Gesundheit & Soziales

Sozialversicherung

Die Geschichte der österreichischen Sozialversicherung blickt auf über 100 Jahre zurück. Die Sozialversicherung ist in Österreich im Rahmen der Selbstverwaltung organisiert. Sozialversicherungsträger wurden als Körperschaften öffentlichen Rechts durch die einzelnen Sozialversicherungsgesetze eingerichtet.

Auf zwischenstaatlicher Ebene hat Österreich im Bereich der sozialen Sicherheit in Europa und darüber hinaus mit derzeit insgesamt 45 Staaten Abkommen geschlossen. Abkommen über Soziale Sicherheit (ASS) sind bilaterale völkerrechtliche Verträge, die aus Sicht der Sozialversicherten dazu führen, gleiche oder ähnliche Leistungen wie von der Heimat-Sozialversicherung auch in anderen Staaten durch deren Sozialversicherungsträger in Anspruch nehmen zu können. Anspruchsberechtigt aus diesen Abkommen sind nicht nur österreichische StaatsbürgerInnen, sondern alle in Österreich sozialversicherten Personen. Für die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen während eines Aufenthaltes im Gebiet eines Mitgliedstaates der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und im Gebiet der Schweiz wird die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) benötigt.

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Vorsorge

Unabhängig vom Hauptwohnsitz im In- oder Ausland können ÖsterreicherInnen rechtliche Vorsorge insbesondere für den Fall treffen, dass sie infolge eines Unfalles oder einer schweren Erkrankung vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr in der Lage sind, die eigenen Angelegenheiten für sich selbst zu regeln; auch für den Todesfall, der insbesondere im Ausland komplizierte (Rechts-)Folgen und langwierige Streitigkeiten nach sich ziehen kann. Eigene Vorsorgewünsche können durch Testament, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung u.dgl. rechtzeitig festgelegt werden. Die Rechtsanwaltskammern und Notariatskammern in den neun Bundesländern informieren darüber umfassend.