georgischen Landgrenzübergänge sollte vermieden werden.

Keine Einfuhrbeschränkungen, abgesehen von den international üblichen Einfuhrverboten, größere Geldsummen und wertvolle Gegenstände sollten bei der Einreise deklariert werden. Euro werden akzeptiert, ebenso Travellerschecks und Kreditkarten; es gibt landesweit viele Bankomaten. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.

Bei Einfuhr von humanitären Hilfsgütern ist die Zollfrage durch die Empfängerorganisation vorab zu klären.

Die Einfuhr von Lebensmitteln ist verboten.

Die Ausfuhr von Geldsummen ab 30.000 GEL muss bei der Ausreise deklariert werden.

Das Reisegepäck muss vollständig wiederausgeführt werden. Die Ausfuhr von Teppichen, handelsüblichen Antiquitäten und Kunstgegenständen ist nur mit einer Genehmigung des Kulturministeriums erlaubt, die mit Hilfe der Verkäufer meist in kurzer Zeit erhältlich ist. Vor Geschäftsabschluss wird angeraten sich über mögliche Ausfuhrbeschränkungen zu informieren. Edelmetalle sowie Pelze dürfen nicht ausgeführt werden.

Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen.

Bitte beachten Sie die bei der Einreise nach Österreich geltenden Einfuhrbestimmungen.

Die Lage in den Krankenhäusern, vor allem außerhalb der Hauptstadt, entspricht oft nicht dem europäischen Niveau, ist aber für die Grundversorgung ausreichend. In entlegenen Gebieten kann bei Krankheit oder Unfall nicht mit einer raschen und effizienten medizinischen Betreuung gerechnet werden. Bei ernsthaften Verletzungen, Erkrankungen und operativen Eingriffen empfiehlt sich die Behandlung in Österreich. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur die regelmäßig benötigten Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Alle Medikamente für den persönlichen Gebrauch können nur bei Vorlage der entsprechenden ärztlichen Verschreibung ein- und ausgeführt werden. Ein Verstoß kann mit hohen Geldstrafen geahndet werden. Bestehen Zweifel, dass ein Medikament eingeführt werden darf (zum Beispiel betäubungsmittelhaltige Medikamente), wird die Kontaktaufnahme mit der Botschaft von Georgien in Wien empfohlen.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht beim Genuss von rohem Obst und Salaten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden.

Häufig sind in medizinischen Versorgungseinrichtungen Kenntnisse der Landessprache notwendig. In Tbilisi und Batumi gibt es einige private Einrichtungen, die hinsichtlich Unterbringung sowie technischer und fachlicher Ausstattung auch höheren Ansprüchen gerecht werden. In privaten Einrichtungen, die bei Bedarf auch kostenpflichtige Notarztwagen schicken, können die Kosten einer medizinischen Behandlung höher sein. Außerdem wird selbst in Notfällen eine ärztliche Behandlung oftmals nur gegen Vorkasse (bar oder per Kreditkarte) geleistet. Ein Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird daher dringend empfohlen. Für ambulante Behandlungen leichter Erkrankungen wird derMediClub Georgia (englischsprachig) empfohlen.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahe gelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Tbilisi wird von mehreren europäischen Hauptstädten sowie einigen GUS-(Haupt)Städten aus direkt angeflogen. Im Inlandsflugverkehr ist die Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards nicht gesichert. Es kommt zu größeren Verspätungen.

Das Straßennetz ist schlecht ausgebaut, abgelegene Gebiete können oft nur mit Geländefahrzeugen erreicht werden. Die teilweise aggressive Fahrweise bringt erhöhte Unfallgefahren mit sich. Von Nachtfahrten wird aus Sicherheitsgründen ausdrücklich abgeraten. Gegen die Nutzung der Hauptverkehrsstrecke zwischen Ost und West (M1) bestehen zurzeit keine Bedenken. Die Situation kann sich allerdings jederzeit ändern.

Straßen in höher gelegenen Regionen (z.B. die Verbindung von Akhaltsikhe nach Batumi über Khulo) werden im Winter nicht geräumt und sind für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Auf dem gesamten Straßennetz werden häufig Polizeikontrollen durchgeführt. Bei Autofahrten sind ein in der EU ausgestellter Führerschein oder der internationale Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden. Bei Einreise mit dem eigenen PKW gelten besondere Zollbestimmungen. Diese sehen eine maximale Verweildauer von 90 Tagen für das Kraftfahrzeug im Lande vor. Können diese Fristen nicht eingehalten werden, muss eine Ummeldung des Kfz erfolgen oder ein Antrag auf Fristverlängerung gestellt werden. Bei Überschreitung der genannten Fristen drohen empfindliche Geldbußen.

Alkohol am Steuer ist verboten (0 ‰).

Georgien verfügt zwar über ein Eisenbahnnetz, jedoch wird der öffentliche Verkehr großteils über ein dichtes Netz an preisgünstigen Minibussen abgewickelt. Diese entsprechen teilweise westlichem Standard, verkehren aber oft auch in überfülltem Zustand. Fahrziele sind ausschließlich in georgischen Schriftzeichen angeschrieben.

Kontinentales Klima im Landesinneren mit eher kalten, schneereichen Wintern und warmen Sommern. An der Küste mildes Meeresklima mit kurzen und schneearmen Wintern, im Sommer warm und feucht.

Georgien liegt in einer seismisch aktiven Zone, es kann jederzeit zu Erdbeben kommen. Weitere Informationen unter Allgemeine Hinweise, beim Nationalen US-Geologieinstitut sowie dem Österreichischen Zivilschutzverband (mit Erdbebenschutz-Ratgeber).

Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Anlagen von strategischer Bedeutung ist verboten.

Homosexualität ist straffrei. Sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit sind jedoch unerwünscht und Homosexuelle werden aufgrund konservativer Traditionen in der Gesellschaft ausgegrenzt und diskriminiert.

Besitz und Handel jeder Art von Drogen wird mit mehrjährigen Gefängnisstrafen (bis lebenslänglich) geahndet.

Das "Gesetz über die besetzten Gebiete“ untersagt Reiseverkehr, wirtschaftliche Aktivitäten, Erwerb von Grund und Boden bzw. Immobilien sowie andere Aktivitäten in Abchasien und Tskhinvali Region/Südossetien mit nur wenigen Ausnahmen. Es wird daher dringend geraten, im konkreten Fall rechtzeitig vorher das einschlägige Gesetz bzw. das Ministerium für Reintegration zu konsultieren. Auf der Internetseite des Parlaments finden Sie den englischen Gesetzestext.

Österreichische Staatsbürger können sich in Notfällen an das Österreichische Honorarkonsulat Tbilisi oder die Vertretungsbehörden anderer EU-Staaten wenden: in Tbilisi entweder an die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland oder an die französische Botschaft.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

  1. Tiflis


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


Tiflis / Tbilisi

Honorarkonsulat



Konsularbezirk:
Georgien
Anmerkung:
VORÜBERGEHEND GESCHLOSSEN.

Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
Notpassausstellung vor Ort
Visabefugnis


Tiflis / Tiblisi

Koordinationsbüro Entwicklungszusammenarbeit
Griboedov Str. 31 / Rustaveli Ave. 42, 0108 Tiflis

Telefon:
(+995 / 32) 243 44 00

Leitung:
ZIMMER Gunther | Botschaftsrat


Tiflis / Tbilisi

Botschaft
Griboedov Str. 31 / Rustaveli Ave. 42, 5. Stock, 0108 Tiflis

Telefon:
(+995 / 32) 243 44 00

Leitung:
BENKÖ Arad | ao. und bev. Botschafter

Amtsbereich:
Georgien

Anmerkung:
Konsularisch zuständig Österreichische Botschaft Baku, Tel. (+994) 12 465 9933. Schengen-Visa werden von der Schweizerischen Botschft in Tiflis erteilt.

Botschaft von Georgien

Botschaft von Georgien

Doblhoffgasse 5/5, 1010 Wien

Telefon:
(+43 / 1) 403 98 48
Telefax:
(+43 / 1) 403 98 48 20
Notruf:
(+43 / 1) 710 36 11
Amtsbereich:
Republik Österreich,

Basisdaten

  • Hauptstadt
    Tiflis
  • Int. Kennzeichen
    GE
  • Sprache
    Georgisch
  • Fremdsprachen
    Russisch, Englisch
  • Währung
    1 Lari (GEL) = 100 Tetri
  • Zeitunterschied zu MEZ
    +3h
  • Elektrischer Strom
    220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, Zwischenstecker erforderlich

 

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