Wien, 9. Mai 2016 Aussendung

Europatag 2016: Bundesminister Kurz: "Brauchen nicht nur viele überzeugte Europäer, sondern vor allem überzeugende Europäer!"

Heute vor 66 Jahren wurde am 9. Mai 1950 mit der Erklärung des damaligen französischen Außenministers Robert Schuman der Grundstein für die Europäische Union gelegt. „Der heutige Europatag ist ein weiterer Anlass, um sich bewusst mit den heutigen Chancen und Herausforderungen auseinanderzusetzen. Die Flüchtlingskrise, Sicherheits- und Standortdebatten, die Digitalisierung oder die Entwicklungen in Großbritannien zeigen, dass wir enorm viel zu tun haben, um Europa besser zu machen“, so Bundesminister Sebastian Kurz anlässlich des heutigen Europatages. 

Österreich ist seit 1995 Mitglied der EU, BürgerInnen und Wirtschaft haben enorm davon profitiert. Jetzt ist entscheidend, wie es in der Europäischen Union weitergeht. Gerade für Österreich gibt es keine Alternative zu Europa, die kommenden Herausforderungen können nur gemeinsam bewältigt werden. Deshalb will Österreich aktiv und entschlossen an der Wertegemeinschaft mitarbeiten. "Die Europäische Union ist das erfolgreichste Friedensprojekt und Basis für viele erfolgreiche Entwicklungen auch in Österreich. Für mich und meine Generation ist das oft selbstverständlich, aber es wird auch weiterhin harte Arbeit dafür brauchen. Die Errungenschaften der EU - Reisefreiheit, die Freiheit wählen zu können, wo man lebt und arbeitet - sind enorm wichtig. Es braucht alle Anstrengungen, um die Grenzen nach außen zu sichern, damit wir innerhalb der EU keine Grenzen brauchen und weiterhin die Chancen eines geeinten Europas nutzen können", so Sebastian Kurz.  

Österreich leistet schon jetzt mit vielen Maßnahmen einen Beitrag in der Europäischen Union, für die Weiterentwicklung gibt es konkrete Vorstellungen. "Österreich will ein Europa, das groß in den großen Fragen ist und klein in den kleinen Fragen. Es braucht eine schlagkräftigere gemeinsame Außen - und Verteidigungspolitik. Dafür aber auch das Vertrauen, dass Regionen manches besser selbst entscheiden können", so Sebastian Kurz. Gleichzeitig ist dafür die Auseinandersetzung mit der EU vor Ort und die Einbeziehungen der Bürgerinnen und Bürger notwendig. Wenn die europäische Idee vor Ort gelebt werden soll, muss vor Ort diskutiert sowie Sorgen und Ängste wahr- und ernst genommen werden. "Wichtig sind nicht nur viele überzeugte Europäerinnen und Europäer, sondern vor allem auch überzeugende Europäerinnen und Europäer, die andere mitreißen können", so Sebastian Kurz. Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres setzt daher zahlreiche Initiativen in der Europakommunikation, wie die Zusammenarbeit mit den über 700 EU-Gemeinderätinnen und EU-Gemeinderäten, oder die Auszeichnung von Projekten im Europa-Bereich mit dem Europastaatspreis. Mehr Infos dazu unter https://www.bmeia.gv.at/europa-aussenpolitik/europapolitik/

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