Eheschließung

Eheschließung in der Tschechischen Republik

Die Eheschließung zwischen österreichischen und tschechischen Partnern ist in der Tschechischen Republik grundsätzlich problemlos möglich. Es können auch zwei Österreicher oder Österreicher mit einem/einer Partner/-in einer dritten Staatsangehörigkeit die Ehe in Tschechien schließen. Die materiellen Vorschriften des jeweiligen Landesrechts sind zu beachten. Es wird empfohlen, sich frühzeitig an das jeweilige Standes- oder Pfarramt zu wenden und nach dessen konkreten Anforderungen zu fragen. Die in dieser Information aufgeführten Regelungen können daher lediglich als allgemeine Grundlage für die Vorbereitung der Eheschließung dienen. Eine bestimmte Aufenthaltsdauer der Verlobten in der Tschechischen Republik ist vor der Eheschließung nicht erforderlich. Wer in Prag heiraten will, sollte rechtzeitig (mindestens zwei Monate vor dem gewünschten Hochzeitstag) bei dem zuständigen Standesamt einen Termin vereinbaren. Zuständig für Eheschließungen in Prag 1 (Altstädter Ring) ist: Městský úřad, - Matrika-, Vodičkova 18, 115 68 Praha 1, Tel. 00420/221 097 111. Eine persönliche Vorsprache ist erforderlich; tschechische Sprachkenntnisse sind dazu unbedingt notwendig. Telefonische Terminvereinbarungen sind leider nicht möglich. Dokumente, die nicht in tschechischer Sprache verfasst sind, müssen von einem gerichtlich zugelassenen Übersetzer in die tschechische Sprache übersetzt werden. (Die Botschaft empfiehlt die Übersetzung der deutschen Unterlagen in Tschechien). Bei der Trauung müssen zwei Zeugen zugegen sein. Wenn ein Verlobter nicht tschechisch spricht, muss bei der Eheschließung ein gerichtlich zugelassener Dolmetscher anwesend sein. Zur Vorbereitung der Eheschließung sind von beiden Verlobten in der Regel folgende Dokumente (im Original oder in beglaubigter Kopie) vorzulegen:

  • Geburtsurkunde aus der Name, Vorname, Geburtsdatum und -ort der Braut/des Bräutigams sowie der Name ihrer Eltern hervorgehen (da in tschechischen Geburtsurkunden auch die Geburtsdaten und -orte der Eltern verzeichnet sind, verlangen einige Standesämter auch die Geburtsurkunden der Eltern)
  • Ehefähigkeitszeugnis des Heimatstaats des/der ausländischen Verlobten (für österreichische Staatsangehörige erhältlich beim Standesamt des letzten Wohnorts in Österreich)
  • Aufenthalts-/Meldebescheinigung, aus der der Familienstand hervorgeht (nicht erforderlich, falls sich diese Angaben aus dem Ehefähigkeitszeugnis ergeben)
  • Falls verwitwet: Sterbeurkunde des früheren Ehegatten
  • Falls geschieden: Rechtskräftiges Scheidungsurteil
  • Gültiger Reisepass oder Personalausweis als Identitätsnachweis
  • Staatsbürgerschaftsnachweis

Eine nach tschechischem Recht wirksam standesamtlich oder kirchlich geschlossene Ehe wird ohne gesondertes Anerkennungsverfahren in Österreich anerkannt. Als Nachweis dient die vom tschechischen Standesamt ausgestellte Heiratsurkunde.
Die österreichische Rechtsordnung sieht keine Eheschließung österreichischer StaatsbürgerInnen vor den österreichischen Vertretungsbehörden ("Konsularehe") vor.

Alle Angaben beruhen auf Erkenntnissen und Einschätzungen der Botschaft zum Zeitpunkt der Textabfassung. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit, insbesondere wegen zwischenzeitlich eingetretener Veränderungen, kann jedoch keine Gewähr übernommen werden.

Informationen in Bezug auf Eheschließung in Österreich