Geschichte des Amtsgebäudes

Die Rue Fabert, die eine der Begrenzungen der Esplanade des Invalides darstellt, trägt seit 1864 den Namen des französischen Marschalls Fabert (1599-1662), nachdem sie bis zu diesem Zeitpunkt seit ihrer Schaffung im Zuge der Neugestaltung der Esplanade (1804-1807) Rue d’Austerlitz geheißen hatte.

Noch im 19. Jhdt. (1863) lautete die Adresse des Grundstücks der Botschaft 132 und 134, Rue de l’Université, während in der Rue d’Austerlitz keine Hausnummer bestand, da der Garten des Gebäudes ursprünglich bis zur Seine (heute Quai d’Orsay) reichte.

Das Hauptgebäude geht in seiner Substanz auf das 18. Jhdt. zurück, wurde jedoch mehrfach, insbesondere noch 1865, verändert. Die Namen der Architekten oder der Baufirmen ließen sich nicht ermitteln. Im Jahre 1894 wurde jedoch eine teilweise Erhöhung des Innenhofes vorgenommen, die auf die Bautätigkeit des Architekten Louis Parent zurückgehen dürfte.

Die Reihenfolge der Eigentümer seit der 2. Hälfte des 19. Jhdts. kann wie folgt skizziert werden:

Im Jahre 1863 erwarben Alexandre Charles Hippolyte Lesellier Vicomte de Chézelles und dessen Gemahlin, geb. Rouillé de Fontaine, die damals 1970m2 große Liegenschaft 132-134, Rue de l’Université von Jacques Louis François Travers.

Nach Verkauf einer Teilparzelle an Léonce Louis Melchior Marquis de Vogüé verblieben das restliche Grundstück und das Gebäude im Besitz der Familie der Vicomtes de Chézelles bzw. deren Nachkommen.

Im Jahre 1948 vereinigte Henry Bénigne Richard Comte de Bertier de Sauvigny - seinerseits ein Nachkomme der Familie de Chézelles - durch Ankauf das durch Erbfolge auf mehrere Personen geteilte Eigentum an dem Grundstück, indem er zu seinem eigenen Anteil (die Hälfte) als Erbe (und Cousin) des Vicomte Richard de Chézelles je einen Viertelanteil von Christiane Antoinette de Pracomtal, verehelichte Gräfin César Elzéar Poniface de Castellane einerseits, und am selben Tag (22. Dezember 1948) von Richard Etienne Marquis de Pracomtal andererseits erwarb.

Die Republik Österreich wurde auf Grund des notariellen Kaufvertrages vom 22. Dezember 1949 - der österreichischerseits durch den damaligen Gesandten in Paris, Dr. Alois Vollgruber, unterzeichnet wurde - Eigentümer der Liegenschaft.

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