Beglaubigung

Von ausländischen Behörden ausgestellte Dokumente und Urkunden sind im österreichischen Rechtsbereich ausschließlich dann wirksam, sofern eine Apostille gemäß dem Haager Beglaubigungsabkommen oder eine konsularische Überbeglaubigung der zuständigen Österreichischen Vertretungsbehörde im Ausland auf dem Original angebracht wurde.

Beglaubigungen werden vom österreichischen Honorarkonsulat in Minsk ausgestellt. Dieses beglaubigt die Unterschrift einer Privatperson (Beglaubigung B): z.B. Vollmacht, Einverständniserklärung für die Kinder, die ohne Begleitung beider Elternteile nach Österreich reisen, die Kopie eines Originaldokumentes (Vidimierung): die Kopien von Geburts- und Sterbeurkunden, Heiratsurkunden, Diplomen, Reifezeugnissen usw.

Das österreichische Honrarkonsulat in Minsk haftet nicht für den Inhalt der Dokumente, sondern beglaubigt lediglich, dass:

  • das Amtssiegel und die Unterschrift des Außenministeriums als echt befunden wird, jedoch die inhaltliche Richtigkeit lediglich vermutet wird und somit widerlegbar ist.
  • die Unterschrift von der im Dokument angegebenen Person persönlich vor dem Sachbearbeiter des Honorarkonsulats geleistet wurde.
  • die Kopie mit dem im Honoarkonsulat vorgewiesenen Original übereinstimmt.

Vom Österreichischen Honorarkonsulat Minsk werden weder Übersetzungen der Unterlagen angefertigt, noch ihre Richtigkeit bestätigt. (Es ist der Tätigkeitsbereich eines Übersetzungsbüros).

Da sowohl die Republik Belarus, als auch die Republik Österreich der Haager Konvention (vom 5. Oktober 1961), die die Legalisierungsforderungen von ausländischen Dokumenten abschafft, beigetreten sind, benötigen die auf dem Territorium der Republik Belarus ausgestellten Dokumente keine Überbeglaubigung, hier reicht die Apostille, damit das jeweilige Dokument in Österreich rechtsgültig wird.