Staatsbürgerschaft und Staatsbürgerschaftsnachweis

Staatsbürgerschaft

Im allgemeinen erlaubt das österreichische Staatsbürgerschaftsgesetz keine doppelte Staatsbürgerschaft. Falls die fremde Staatsangehörigkeit nicht automatisch, sondern durch Abgabe einer Willenserklärung ('naturallisation') erworben worden ist, tritt bei Erwerb der fremden Staatsangehörigkeit automatisch der Verlust der österreichischen Staatsbürgerschaft ein. Jedoch besteht gem. § 28 StBG die Möglichkeit VOR dem Ansuchen der fremden Staatsangehörigkeit die Beibehaltung der österreichischen Staatsbürgerschaft zu beantragen. Einem österreichischen Staatsbürger kann die Beibehaltung der Staatsbürgerschaft gestattet werden, wenn

•a) die Beibehaltung im Interesse der Republik Österreich ist, oder
• b) persönliche Gründe vorliegen, die in Betracht zu ziehen sind (das Gesetz ist hierbei nicht explizit, aber mögliche Gründe könnten z.B. sein: Karrierechancen, Besitzungen in Österreich etc.). Nur Personen, die durch Geburt die österreichische Staatsbürgerschaft erworben haben, können auf diese unter b) angeführte Ausnahme zurückgreifen.

Für Antragsteller, die vor dem 1. Juli 1966 geboren sind, ist das jeweilige Amt der Landesregierung des Bundeslandes zuständig, in welchem der Antragsteller geboren ist. Für ab dem 1. Juli 1966 Geborene bestimmt der Wohnsitz der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt das jeweilige Bundesland und somit das Amt der jeweiligen Landesregierung. Wenn der antragstellende Österreicher im Ausland geboren wurde und niemals in Österreich gelebt hat, so wird der Antrag durch das Amt der Wiener Landesregierung bearbeitet.

Der Antrag auf Beibehaltung der österreichischen Staatsbürgerschaft ist ein schriftliches Ersuchen, das am besten direkt beim zuständigen Amt der Landesregierung einzureichen wäre. Nebenstehend ("Zum Thema") finden Sie weitere Informationen zu Doppelstaatsbürgerschaft sowie Beibehaltung der österreichischen Staatsbürgerschaft.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Amt der Landesregierung.

Eheliche Kinder, die ab dem 01.09.1983 geboren sind, erwerben mit Geburt automatisch die österreichische Staatsbürgerschaft, wenn zu diesem Zeitpunkt ein Elternteil österreichische/er Staatsbürgerin ist. Weitere Informationen zum österreichischen Staatsbürgerschaftsgesetz siehe: Novelle Staatsbürgerschaftsgesetz 2013.

 

 

Staatsbürgerschaftsnachweis

Wenn Ihr Hauptwohnsitz im Amtsbereich des Österreichischen Generalkonsulat in Los Angeles liegt, dann ist dieses für die Ausstellung eines Staatsbürgerschaftsnachweises zuständig. Der Antrag auf Ausstellung eines Staatsbürgerschaftsnachweises muss persönlich (einschließlich Kinder) beim Österreichischen Generalkonsulat in Los Angeles bzw. bei einem der österreichischen Honorarkonsulate gestellt werden.

Unabhängig davon, ob Sie für sich oder für Ihr neugeborenes Kind um einen Staatsbürgerschaftsnachweis ansuchen, die folgenden Dokumente sind (zutreffendenfalls) jedenfalls vorzulegen:

  • Antragsformular - ausgefüllt, datiert und unterschrieben durch den Antragsteller oder seine/ihre Eltern
  • Eidesstattliche Erklärung bzw. Eidesstattliche Erklärung für Minderjährige - ausgefüllt, datiert und unterschrieben
  • Original und Kopie Reisepass bzw. Reisepass der Eltern (f. Minderjährige)
  • Original und Kopie Geburtsurkunde des Antragstellers (falls zutreffend mit Apostille) und der Eltern (f. Minderjährige)
  • Original und Kopie Staatsbürgerschaftsnachweis der Eltern (f. Minderjährige)
  • Original und Kopie Heiratsurkunde (falls zutreffend mit Apostille) bzw. Heiratsurkunde der Eltern (f. Minderjährige)
  • Original und Kopie Alien Registration Card (Green Card) oder gültiges Visum und der Eltern (f. Minderjährige)
  • Konsulargebühr (sh. rechte Spalte)
  • Adressiertes und frankiertes Rückkuvert (certified mail, return receipt requested) falls sie Ihre Unterlagen per Post retourniert haben möchten.

Das Generalkonsulat übernimmt keine Haftung bei Verlust von Dokumenten auf dem Postweg.

Bitte beachten Sie, dass unvollständige Anträge (fehlende Dokumente oder Apostillen auf nicht österreichischen Dokumenten) nicht angenommen werden können. Alle ausländischen (nicht österreichischen) Dokumente können nur dann akzeptiert werden, wenn sie mit einer entsprechenden diplomatischen Beglaubigung bzw. einer Apostille nach dem Haager Beglaubigungsübereinkommen versehen sind (sh. rechte Spalte).