Working Holiday Visa

Working Holiday Visum

Angehörige von Ländern, mit denen ein Working Holiday Programm besteht, können während eines maximal sechsmonatigen Ferienaufenthaltes in Österreich grundsätzlich bewilligungsfrei jeder beliebigen Beschäftigung zur Mitfinanzierung ihres Aufenthaltes oder einer Bildungsmaßnahme nachgehen. Ausnahmen bestehen nur insofern, als am Arbeitsmarkt oder im Bildungsbereich Zugangsbeschränkungen gelten und diese im Einzelfall nicht erfüllt sind.

Arbeitsurlaubende, welche die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen, erhalten je nach Dauer ein Visum C oder D mit dem Vermerk „WHP“ ausschließlich im Ausland an der zuständigen Vertretungsbehörde (vgl. Working Holiday Antrag). Für die Beschäftigungsaufnahme ist eine Ausnahmebestätigung (§ 3 Abs. 8 AuslBG) zwar nicht erforderlich aber als Nachweis sinnvoll. Sie wird vom Arbeitsmarktservice ausgestellt, nämlich der für den Wohnort zuständigen AMS-Regionalgeschäftsstelle. Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen müssen die für die jeweilige Beschäftigung geltenden Lohn- und Arbeitsbedingungen einschließlich der sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften einhalten.

Die Inanspruchnahme eines Working Holiday Visums hat keine Auswirkung auf die Bestimmungen über einen visumfreien Aufenthalt in Österreich und im Schengen-Raum. Selbst wenn sich dieser visumfreie Aufenthalt unmittelbar davor und/oder danach ergeben sollte, ist dafür keine Ausreise nötig.

Das Working Holiday Visum gibt unterhaltsberechtigten Angehörigen (z.B. Ehepartnern und Kindern) von Personen, die einen Arbeitsurlaub absolvieren, keinen Anspruch zur Mitreise. Eine Begleitung richtet sich nach den allgemeinen Einreisebestimmungen.

Voraussetzungen

  • Ein Arbeitsurlaub ist nur Personen im Alter von 18 bis 30 Jahren möglich. Eine Antragstellung ist vor dem 18. Geburtstag bereits möglich, jedoch darf der Antritt des Visums nicht vor dem 18. Geburtstag erfolgen. Die Antragstellung für ein Working Holiday Visum für Österreich ist frühestens 3 Monate und – nach Möglichkeit – nicht später als 3 Wochen vor Antritt des Visums zulässig. Ein Working Holiday Visum für Österreich hat einen festgelegten Geltungszeitraum, der nach Ausstellung nicht verändert werden kann.
  • Die Dauer des Working Holiday Aufenthalts darf sechs Monate (ab dem 1. Geltungstag des Visums) nicht überschreiten. Die Bestimmungen über einen visumfreien Aufenthalt in Österreich und im Schengen-Raum bleiben davon unberührt.
  • Wer bereits einen Working Holiday Aufenthalt absolviert hat, kann einen weiteren Working Holiday Aufenthalt nur für ein anderes Land beantragen. Sollte ein Working Holiday Aufenthalt nicht angetreten werden, empfiehlt sich daher die Stornierung des Visums, um ein Working Holiday Visum später nochmals beantragen zu können. Die Stornierung eines bereits angetretenen Working Holiday Aufenthalts, etwa weil keine Beschäftigung aufgenommen wurde, ist jedoch nicht möglich.
  • Primärer Anlass und Reisezweck sind nicht Beschäftigung oder Bildung. Sie können sich im Zuge des Aufenthalts spontan ergeben, wofür das Visum die Grundlage bildet.


Antragsteller müssen

    • im Besitz eines mindestens drei Monate nach dem Termin der geplanten Rückreise gültigen Reisepasses sein.
    • über ein Rückreiseticket oder über ausreichende Mittel für den Kauf eines solchen Tickets verfügen.
    • für die erste Zeit des Aufenthaltes über ausreichende Mittel für den Lebensunterhalt verfügen.
    • einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz nachweisen.
    • allfällige Gesundheits- und Leumundserfordernisse erfüllen und darf nicht wegen einer Straftat verurteilt sein.
    • die Gebühr für das Visum entrichten. Es besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der Gebühr, auch wenn das Visum abgelehnt oder nach der Ausstellung storniert wird.