Waffen

Symbolbild - Schwert, Mittelalter, Waffe

Personen mit Wohnsitz in Schweden dürfen Schusswaffen und Munition nach Österreich im Rahmen einer Reise persönlich transportieren, sofern diese Waffen in einem ordnungsgemäß ausgestellten Europäischen Feuerwaffenpass eingetragen sind und die zuständige österreichische Behörde eine Bewilligung erteilt hat.

Der Antrag auf Erteilung der Bewilligung zum Mitbringen von Schusswaffen und Munition kann

  • entweder direkt bei der Behörde in Österreich, das ist die Bezirkshauptmannschaft oder Bundespolizeidirektion, die für den beabsichtigten Aufenthaltsort oder – im Falle einer Durchreise – die Grenzübertrittstelle örtlich zuständig ist,
  • oder bei der nächsten konsularischen Vertretung eingebracht werden.

Keine Bewilligung ist erforderlich für

  • JägerInnen: für bis zu drei Schusswaffen, ausgenommen Faustfeuerwaffen und dafür bestimmte Munition, und
  • SportschützInnen: für bis zu drei Schusswaffen und dafür bestimmte Munition, sofern diese Schusswaffen in einem von den zuständigen schwedischen Behörden ausgestellten Europäischen Waffenpass eingetragen sind und die Betroffenen den konkreten Anlass der Reise (z. B. bestimmte Jagd- oder Sportausübung) nachweisen.

Das österreichische Waffengesetz 1996 sieht eine Einteilung der Schusswaffen in vier Kategorien vor:

  • Kategorie A - Verbotene Schusswaffen
  • Kategorie B - Genehmigungspflichtige Schusswaffen
  • Kategorie C - Meldepflichtige Schusswaffen
  • Kategorie D - Sonstige Schusswaffen

Die grundsätzlichen Voraussetzungen für den Erwerb und den Besitz von Schusswaffen der einzelnen Kategorien werden nachfolgend kurz dargestellt.

Die Waffenbehörde (Bezirksverwaltungsbehörde oder Bundespolizeidirektion) erstellt Ausnahmebewilligungen für verbotene Waffen.

Dazu gehören Faustfeuerwaffen (Pistolen und Revolver), halbautomatische Schusswaffen ( Selbstladeflinten, Selbstladebüchsen, auch Kleinkaliber) und Repetierflinten, die nicht Kriegsmaterial oder verbotene Waffen sind. Für den Erwerb und den Besitz ist ein Waffenpass oder eine Waffenbesitzkarte erforderlich.

  • Waffenpass: Dieser berechtigt zum Erwerb, Besitz und Führen von genehmigungspflichtigen, meldepflichtigen und sonstigen Schusswaffen.
    • Voraussetzung : Vollendung des 21. Lebensjahres, Verlässlichkeit und Bedarf
    • Kosten für den Erwerb: 13 € Antragsgebühr und 87 € Verwaltungsabgabe
  • Waffenbesitzkarte: Diese berechtigt zum Erwerb und Besitz - nicht aber zum Führen! - von genehmigungspflichtigen Schusswaffen.
    • Voraussetzungen: Vollendung des 21. Lebensjahres, Verlässlichkeit und Bedarf
    • Kosten für den Erwerb: 13 € Antragsgebühr und 43 € Verwaltungsabgabe

Dazu gehören Gewehre mit gezogenem Lauf, sofern sie nicht unter die Kategorie A und B fallen. Erwerb und Besitz sind für Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet und kein Waffenverbot haben, ohne waffenrechtliche Urkunde erlaubt. Sie müssen jedoch binnen vier Wochen bei einem österreichischen Waffenhändler gemeldet werden.

In diese Kategorie fallen alle nicht verbotenen oder genehmigungspflichtigen Schusswaffen mit glattem Lauf, die darüber hinaus auch nicht zum Kriegsmaterial zählen (beispielsweise die typischen Jagd(schrot)flinten). Erwerb und Besitz von meldepflichtigen Schusswaffen sind für Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet und kein Waffenverbot haben, ohne waffenrechtliche Urkunde erlaubt.