Flagge Gambia Gambia (die Islamische Republik Gambia)

Stand 30.09.2016 (Unverändert gültig seit: 22.09.2016)

Die Behinderungen beim Grenzübertritt von Senegal nach Gambia wurden nach mehr als drei Monaten am 24. Mai 2016 offiziell aufgehoben. Seit diesem Zeitpunkt können Fahrzeuge die Grenze wieder in beide Richtungen passieren. Kurzfristig auftretende erneute Behinderungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Im Vorfeld der für Dezember 2016 geplanten Präsidentschaftswahlen fanden seit April wiederholt Märsche bzw. Demonstrationen von Anhängern der Oppositionsparteien statt. Diese wurden mitunter gewaltsam von den Sicherheitskräften aufgelöst und es kam zu Verhaftungen von Oppositionspolitikern.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 2) im ganzen Land.

Aufgrund der Ereignisse in Mali ist von einem erhöhten Sicherheitsrisiko (Terroranschlägen und Entführungen) auch in den anderen Ländern Westafrikas auszugehen.

Die politische Situation ist zwar weiterhin stabil, wurde jedoch im Zuge der Häufung von politischen Demonstrationen und der Verhaftung von Oppositionspolitikern ab April 2016 unruhiger. Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt. Demonstrationen und Menschenansammlungen sollten gemieden werden.

Die Kriminalität nimmt zu, insbesondere Trickdiebstähle und Eigentumsdelikte. Wertgegenstände (auch Uhren) sollten in der Öffentlichkeit nicht demonstrativ zur Schau gestellt werden. Dokumente sollten fotokopiert und die Kopien in mehreren Gepäckstücken verteilt werden.

Bei Individualreisen ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Bei Fahrten mit dem Auto sollten die Fenster geschlossen und die Türen versperrt werden. Auf allen Hauptverkehrsstrecken gibt es Sicherheits-Check-points, die oft nur schwer auszumachen, aber unbedingt zu respektieren sind. Es muss mit Schikanen durch Zoll, Militär und Polizei gerechnet werden. Von Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten. Bei Reisen auf dem Landweg in den südlichen Senegal (Casamance) wird wegen der in der Casamance operierenden Rebellengruppen und Banden zu besonderer Vorsicht geraten.

Die Österreichische Botschaft Dakar kann konsularische Hilfestellung für in Gambia in Not geratene Österreicher nur in eingeschränktem Umfang leisten.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Nein
  • Visum erhältlich: Touristenvisum (bis max. 28 Tage), die Visagebühr kann bei der Einreise bezahlt werden. Für Aufenthalte über 28 Tage muss eine Verlängerung in Gambia beantragt werden.
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens 6 Monate
  • Cremefarbiger Notpass: Keine Angaben vorhanden
  • Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können.
    Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

Es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar oder Euro in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten (akzeptiert nur in größeren Hotels, Travellerschecks werden von Banken eingelöst). Geldwechsel auf dem Schwarzmarkt wird streng geahndet. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.

Nähere Auskünfte finden Sie im Travel Centre der IATA. Rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde des jeweiligen Landes erteilen.

Bitte beachten Sie die bei der Einreise nach Österreich geltenden Einfuhrbestimmungen.

Die ärztliche Versorgung im Großraum Banjul ist ausreichend (alle größeren Hotels können Adressen vermitteln). HIV/AIDS stellt auch in Gambia eine Gefahr für jene dar, die mit diesem Infektionsrisiko sorglos umgehen. Ein hohes Risiko bergen Sexualkontakte.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen. Es besteht ein ganzjährig hohes Malariarisiko, die Einnahme einer dementsprechenden Prophylaxe wird empfohlen. Während der Regenzeit besteht eine erhöhte Gefahr von Dengue-Fieber.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Als lokale Verkehrsmittel kommen vor allem im Großraum Banjul nur Taxis in Frage. Der Preis sollte jedenfalls vorher geklärt werden, da viele Taxis keinen Zähler haben.

Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und die Zulassung sowie eventuell ein "Carnet de Passage" mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden.

Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Es herrscht ein tropisches Klima mit einer Regenzeit von Juni bis Oktober und einer Trockenzeit von November bis Mai.

Homosexualität ist illegal und kann mit mehrjährigen Haftstrafen, unter Umständen sogar lebenslänglicher Haft, bestraft werden.

Gambia ist ein mehrheitlich islamisches Land, was beim Fotografieren zu bedenken ist. Der muslimische Charakter des Landes wurde mit der am 10. Dezember 2015 erfolgten Umbenennung des Landes in die Islamische Republik Gambia unterstrichen.

Haftungsausschluss: Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

  1. Banjul


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Senegal

  • Banjul

    Honorarkonsulat
    SOS-Kinderdorf International, Regional Office for North/West Africa, P.M.B.28 Banjul

    Telefon:
    (+220) 446 43 61
    (+220) 446 08 36
    Telefax:
    (+220) 446 11 41

    Leitung:
    KITTL Josef | Honorarkonsul

    Konsularbezirk:
    Gambia

    Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
    Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
    Notpassausstellung vor Ort
    Visabefugnis

    Parteienverkehr:
    Mo 09.00 - 12.00     Mi 09.00 - 12.00     Do 09.00 - 12.00    

    Botschaft der Islamischen Republik Gambia | Honorargeneralkonsulat von Gambia, Wien

    Botschaft der Islamischen Republik Gambia

    57, Kensington Court, London W8 5DG

    Telefon:
    (+44 / (0) 20) 7937 63 16 - 18
    Telefax:
    (+44 / (0) 20) 7937 90 95

    Parteienverkehr:
    Mo - Do 09.30 - 17.00, Fr 09.30 - 13.00

    Honorargeneralkonsulat von Gambia, Wien

    Wagner-Schönkirch-Gasse 9, 1230 Wien

    Telefon:
    (+43 / 1) 616 73 95
    Telefax:
    (+43 / 1) 616 05 34
    Amtsbereich:
    Republik Österreich

    Parteienverkehr:
    Di, Mi und Do 09.00 - 12.00

    Basisdaten

    • Hauptstadt
      Banjul
    • Int. Kennzeichen
      GM
    • Sprache
      Englisch, Mandenka
    • Fremdsprachen
      Englisch
    • Währung
      1 Dalasi (GMD) = 100 Bututs
    • Zeitunterschied zu MEZ
      -1 h

     

    Reiseregistrierung.at

    Einfach online registrieren - damit wir Sie im Fall des Falles besser unterstützen können.