Entwicklungspolitik und -Zusammenarbeit

Österreich und die Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung

Österreich setzt sich zusammen mit der internationalen Staatengemeinschaft für die Realisierung einer gemeinsamen Vision ein, die Menschenwürde für alle, einen gesunden Planeten, gerechte, widerstandsfähige Gesellschaften sowie weltweit wirtschaftlichen Wohlstand gewährleisten soll. Unter dem Titel „Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung“ haben sich die Staats- und Regierungschefs im Herbst 2015 in New York auf einen 17-Ziele Katalog geeinigt, der die Bedürfnisse künftiger Generationen berücksichtigt und dabei ökonomische, ökologische sowie soziale Interessen gleichrangig verfolgt. Österreich leistet dazu seinen Beitrag im eigenen Land und für die Welt in ihrer Gesamtheit.

Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit - Schwerpunkte 2016 - 2018

Eine aktive, verantwortungsbewusste Entwicklungspolitik ist eine gesamtgesellschaftliche und gesamtstaatliche Aufgabe, die in Österreich von zahlreichen Akteuren wahrgenommen wird.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) schafft Chancen und trägt zur Förderung von Freiheit und Selbstbestimmung aller Menschen bei. Reduzierung der weltweiten Armut, Sicherung des Friedens und der menschlichen Sicherheit, sowie die Erhaltung der Umwelt und der Schutz natürlicher Ressourcen sind als wichtige Ziele im Entwicklungszusammenarbeitsgesetz (EZA-G) verankert.

OEZA Schaukasten 1

Als Mitglied der Europäischen Union (EU), Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Vereinten Nationen (VN) und der Weltbankgruppe gestaltet Österreich auch die internationale Entwicklungspolitik mit, engagiert sich in internationalen Finanzinstitutionen und entwicklungspolitischen Foren.

2017 stellte Österreich laut Vorausmeldung an den Entwicklungshilfeausschuss der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD/DAC) 1,09 Milliarden Euro an öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen (Official Development Assistance/ODA), d.s. 0,30 Prozent des Bruttonationaleinkommens, bereit. Österreich liegt damit im Mittelfeld der DAC-Mitgliedstaaten. Die ODA umfasst alle österreichischen öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen von Bund, Ländern und Gemeinden.

517,7 Millionen Euro flossen davon in die bilaterale, 573,1 Millionen Euro in die multilaterale Entwicklungszusammenarbeit.

OEZA Schaukasten 2

Das Budget der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, umfasst die bilateralen Programme und Projekte und bildet gemeinsam mit der multilateralen Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium den Kern der gestaltbaren österreichischen Aktivitäten, die allerdings nur einen kleinen Teil der gesamtösterreichischen Leistungen ausmachen.

Das operative Budget der ADA für 2017 betrug 2017 94,3 Millionen Euro. Darüber hinaus wurden von der ADA Drittmittel, zum Beispiel der Europäischen Kommission,  in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro abgewickelt.