Wahlbeobachtung

OSZE-Wahlbeobachtungsmissionen

Wahlbeobachtungen in den teilnehmenden Staaten der OSZE erfolgen in der Regel durch Wahlbeobachtungmissionen, die das Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) organisiert und durchführt.  

Österreich entsendet regelmäßig zu den von ODIHR beobachteten Wahlen, denen eine Beurteilung der Notwendigkeit durch ODIHR vorausgeht, sowohl Kurzzeit- („STOs“, rund  eine Woche) als auch LangzeitbeobachterInnen („LTOs“, rund ein Monat), die jeweils vom BMEIA ausgewählt und nominiert werden. Es wird darauf hingewiesen, dass ODIHR nur zu einem kleinen Teil der aufgelisteten Wahlen umfangreichere Missionen entsendet; ein entsprechender Vermerk findet sich im Wahlkalender.  

Geeignete InteressentInnen werden eingeladen, auf der ODIHR-Plattform ein Profil zu erstellen und dieses regelmäßig zu aktualisieren. Die Bewerbung für eine konkrete Beobachtungsmission (siehe den Wahlkalender der OSZE) erfolgt per formlosem Email an abtii7(at)bmeia.gv.at mindestens einen Monat vor Einsatzbeginn.

Im Allgemeinen sind neben einer grundsätzlichen Eignung verwertbare Sprach- und Landeskenntnisse, bisherige Wahlbeobachtungserfahrung sowie einschlägige Wahlbeobachtungskurse (z.B. http://www.odihrobserver.org/) ein Bewerbungsvorteil. Anzumerken ist, dass die Tätigkeit als OSZE-WahlbeobachterIn ehrenamtlich erfolgt. Das BMEIA leistet einen Aufwandsersatz, der sich an den Bestimmungen der Reisegebührenvorschrift orientiert.

EU-Wahlbeobachtungmissionen

Die Entscheidung welche EU Wahlbeobachtungsmissionen durchgeführt werden obliegt den zuständigen EU-Gremien. Erste Voraussetzung für die Teilnahme an einer EU-Wahlmission ist dass sich interessierte Kandidatinnen/Kandidaten in den ROSTER der Europäischen Kommission eintragen.  

Wer gegenüber der Abteilung I.7 schriftlich Interesse bekundet hat sowie im Roster registriert ist, wird vom BMEIA informiert, sobald die Durchführung einer EU-Wahlbeobachtungsmission feststeht. Aus den BewerberInnen, die daraufhin ihr Interesse für den konkreten Einsatz als Langzeit- bzw. Kurzzeitbeobachter bekunden, wählt das BMEIA aufgrund der EU-Auswahlkriterien die von der Europäischen Kommission für die jeweilige Mission festgelegte Anzahl von BewerberInnen aus und nominiert diese der Europäischen Kommission als "österreichische KandidatenInnen". Die Europäische Kommission wählt dann erneut aus der Gesamtzahl der von den EU Mitgliedstaaten nominierten KandidatenInnen eine begrenzte Anzahl aus (ca. 1/3 der vornominierten KandidatenInnen) und entscheidet damit über die endgültige Teilnahme.  

Für die Teilnahme an einer EU-Wahlbeobachtungsmission gelten detaillierte EU-Auswahlkriterien (Detailangaben entnehmen Sie bitte der jeweiligen Ausschreibung) wie praktische Erfahrung in Wahlbeobachtungsmissionen der EU bzw. OSZE oder andere relevante Erfahrungen, Teilnahme an EODS-Seminaren, sehr gute Sprachkenntnisse, einschlägige Ausbildungs- und Berufserfahrung, gute Computerkenntnisse. Kenntnisse des jeweiligen Wahl-Landes bzw. der Region sowie lokaler Sprachen fließen ebenfalls in die Auswahl der KandidatenInnen mit ein. Die EU-Mitgliedstaaten sind darüber hinaus angehalten, bei der Vor-Nominierung eine ausgeglichene Balance hinsichtlich Geschlecht, Alter und professionellem und Wahlbeobachtungs-spezifischem Erfahrungshintergrund anzustreben.  

Um Enttäuschungen vorzubeugen: Derzeit sind ca. 500 Österreicher/innen als Interessenten am EU-Wahlbeobachtungs-Roster registriert, wovon sich für jede einzelne Mission jeweils ca. 20 - 40 Personen bewerben. Die Chancen auf eine Auswahl für eine konkrete Mission ohne spezielle Vorkenntnisse sind daher erfahrungsgemäß sehr gering.  

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an abti7(at)bmeia.gv.at