Zentralasien

Bedingt durch die strategische und geopolitische Lage Zentralasiens, die Nähe zu Afghanistan, die immer wichtiger werdenden Energie- und Sicherheitsfragen, sind die fünf Länder Zentralasiens - Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan - vermehrt in das Blickfeld Europas gerückt. Die Region steht einer Reihe von Problemen gegenüber, darunter Sicherheitsbedrohungen durch islamischen Fundamentalismus, Terrorismus und Drogenschmuggel. Herausforderungen stellen sich auch in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, Armutsbekämpfung, Demokratisierung und gute Regierungsführung sowie im Menschenrechtsbereich.

Der Europäische Rat hat am 22. Juni 2007 die EU-Strategie für Zentralasien angenommen, die zuletzt im Juni 2015 überarbeitet wurde. Diese Strategie dient als Gesamtrahmen für die Beziehungen der EU zu der Region mit besonderem Fokus auf die Bereiche Bildung, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Energie, Handel und Investitionen, Interkultureller Dialog, Menschenrechte, Migration, verantwortungsvolle Regierungsführung, wirtschaftliche Entwicklung, Umwelt und Wasser, Verkehr. Die EU-Zentralasienstrategie soll bis Ende 2019 überarbeitet werden.

Österreich hat mit der Eröffnung einer Botschaft in Astana im Herbst 2007 seinem Interesse an dieser Region Rechnung getragen. Der Amtsbereich der Botschaft erstreckt sich auf Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Turkmenistan. Die Österreichische Botschaft für Usbekistan hat ihren Sitz in Wien. ÖsterreicherInnen sind auch in den EU- und VN-Vertretungen bzw. OSZE Büros in Zentralasien tätig.

Was konkrete Projekte betrifft, engagiert sich Österreich insbesondere im Bereich Grenzsicherheit und Grenzmanagement, u.a. durch die von Ö initiierten Projekte in diesem Bereich (BOMCA, CABSI). Auch im Ausbildungsbereich  ist Österreich – u.a. durch Ausbildungsprogramme der Diplomatischen Akademie – aktiv.