Antipersonenminen

Die Antipersonenminen-Verbotskonvention (Ottawa-Konvention) trat 1999 in Kraft und umfasst derzeit 162 Vertragsparteien. Als einer der führenden Staaten des Ottawa-Prozesses ist Österreich dem Verbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von Antipersonenminen und deren Vernichtung besonders verpflichtet. In diesem Sinn wurde die Unterstützung der internationalen Implementierung der Konvention fortgesetzt. Im Jahr 2016 unterstützte Österreich zwei Projekte im Rahmen der Minenaktion: € 500.000 für Minenräumung in Libyen über UNMAS sowie € 500.000,- für Opferhilfemaßnahmen im Irak über IKRK.
Dreizehn Jahre nach Inkrafttreten lässt sich der Erfolg der Ottawa-Konvention daran ablesen, dass Einsatz und Herstellung von Antipersonenminen deutlich eingeschränkt und der Handel fast vollständig erloschen ist. Bedeutende Lagerbestände wurden bereits vernichtet und große Gebiete verminten Landes geräumt Nach laufendem Rückgang der Opferzahlen war 2015 wieder ein Anstieg an Minenopfern im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, welcher v.a. auf den Einsatz von IED in Irak und Syrien zurückzuführen war.
Im Rahmen des 2009 beschlossenen Cartagena Aktionsplans stellt Minenopferhilfe weiterhin einen Schwerpunkt der Konvention dar. Eine wichtige Herausforderung stellt die wirtschaftliche und soziale Reintegration der Opfer und ihrer Angehörigen dar.

Vom 27. November bis 1. Dezember 2016 fand in Santiago de Chile die 15. Konferenz der Vertragsstaaten der Konvention statt. Am 1. Dezember wurde Österreich zum Jahresvorsitzenden für 2017 bestimmt. Die 16. Konferenz findet vom 18. bis 22. Dezember 2017 in Wien statt.