Führerschein

Innerhalb der Europäischen Union werden die Führerscheine aller Mitgliedstaaten gegenseitig anerkannt. Bei Verlegung seines "ordentlichen Wohnsitzes" nach Tschechien ist daher ein Umtausch des österreichischen Führerscheines in einen tschechischen nicht mehr notwendig, aber weiterhin möglich. Bei einem Umtausch müssen die tschechischen Behörden jedoch prüfen, ob der Führerschein nach wie vor gültig ist. Die örtliche Zuständigkeit für die Ausstellung eines tschechischen Führerscheines richtet sich nach dem Wohnsitz des Antragstellers in der Tschechischen Republik. Für die sog. Statutarstädte sind in der Regel die jeweiligen Magistrate zuständig. Für die übrigen Antragsteller sind es die Stadtämter.

Bei Verlust oder Erneuerung des Führerscheines ist die Führerscheinbehörde des Mitgliedstaates, in dem man seinen "ordentlichen Wohnsitz" hat, für die Ausstellung zuständig. Inhaber eines tschechischen Führerscheins müssen sich spätestens einen Tag vor der Vollendung des 65. Lebensjahres einer medizinischen Untersuchung unterziehen. Diese Untersuchung müssen sie noch vor der Vollendung des 68. Lebensjahres und dann alle zwei Jahre wiederholen. Den Nachweis dafür muss der Lenker mit sich tragen. Diese Bestimmungen gelten für alle Inhaber tschechischer Führerscheine. Sollte der Lenker als Nachweis einer Fahrerlaubnis einen ausländischen Führerschein (z.B. einen österreichischen) verwenden, ist kein Gesundheitsnachweis vorzulegen.