Häufig gestellte Fragen (FAQ) - und die Antworten

Zur Vermeidung von längeren Wartezeiten wird dringend empfohlen, vor der persönlichen Vorsprache bei der Konsularabteilung in Paris einen Termin zu vereinbaren. Dies ist über das elektronische Terminvereinbarungssystem (siehe Quicklink) möglich.

Das französische Parlament hat ein neues Fremdengesetz beschlossen, das u. a. auch die Abschaffung der sogenannten "Carte de séjour" für Staatsangehörige aus dem EWR vorsieht:

Mit Artikel 14 des "Loi n° 2003-1119 du 26 novembre 2003 relative à la maîtrise de l'immigration, au séjour des étrangers en France et la nationalité" (JO n° 274 vom 27.11.2003, Seite 20136) werden die ersten zwei Absätze des Artikels 9-1 der Verordnung (Ordonnance) Nr. 45-2658 vom 2. November 1945 wie folgt geändert:

"Les ressortissants des Etats membres de l'Union européenne, d'un autre Etat partie à l'accord sur l'Espace économique européen ou de la Confédération helvétique qui souhaitent établir en France leur résidence habituelle ne sont pas tenus de détenir un titre de séjour."

"S'ils en font la demande, il leur est délivré, dans des conditions précisées par décret en Conseil d'Etat, un titre de séjour, sous réserve d'absence de menace pour l'ordre public."

"Toutefois, demeurent soumis à la détention d'un titre de séjour durant le temps de validité des mesures transitoires éventuellement prévues en la matière par le traité d'adhésion du pays dont ils sont ressortissants, et sauf si ce traité en stipule autrement, les ressortissants des Etats membres de l'Union européenne qui souhaitent exercer en France une activité économique."

Antwort: Ja. Der Verlust eines behördlichen Lichtbildausweises (Reisepass, Personalausweis, Führerschein) ist bei der zuständigen Polizei in Frankreich unbedingt zu melden. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn sich die Person, die diese Meldung erstattet, selbst ausweisen kann oder die Identität durch einen Zeugen bestätigt wird.

Aufgrund einer Gesetzesänderung ist die französische Polizei für die Entgegennahme von Verlustanzeigen nicht mehr zuständig, wenn gleichzeitig ein Antrag auf Ausstellung eines neuen französischen Ausweisdokuments gestellt wird. Dies betrifft jedoch nicht die Meldung des Verlusts eines österreichischen Dokuments.

Sollte sich die Polizei trotzdem weigern, die Meldung des Verlusts eines österreichischen behördlichen Lichtbildausweises entgegenzunehmen, kann in der Konsularabteilung der Botschaft in Paris eine „eidesstattliche Erklärung“ über den Verlust abgegeben werden.

Nach der Rückkehr nach Österreich sollte der Verlust zusätzlich bei der österreichischen Polizei gemeldet werden.

Antwort: Österreichische Reisepässe können nicht verlängert werden. Bitte beantragen Sie bei der für Ihren Wohnort zuständigen konsularischen Vertretung (siehe "Zuständigkeit") einen neuen Reisepass. Weitere Informationen und die Antragsformulare zum Download finden Sie im Verzeichnis "Service für BürgerInnen" / "Ausweise und Dokumente" / "Reisepass".

Das österreichische Staatsbürgerschaftsrecht verfolgt den Grundsatz der Vermeidung mehrfacher Staatsbürgerschaften. So führt der willentliche Erwerb einer fremden Staatsbürgerschaft (z.B. durch Antrag, Erklärung oder ausdrückliche Zustimmung) automatisch zum Verlust der österreichischen Staatsbürgerschaft. Dieser Grundsatz wird jedoch zum Beispiel durch den automatischen Erwerb weiterer Staatsangehörigkeiten oder die Beibehaltung der österreichischen Staatsbürgerschaft vor dem Erwerb der fremden Staatsangehörigkeit durchbrochen.

Automatische Doppel- bzw. Mehrfachstaatsbürgerschaften: Erwirbt ein Kind eines österreichischen Staatsbürgers/einer österreichischen Staatsbürgerin automatisch mit Geburt oder Legitimation weitere Staatsangehörigkeiten, ist das Kind Doppel- bzw. Mehrfachstaatsbürger. Eine Entscheidungspflicht für eine Staatsbürgerschaft (z.B. mit Erreichen des 18. Lebensjahrs) ist im österreichischen Staatsbürgerschaftsrecht nicht vorgesehen.

Beibehaltung der Staatsbürgerschaft: Doppelstaatsbürgerschaften sind auch dann möglich, wenn vor dem Erwerb der fremden Staatsangehörigkeit die Beibehaltung der österreichischen Staatsbürgerschaft von der zuständigen Behörde in Österreich (Landesregierung) durch Bescheid genehmigt wurde.

Für ausführliche Informationen zu Doppelstaatsbürgerschaften und Beibehaltung der österreichischen Staatsbürgerschaft dürfen wir Sie zuständigkeitshalber an die sachlich zuständige Landesregierung verweisen.

Antwort: Die österreichischen konsularischen Vertretungen können keine Eheschließungen vornehmen. Wenden Sie sich bitte an das für Ihren Wohnort zuständige Standesamt ("Etat civil"). Ausführliche Hinweise zu diesem Thema finden Sie unter "Personenstand und Familie" / "Eheschließung".

Antwort: Österreichische StaatsbürgerInnen benötigen für die Arbeitsaufnahme in Frankreich keine Bewilligung. Die konsularischen Vertretungen Österreichs können Ihnen bei der Jobsuche nicht behilflich sein, wenden Sie sich daher bitte an die dafür vorgesehenen Einrichtungen.

Es gehört auch nicht zu den Aufgaben der konsularischen Vertretungen, freien Wohnraum zu vermitteln. Hier jedoch einige hilfreiche Informationen und Tipps.

Die Wohnungssuche in Frankreich, insbesondere in den Großstädten und vor allem im Großraum Paris, kann sich außerordentlich schwierig gestalten. Wohnraum ist knapp und die Mieten sind im Vergleich zu Österreich sehr hoch. Aufgrund des geringen Angebots können sich die Vermieter im Allgemeinen ihren Mieter aussuchen und verlangen Nachweise (insbesondere über das Einkommen), deren Zweck für Neuankömmlinge nicht immer verständlich ist.Informieren Sie sich über das französische Mietrecht auf Service-Public - Logement

Das Internet bietet eine große Hilfe bei der Wohnungssuche und dank der gängigen Suchmaschinen (Suchworte: „location“ „immobilier“ „appartement“ u. ä.) sollten Sie sich bald einen Überblick verschaffen können. Sehr zielführend ist es auch, den Maklerbüros in den Wohngegenden, die Ihnen gefallen, einen Besuch abzustatten.

Für Studenten gibt es Hilfestellung bei CNOUS. Studentenunterkünfte zu günstigen Preisen müssen bis spätestens April eines jeden Jahres für die Zeit ab Oktober reserviert werden. Jene, die später suchen, sind auf den freien Markt angewiesen.

Die Möglichkeiten, eine Person, die sich in Frankreich aufhält, auszuforschen, sind mangels eines zentralen Melderegisters begrenzt. Es besteht – im Gegensatz zu Österreich – keine gesetzliche Meldepflicht. In Frankreich aufhältige Personen sind zwar verpflichtet, ihren Wohnsitz im französischen Personalausweis oder Reisepass bzw. Fremdenausweis eintragen zu lassen, die französischen Behörden erteilen aber aus Gründen des Datenschutzes nur auf Ersuchen von Polizeibehörden oder Gerichten, aber nicht der Botschaft oder der Konsulate, Auskunft.

Viele Personen sind im öffentlichen Telefonbuch erfasst. Für eine erfolgreiche Ausforschung muss zumindest der Familienname und die Region, in der sich die gesuchte Person aufhalten soll, bekannt sein. Die Suche im öffentlichen Telefonbuch ist in Frankreich oft nicht zielführend, weil Geheimnummern („Liste rouge“) viel mehr verbreitet sind.

Das französische Telefonbuch im Internet  (in französischer und englischer Sprache)

Ein an eine konsularische Vertretung gerichtetes Ersuchen um Personenausforschung ist – unabhängig vom Resultat – auf jeden Fall gebührenpflichtig und kostet mindestens EURO 24,00. Bei umfangreichen Nachforschungen kommen noch die Kosten für die Sachauslagen hinzu.

Informationen betreffend die Ausforschung von Personen in Österreich finden Sie unter "Personensuche, Familien- und Ahnenforschung".

Ausländische Personenstandsurkunden (wie Geburtsurkunden, Heiratsurkunden, Scheidungsurkunden) sind in der Regel in beglaubigter Form (Apostille bzw. diplomatische Beglaubigung) einzureichen. Besteht ein bilaterales Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung dieser Urkunden zwischen Österreich und dem Ausstellungsland, wird keine Beglaubigung benötigt.

  • Urkunden aus Frankreich werden in Österreich ohne Beglaubigungsvermerk bzw. Apostille anerkannt.
  • Urkunden aus Monaco benötigen eine Apostille, um in Österreich anerkannt zu werden.

Fremdsprachige Urkunden: Urkunden, welche nicht in deutscher (oder englischer) Sprache ausgestellt wurden, sind entweder in mehrsprachiger Form (plurilingue) oder zusammen mit einer Übersetzung eines gerichtlich beeideten Übersetzers (in Deutsch oder Englisch) vorzulegen.

Antwort: Die konsularischen Vertretungen sind nicht befugt, Übersetzungen vorzunehmen. Wenden Sie sich bitte an einen bei den Gerichten zugelassenen Übersetzer.

Die Internetsuche von Übersetzungsbüros in Frankreich ist über die französischen "Gelben Seiten" möglich.