Anerkennung der Vaterschaft

Die für AuslandsösterreicherInnen wesentlichen Neuerungen der am 1.8.2013 in Kraft getretenen Staatsbürgerschaftsnovelle 2013 im Überblick.

Gleichstellung von ehelichen und unehelichen Kindern

Grundsätzlich erwerben Kinder die österreichische Staatsbürgerschaft mit Geburt, wenn zumindest ein Elternteil die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt.

Wird das Kind unehelich geboren und ist nur der Vater österreichischer Staatsbürger, dann muss - damit das Kind die österreichische Staatsbürgerschaft mit Geburt durch Abstammung erwirbt - die Vaterschaft durch freiwillige Willenserklärung des Vaters (vor der Geburt oder) binnen acht Wochen nach der Geburt anerkannt bzw. gerichtlich festgestellt worden sein.

Ein Vaterschaftsanerkenntnis nach österreichischem Recht kann entweder beim Standesamt in Österreich oder bei jeder österreichischen Vertretungsbehörde im Ausland (unabhängig vom Wohnsitz) abgegeben werden.

Die Anerkennung der Vaterschaft bei der zuständigen schwedischen Behörde ist für den österreichischen Rechtsbereich gültig, wenn das Kind mit Geburt die schwedische Staatsangehörigkeit besitzt (i.e. wenn die Mutter schwedische Staatsangehörige ist).

Zu beachten ist, dass eine vorgeburtliche Vaterschaftsanerkenntnis vor den schwedischen Behörden für den österreichischen Rechtsbereich NICHT gültig ist. In diesem Fall – damit das Kind die österreichische Staatsbürgerschaft erwirbt - müsste zusätzlich (vor der Geburt oder binnen 8 Wochen nach der Geburt) eine Vaterschaftsanerkenntnis nach österreichischem Recht erfolgen.

Eine Vaterschaftsanerkennung nach österreichischem Recht ist auch dann erforderlich, wenn das Kind bei Geburt nicht die schwedische Staatsangehörigkeit besitzt, weil dann auch die schwedische Vaterschaftsanerkennung für den österr. Rechtsbereich nicht gültig ist.