Wien, 12. Mai 2016 Aussendung

Integrationsminister Kurz: Rasche Integration von Asylberechtigten notwendig

Integrationsminister Sebastian Kurz nahm am 12. Mai bei einem Symposion der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände zum Thema Integration teil.

Integrationsminister Sebastian Kurz nahm am 12. Mai bei einem Symposion der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände zum Thema Integration teil.

Zuwanderung ist für ein Land dann positiv, "wenn Menschen kommen, die einen Beitrag leisten". Das hat Integrations- und Außenminister Sebastian Kurz am Donnerstagabend bei einem Symposion der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV) betont. "Weder rechte Hetze noch linke Träumerei bringen uns weiter", streicht der Integrationsminister heraus. Man sollte Menschen nicht nach Hautfarbe, Herkunft oder Religion beurteilen, sondern danach, ob sie bereit seien, einen Beitrag in einem Land zu leisten. Wer in Österreich bleiben dürfe, müsse jedenfalls bestmöglich integriert werden.

Ebenfalls am Symposium und der Diskussion teilgenommen haben Johannes Röser (Chefredakteur der Wochenzeitung "Christ in der Gegenwart, der Salzburger Theologe Dietmar Winkler, Carla Amina Baghajati (Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich) und AKV-Präsident Helmut Kukacka.

Rasche Integration von Asylberechtigten und Subsidiär Schutzberechtigten

Im Rahmen des Symposiums wurden die Gründe und die Folgen der derzeitigen Flüchtlingsströme nach Europa thematisiert.  Integrationsminister Sebastian Kurz wies darauf hin, dass man sich im Integrationsministerium sehr früh vor einer Überforderung in Österreich gewarnt hat und einen genauen Plan zur raschen der Integration von Flüchtlingen ausgearbeitet hat. Gemeinsam mit dem Expertenrat für Integration wurde der 50-Punkte Plan für Integration erarbeite. Neben dem schnellen Spracherwerb und Arbeitsmarkteinstieg sieht dieser auch den Besuch eines Werte- und Orientierungskurses vor. Hier werden Flüchtlingen und Zuwander/innen ein Überblick über das Leben in Österreich gegeben. Dazu zählen einerseits wichtiges Alltagswissen wie zum Schulsystem, sowie andererseits Regeln, Gesetze und Grundwerte wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau.2015 wurden in Österreich 90.000 Asylanträge gestellt. Zum Vergleich: Damit habe Österreich ungefähr dreimal so viele aufgenommen wie die USA und Kanada zusammen. Für AKV-Präsident Helmut Kukacka hat Österreich in der Flüchtlingskrise Humanität bewiesen, dennoch warnt er, dass kein Land unbegrenzt Flüchtlinge aufnehmen kann. Zwar solle jeder, der Schutz braucht, diesen bekommen, aber Asylsuche dürfe sich nicht am wirtschaftlich attraktivsten Land orientieren.

Islam europäischer Prägung

Im Rahmen des Symposiums wurde auch die Verfolgung von orientalischen Christen im arabischsprachigen Raum thematisiert. Der Salzburger Theologe Dietmar Winkler erinnerte daran, dass die orientalischen Christen auch vor Ort gebraucht würden, da sie eine Brückenfunktion inne haben. Auch viele Muslime würden sich wünschen, dass die Christen in ihrer Heimat bleiben. Für Carla Amina Baghajati, Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, sind Islam, Demokratie und Menschenrechte keine Gegensätze. Der Islam sei eine Religion, wo es möglich sei, sich muslimisch und gleichzeitig europäisch zu fühlen. MuslimInnen sprechen sich für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Pluralismus und Menschenrechte aus.

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