Flagge Ecuador Ecuador (Republik Ecuador)

Stand 09.12.2016 (Unverändert gültig seit: 04.11.2016)

Nach einem Erdbeben im April 2016 mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten sind die Provinzen Esmeraldas, Santo Domingo de los Tsachilas, Manabi, los Rios, Guayas und Santa Elena Notstandsgebiete. Besonders stark betroffen sind Pedernales, Portoviejo und Manta. Strom- und Wasserversorgung sind in den besonders betroffenen Gebieten ausgefallen, einige Straßen sind teilweise unpassierbar.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 2) im ganzen Land.

Aufgrund der Gewaltkriminalität wird Reisenden zu erhöhter Wachsamkeit geraten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit. Insbesondere in den Touristenvierteln der Städte Quito (Mariscal Sucre) und Guayaquil (Barrio Las Penas, Malecon, Flugplatz) ist es in den Nachtstunden nicht ratsam, allein unterwegs zu sein. Auf dem Weg zum populären Aussichtsberg oberhalb Quitos, dem Ruco Pichincha, kam es auch untertags schon zu Überfällen auf Touristen. Auf abgelegenen Wanderstrecken (insbesondere Lagune San Pablo bei Otavalo, Vulkan Pichincha via Cruz Loma) kommt es besonders häufig zu Überfällen und Gewaltverbrechen. Auf der Straße sollten keine Prospekte bzw. Faltblätter angenommen werden, da diese mit Drogen versehen sein könnten. Bei Raubüberfällen wird in Anbetracht der Gewaltbereitschaft der Täter empfohlen, keine Gegenwehr zu leisten. Die örtliche Polizei gewährt ausländischen Kriminalitätsopfern häufig nur eingeschränkt Schutz und Hilfe.

Es sollte nur wenig Bargeld mitgeführt werden. Kreditkarten werden nicht in allen Hotels, Restaurants oder Geschäften angenommen. Geldautomaten sollten nur während der Öffnungszeiten benutzt werden. Schmuck und wertvolle Uhren sollten nicht offen getragen werden. In Notfällen erreicht man die Polizei rund um die Uhr unter der Telefonnummer 911 bzw. die Touristenpolizei in Quito.

Die an Kolumbien angrenzenden Gebiete in den nördlichen Provinzen Carchi, Sucumbiós, Esmaralda, Orellana, Napo und die Stadt Santo Domingo sind zeitweise von Aktivitäten bewaffneter Gruppen massiv betroffen und sollten von Touristen gemieden werden. Autobusreisen, insbesondere in der Nacht, sind wegen Unfallhäufigkeit und allgemeiner Kriminalität gefährlich, gewaltsamer Autoraub kommt verstärkt vor. Im gesamten Land finden häufig Demonstrationen, Straßenblockaden und Streiks statt, bei denen es zu gewalttätigen Ausschreitungen kommen kann. Menschenansammlungen sollten grundsätzlich gemieden werden.

Bei Reisen zu den Galápagosinseln wird empfohlen, nur über renommierte Reisebüros zu buchen, da kleinere Unternehmen die Sicherheit ihrer Schiffe oft nicht gewährleisten können und nicht immer ausreichend versichert sind.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Nein
  • Reisedokumente: Gültiger Reisepass
  • Passgültigkeit: 6 Monate bei Einreise
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
  • Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können. Der Einreisestempel ist obligatorisch (auch bei Einreise über die Landgrenze von Peru oder Kolumbien). Der Pass oder eine (beglaubigte) Passkopie muss stets mitgeführt werden. Reisende sollten immer den Einreisestempel überprüfen, da dieser oft nicht auf 90 Tage erteilt wird. Gegebenenfalls muss die Aufenthaltsgenehmigung bei der Ausländerpolizei (Policia de Migración) rechtzeitig verlängert werden, da sonst bei Ausreise mit einer Geldstrafe gerechnet werden muss. Zuständige Behörde: Dirección General de Asuntos Migratorios y Extranjería del MMRREE: Calle San Ignacio 207 y San Javier (Nähe Einkaufscenter Multicentro)/ Quito, Tel.: 2227025 / 2555279 / 2552750 / 2221817 / 2548339.

    Minderjährige benötigen für die Ausreise eine notariell beglaubigte Einwilligungserklärung des gesetzlichen Vertreters in spanischer Sprache mit Apostille (Beglaubigung), für in Ecuador ansässige Minderjährige muss die Ausreiseerlaubnis von beiden Elternteilen unterzeichnet sein. Nähere Informationen sind auf der Homepage des ecuadorianischen Innenministeriums zu finden. Vor Reiseantritt wird die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen ecuadorianischen Konsulat empfohlen.

    Von der Verwendung gestohlener oder verlorener und wieder aufgefundener Reisedokumente wird abgeraten, auch wenn die Anzeige bei der zuständigen Behörde bereits widerrufen wurde. Da dieser Widerruf unter Umständen nicht oder nicht rechtzeitig bei den Grenzkontrollbehörden bekannt ist, kann dies zu Problemen bis zur Einreiseverweigerung führen.

Bei der Einreise müssen Beträge über 10.000 USD deklariert werden.

Touristen, die bis zu 90 Tage im Land waren, dürfen bis zu 10,000 USD steuerfrei ausführen, sofern sie diese schon bei der Einreise deklariert haben.

Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in bar oder Kreditkarten. Euro können bei Banken und Wechselstuben umgetauscht werden. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden, hinsichtlich der Einfuhr von Lebensmitteln, besonders bei Fleischprodukten, bestehen Beschränkungen.

Informationen dazu gibt es bei der ecuadorianischen Zollbehörde.

Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung. Der Export von Goldbarren, Antiquitäten und Wildtieren ist verboten.

Nähere Auskünfte finden Sie auch im Travel Centre der IATA. Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen.

Bitte beachten Sie die bei der Einreise nach Österreich geltenden Einfuhrbestimmungen.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

In Ecuador ist das Zika-Virus aufgetreten. Schwangere, Personen mit Immunerkrankungen, schweren und chronischen Erkrankungen oder Personen, die mit Kindern reisen, sollten im Vorfeld der Reise medizinischen Rat betreffend Mückenschutz und anderen Vorbeugungsmaßnahmen einholen. Nähere Informationen sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit zu finden.

In der tropischen Zone und im Hochland (Quito auf 2.900 m) kommt es immer wieder zu Symptomen und Beschwerden der verschiedenen Höhenkrankheiten. Vermeiden Sie daher (vor allem in der Eingewöhnungsphase) größere Belastungen des Körpers, achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und leichte Kost. Übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend angeraten. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Öffentliche Verkehrsverbindungen: ausreichendes Inlandsflugnetz, dichte Autobusverbindungen (teurere Unternehmen sind vorzuziehen).

Für Aufenthalte bis zu 30 Tage ist der österreichische Führerschein in Verbindung mit dem Reisepass und dem Einreisestempel gültig. Bei einem Aufenthalt von über 30 Tagen bis 3 Monaten wird ein internationaler Führerschein benötigt. Dieser muss von ANETA (Automobil- und Touringklub) bestätigt sein. Bei Aufenthalten über drei Monaten muss ein ecuadorianischer Führerschein erworben werden.

Bei Unfällen mit Personenschaden werden die Lenker sämtlicher am Unfall beteiligten Autos grundsätzlich in Untersuchungshaft genommen!

Vor Reisen in die Umgebung eines Vulkans wird angeraten, sich stets zeitnah über die aktuelle Lage in den betroffenen Regionen zu informieren. In den nachstehenden Links sind Informationen zu Vulkan- und Erdbebenaktivitäten des Instituto Geofisico - Escuela Politecnica National, Quito (in spanischer Sprache) sowie eine aktuelle Auflistung aller weltweit aktiven Vulkane (Website des Smithsonian Institution, in englischer Sprache) ersichtlich.
Der Vulkan Tungurahua ist in unregelmäßigen Abständen aktiv, erneute Explosionen sind wahrscheinlich. Es wird angeraten, sich bei Reisen in das Gebiet Baños über aktuelle Einschränkungen/ Sicherheitslage zu informieren. Die Besteigung des Reventador ist untersagt.

Klima:

In der Regenzeit (Januar bis April) kommt es häufig zu Überschwemmungen und Erdrutschen, die neben der Küstenregion teilweise auch das Hochgebirge treffen. Reisende sollten sich über die aktuelle Lage und Verkehrssituation bei örtlichen Medien bzw. Reiseveranstaltern informieren.

Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Je nach Höhenlage ist das Klima tropisch feucht-heiß oder gemäßigt bis kühl (insbesondere nachts). Im Hochland gibt es eine Trockenperiode von Mai bis Oktober, im Tiefland ist es im Dezember bis Juni sehr heiß und sehr feucht. Besonders im Hochland ist guter Sonnenschutz nötig, da wegen der Höhe die oft niedrige Temperatur täuscht, und es zu schwerem Sonnenbrand kommen kann.

Der Besitz von Drogen – auch in geringen Mengen zum persönlichen Bedarf – wird besonders streng (mit bis zu 35 Jahren Haftstrafe) geahndet. Auch die Mitnahme bzw. der Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann daher verhängnisvolle Folgen haben. 

Für die Anreise mit privaten Schiffen auf die Galapagosinseln ist ein Antrag beim ecuadorianischen Außenministerium zu stellen.

Homosexualität ist nicht strafbar. Gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften sind anerkannt.

Haftungsausschluss: Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen übernimmt. Für allenfalls eintretende Schäden kann keine Haftung übernommen werden.

  1. Guayaquil
  2. Quito


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Kolumbien

  • Guayaquil

    Honorarkonsulat
    Av. Jorge Pérez Concha 718 (antígua Circunvalación Sur), Guayaquil

    Telefon:
    (+593 / 4) 238 48 86
    Telefax:
    (+593 / 4) 238 48 86

    Leitung:
    SOTOMAYOR-AUZ Martina | Honorargeneralkonsulin ad personam

    Konsularbezirk:
    Provinzen Guayas, Manabi, Los Rios, El Oro, Loja, Azuay und Santa Elena

    Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
    Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
    Notpassausstellung vor Ort
    Visabefugnis

    Parteienverkehr:
    Di 10.00 - 12.00     Do 10.00 - 12.00    


    Quito

    Honorargeneralkonsulat
    Gaspar de Villaroel No. E9-53, entre Av. de los Shyris y 6 de Diciembre, Quito

    Telefon:
    (+593 / 2) 246 97 00
    Telefax:
    (+593 / 2) 244 32 76

    Leitung:
    GORRIS Veronique | Honorargeneralkonsulin
    GORRIS Tobias | Honorarvizekonsul

    Konsularbezirk:
    Ecuador (mit Ausnahme der Provinzen Guayas, Manabi, Los Rios, El Oro, Loja und Cuenca)
    Anmerkung:
    Erreichbarkeit in Notfällen: Mobil-Tel.Nr. (+593) 22 469 700

    Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
    Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
    Notpassausstellung vor Ort
    Visabefugnis

    Parteienverkehr:
    Mo 10.00 - 12.00     Di 10.00 - 12.00     Mi 10.00 - 12.00     Do 10.00 - 12.00     Fr 10.00 - 12.00    

    Botschaft der Republik Ecuador in Ungarn | Generalkonsulat der Republik Ecuador | Ständige Vertretung der Republik Ecuador bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Botschaft der Republik Ecuador in Ungarn

    Andrássy út. 20.1/2, 1061 Budapest

    Telefon:
    +36 1 315 2124 / 345 04 24
    Telefax:
    +36 1 315 2104
    Amtsbereich:
    Republik Österreich, Republik Bulgarien, Republik Kroatien, Hellenische Republik, Rumänien; Republik Serbien

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 09:00 - 17:00

    Generalkonsulat der Republik Ecuador

    Goldschmiedgasse 10/2/201+202, 1010 Wien

    Telefon:
    (+43 / 1) 890 44 34
    Telefax:
    (+43 / 1) 535 08 97
    Amtsbereich:
    Republik Österreich, Slowakische Republik

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 08.30 - 13.00 und 14.00 - 17.30

    Ständige Vertretung der Republik Ecuador bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Goldschmiedgasse 10/2/205, 1010 Wien

    Telefon:
    (+43 / 1) 535 32 08
    Telefax:
    (+43 / 1) 535 32 08 99

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 09.00 - 13.00 und 14.00 - 18.00

    Basisdaten

    • Hauptstadt
      Quito
    • Int. Kennzeichen
      EC
    • Sprache
      Spanisch
    • Fremdsprachen
      Englisch
    • Währung
      1 US-Dollar (USD) = 100 Cent
    • Zeitunterschied zu MEZ
      -6 h
    • Elektrischer Strom
      110 Volt, 60 Hertz, flachpolige Stecker (Zwischenstecker erforderlich)

     

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