Österreich in Frankreich

Zu Frankreich waren und sind die Beziehungen Österreichs, gerade weil häufig auch wechselvoll, besonders spannend. Von habsburgischer Heiratspolitik und Allianzumkehr spannt sich der Bogen im Lauf der Jahrhunderte über den Tiroler Freiheitskampf bis zur Einrichtung des Französischen Lyzeums in Wien und des Forums Alpbach in Tirol durch General Béthouart.

Im Rahmen der europäischen und internationalen Politik teilen Österreich und Frankreich heute eine Vielzahl von Anliegen und Interessen: Neben dem Projekt des geeinten Europa, an dessen Verwirklichung wir gemeinsam mit aller Kraft arbeiten, stehen wir für ein starkes, selbstbewusstes Europa mit einer eigenständigen Sicherheits- und Verteidigungsidentität. Uns liegt daran, Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit auf der ganzen Welt zu fördern. Wir müssen und wollen uns den Herausforderungen der Globalisierung stellen und streben dabei nachhaltige Lösungen an, die die Sicherheit der Bürger und kommender Generationen im weitesten Sinn gewährleisten. Die Charta der Vereinten Nationen mit ihren Grundsätzen und Zielen und ihrer nach 1945 geschaffenen Ordnung ist für beide Staaten die weltweite Grundlage unseres Handelns und Strebens.

Österreichern und Franzosen ist darüber hinaus großes Interesse und Sympathie für einander und das Land und die Kultur des jeweils anderen gemeinsam. Die Sprache ist im Zentrum dieses wechselseitigen Verstehens und die beiden Länder bemühen sich, die Präsenz der jeweils anderen Sprache im Rahmen von Unterricht und Ausbildung zu fördern. Österreich und Frankreich verfechten die sprachliche und kulturelle Vielfalt in Europa und in der Welt. Unsere gemeinsamen Werte sind daher vor allem auch kulturelle Werte.