Anerkennung der Vaterschaft

Die für Auslandsösterreicher/innen wesentlichen Neuerungen der am 1.8.2013 in Kraft getretenen Staatsbürgerschaftsnovelle 2013 im Überblick.

Gleichstellung von ehelichen und unehelichen Kindern

Beim Staatsbürgerschaftserwerb durch Abstammung wird nicht mehr zwischen ehelichen und unehelichen Kindern unterschieden. Für Kinder nicht verheirateter Eltern, die ab 1.8.2013 geboren sind, ist der Staatsbürgerschaftserwerb durch Abstammung nunmehr auch vom österreichischen Vater möglich. Hierbei muss der Vater die Vaterschaft vor der Geburt oder binnen 8 Wochen nach der Geburt des Kindes anerkannt haben bzw. muss diese binnen 8 Wochen nach Kindesgeburt gerichtlich festgestellt worden sein. Ein im Ausland abgegebenes Vaterschaftsanerkenntnis ist gültig, wenn es den Rechtsvorschriften des jeweiligen ausländischen Staates oder den österreichischen Vorschriften entspricht. Wenn die Anerkennung der Vaterschaft später als acht Wochen nach der Geburt erfolgt, ist bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres des Kindes eine sehr vereinfachte Verleihung möglich. Ist das Kind nicht rechtmäßig in Österreich niedergelassen, muss der Vater nachweislich den Mittelpunkt seiner Lebensinteressen und seinen ständigen und rechtmäßigen Aufenthalt seit mindestens zwölf Monaten im Ausland haben.