Wien, 4. April 2017 Aussendung

Österreich bekräftigt im Rahmen der Syrien-Geberkonferenz in Brüssel sein humanitäres Engagement vor Ort

Außenminister Kurz: „Wir haben uns dazu entschieden erneut Mittel in die Hand zu nehmen und mit zusätzlichen 40 Millionen Euro von 2017 bis 2019 vor Ort zu helfen.“

Auf Einladung der EU Außenbeauftragten Federica Mogherini kommen am 5. April Vertreter aus 50 Ländern in Brüssel zusammen, um die Umsetzung der Hilfszusagen der Londoner Geberkonferenz von 2016 sowie neue Zusagen der internationalen Staatengemeinschaft für humanitäre Hilfe in Syrien und den betroffenen Nachbarstaaten zu diskutieren. Die Region um Syrien ist zum Schauplatz einer der größten humanitären Katastrophen des 21. Jahrhunderts geworden. Rund 13,5 Millionen Menschen sind in Syrien auf humanitäre Hilfe angewiesen, über 5 Millionen Syrer mussten ins Ausland flüchten – größtenteils in die Türkei, den Libanon und Jordanien. Ein Thema der Konferenz wird daher auch die Frage einer politischen Lösung für den Syrien-Konflikt sein. Außenamtsgeneralsekretär Michael Linhart, der Österreich bei der Geberkonferenz vertreten wird, unterstreicht das fortgesetzte österreichische Engagement in Syrien und der Region:

„Österreich leistet auch weiterhin beträchtliche finanzielle Hilfe für die Not leidende Bevölkerung in Syrien und die syrischen Flüchtlinge in den am stärksten betroffenen Nachbarländern. Wir werden für 2017 24,1 Millionen Euro und für die Jahre 2018/19 weitere 16 Millionen Euro an humanitärer Hilfe zur Verfügung stellen. Die Hilfe vor Ort trägt insgesamt zur Stabilisierung der Region bei und ist daher auch ein wichtiger Baustein zur Bewältigung der Flüchtlingskrise.“

Mit den bereitgestellten Mitteln wird neben der Unterstützung von Frauen und Kindern auch die Wiederherstellung von Basisinfrastruktur wie Schulen oder Krankenhäusern unterstützt. Österreich hat seit Ausbruch der Krise (2012) 71 Millionen Euro zur humanitären Hilfe in der Region geleistet. Erst beim heutigen Ministerrat hat die österreichische Bundesregierung weitere 2 Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds für humanitäre Hilfe in Syrien und im Irak bereitgestellt. Damit konnte insgesamt bereits rund 3 Millionen Menschen geholfen werden. Mit den zusätzlichen 40 Millionen Euro 2017-2019 können die Eigenversorgung von über 100.000 Menschen mit Bargeldhilfen über einen Zeitraum von 10 Monaten finanziert und die Notversorgung von knapp 1 Million Menschen sichergestellt werden.

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