Wien als Sitz internationaler Organisationen und Institutionen

UN Vienna

Wien ist einer der bedeutendsten Amtssitze internationaler Organisationen und präsentiert sich als Drehscheibe für die Förderung von Frieden, Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung, den Kampf gegen Verbrechen, Drogenmissbrauch und Terrorismus. Weitere Schwerpunkte hat der Standort auf dem Gebiet der Abrüstung und Nichtverbreitung von Nuklearwaffen.

Österreich war schon zu Zeiten des Kalten Krieges aufgrund seiner geopolitischen Lage und seines neutralen Status eine Plattform für internationalen Dialog. Diese Position konnte 1979 mit der Eröffnung des Internationalen Zentrums Wien (VIC - Vienna International Centre), auch UNO City genannt, gestärkt werden. Seither ist  Wien neben New York, Genf und Nairobi Hauptsitz der Vereinten Nationen (VN).

Den internationalen Institutionen in Wien - rund 40 Internationale Organisationen, weiters ausländische diplomatische Vertretungsbehörden, NGOs und Quasi-NGOs - kommt auch als Wirtschaftsfaktor Bedeutung zu. Sie beschäftigen über 6.000 Mitarbeiter aus aller Welt, wovon mehr als ein Viertel Österreicher sind.

Laut einer Studie von Ernst & Young tätigt der Sektor jährlich Ausgaben in Höhe von ca. 725 Mio. €, die einen volkswirtschaftlichen Nachfrageeffekt von 1,4 Mrd. € bewirken, und trägt damit in erheblichem Ausmaß zum Wohlstand Österreichs bei. Im langjährigen Vergleich lässt sich an allen Kennziffern eine Zunahme der wirtschaftlichen Relevanz des Sektors ablesen, insbesondere das Konferenzgeschehen erfuhr im Zeitraum 2010 – 2014 eine Zuwachs um ein Drittel.

Die im Juli 2015 in Wien erfolgreich abgeschlossenen Atomverhandlungen mit dem Iran und die seit Herbst 2015 in Wien abgehaltenen Syrien-Gespräche erbrachten für die Bundeshauptstadt einen Werbewert der auf 100 Millionen € geschätzt wird.