Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres. Minoritenplatz 8.

Meine langfristigen Schwerpunkte für die österreichische Europa- und Außenpolitik sowie Integrationspolitik

Bundesminister Sebastian Kurz
Bild: Dominik ButzmannSebastian Kurz

 

Gemeinsam mit meinem Team vertreten wir die Interessen Österreichs in Europa und der Welt. Bei unserer Arbeit im Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres braucht es Flexibilität, da wir oft rasch auf aktuelle Entwicklungen und Krisen reagieren müssen. Gleichzeitig verfolgen wir in unserer Arbeit klare, langfristige Ziele: Die Vertretung der Interessen Österreichs in der EU und in der Welt, die Förderung des Austausches zwischen Ländern und Kulturen und der Einsatz für ein gelungenes Zusammenleben in Österreich. Außerdem sind wir im Ministerium und in unseren Vertretungsbehörden als Servicestelle weltweit für Sie da.

Hier ein Überblick über unsere Arbeitsschwerpunkte:

Seit 1995 ist Österreich Mitglied der Europäischen Union (EU). Das hat die Außen- und Europapolitik Österreichs stark geprägt: Die Mitgliedschaft hat uns auch neue Einflussmöglichkeiten eröffnet. So können wir als gleichberechtigte Partner an einer gemeinsamen Europapolitik mitarbeiten und Europas Beziehungen zur Welt im Interesse Österreichs mitgestalten. 

Derzeit stehen wir in der EU vor zahlreichen Herausforderungen, wie insbesondere den Krisen und Konflikten vom Nahen Osten bis zur Ukraine, den Migrationsbewegungen, oder der zunehmenden Terrorismusgefahr. Österreich kann diese Herausforderungen nicht alleine bewältigen. Es braucht dafür gemeinsame europäische Lösungen und eine geeinte EU, die international stärker auftritt.

Jugend und Europa

Die Europäische Union ist der größte Binnenmarkt und die zweitgrößte Wirtschaftsmacht in der Welt. Damit Europa auch nach dem EU-Austritt Großbritanniens ein international starker Standort bleibt, müssen wir als EU zu Reformen bereit sein und das Subsidiaritätsprinzip mit Leben erfüllen. Wir wünschen uns ein Europa, das stark in der Außen- und Sicherheitspolitik ist, das für Wirtschaftswachstum sorgt und das in der Lage ist, die Außengrenzen der EU zu sichern. Die EU muss in den großen Fragen unser Motor sein und sich darauf fokussieren. Aber in anderen Fragen sind europaweite Ansätze nicht immer sinnvoll. Hier soll Österreich selbst entscheiden können und Raum für eigenständige Lösungen haben. 

Europa stärken
Erweiterung der EU: Westbalkan

Wir sind mit unserer Nachbarregion Westbalkan menschlich, kulturell und wirtschaftlich eng verbunden. Mehr als 500.000 Menschen, die in Österreich leben, haben ihre Wurzeln in Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro oder Serbien. Sie leisten in Österreich einen wichtigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beitrag.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Länder des Westbalkans einen Platz in der Europäischen Union erhalten und der Erweiterungsprozess dynamisch gestaltet wird. Die Westbalkanstaaten sind wichtige Partner für Sicherheit, Stabilität und Wohlstand in Europa. In unseren Augen wäre die EU ohne diese Staaten unvollständig.

Unsere Sicherheit hängt direkt mit der Stabilität und friedlichen Entwicklung in unserem europäischen Umfeld zusammen. Wie der Konflikt in und um die Ukraine zeigt, brauchen wir in der EU eine klare Nachbarschaftspolitik, die unsere östlichen Nachbarstaaten an gemeinsamen Lösungen teilhaben lässt und sie nicht vor eine Entscheidung zwischen Russland oder der EU stellt. Unsere Nachbarn sollen weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit der EU anstreben können und dabei ein vernünftiges Verhältnis zu Russland aufrechterhalten können. Nachhaltige Sicherheit kann es in Europa nur mit und nicht gegen Russland geben. Das gilt zugleich umgekehrt: Auch für Russland ist Sicherheit langfristig nur mit und nicht gegen Europa möglich.

Oft näher als man denkt: Konflikte am Rande der EU
Logo OSZE Vorsitz 2017

Mit dem Vorsitz in der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) im Jahr 2017 haben wir internationale Verantwortung für ein sicheres und friedliches Europa übernommen. „Europa wieder sicherer machen“ wurde als Vorsitz-Motto gewählt. Gemeinsam mit den 57 teilnehmenden Staaten der OSZE, die von Vancouver bis Wladiwostok reichen, setzen wir uns vor allem für Deradikalisierung und gegen Extremismus und Terrorismus ein. 

Logo der Austrian Development Agency

Der Schutz der EU-Außengrenzen ist unabdingbar für die Sicherheit und Stabilität in Europa, gleichzeitig müssen wir mehr Perspektiven für die Menschen in Krisengebieten und Entwicklungsländern schaffen, um zu einem selbstbestimmten Leben in ihren Heimatländern beizutragen. Durch die deutliche Aufstockung der Mittel der Entwicklungszusammenarbeit sowie des Auslandskatastrophenfonds für humanitäre Hilfe leisten wir mit unserem Partner, der Austrian Development Agency (ADA) einen Beitrag zur Stärkung der Hilfe vor Ort.

Logo Diplomatische Akademie

Österreich ist eine Drehscheibe für globale Entwicklungen. Die Vereinten Nationen (UNO) haben eines ihrer vier Hauptquartiere in Wien. Rund 40 weitere internationale Organisationen haben in Österreich ihren Sitz, womit unser Land damit ein wichtiger Ort für internationale Begegnungen ist. Die hochrangigen Verhandlungen zum Iran, zu Syrien und zu Libyen haben Wien in den letzten Jahren als Dialogplattform erheblich gestärkt. Wir setzen uns weiter dafür ein, weltpolitisch bedeutende Verhandlungen nach Wien zu holen. An der Diplomatischen Akademie, der weltweit ältesten Diplomatenschule, werden Studierende aus der ganzen Welt für eine internationale Karriere in Diplomatie und Wirtschaft ausgebildet. Der Dialog in der Außenpolitik ist uns ein Anliegen. Von internationalen Verhandlungen bis zu Auslandskulturprojekten – über Dialog fördern wir das Vertrauen zwischen Staaten, Kulturen und Religionen. Auf dieser Basis können wir wirkungsvoller für eine Weltordnung eintreten, die Völker- und Menschenrechte respektiert und ohne Massenvernichtungswaffen auskommt.

Vienna International Centre
Integration in Österreich

Österreich ist ein Land, das von Zuwanderung und Vielfalt geprägt ist. Mehr als jede fünfte Person hat Migrationshintergrund und somit Wurzeln im Ausland. Österreich ist ein Land der Chancen und bietet Migrant/innen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion zahlreiche Möglichkeiten. Letztlich zählt, was man zur Gesellschaft beitragen will. Mit Engagement und Leistungswillen kann man in Österreich alles erreichen.

ÖIF-Logo klein

Um diese Leistung zu ermöglichen, braucht es eine erfolgreiche Integration in Österreich. Gerade die enormen Herausforderungen der europäischen Migrationskrise seit 2015 erfordert „Integration durch Leistung“. Für eine erfolgreiche Integration braucht es neben dem Spracherwerb, der Förderung von Bildung und dem Einstieg in den Arbeitsmarkt auch die Vermittlung österreichischer Grundwerte. Diese Grundpfeiler werden gefordert und gefördert, denn nur dann kann ein Zusammenleben in sozialem Frieden gelingen. Ein wesentlicher Partner bei unserer integrationspolitischen Arbeit ist der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF), der mit gemeinsamen Initiativen und Projekte wie dem massiven Ausbau der Deutschkurse, mit Werte- und Orientierungskursen oder der Aktion ZUSAMMEN:ÖSTERREICH maßgebliche Grundlagen für eine leistungsorientierte Integration in Österreich schafft.

Rund 1.200 Mitarbeiter/innen sind weltweit für Sie da. Unsere Vertretungen sind Servicestelle für alle Österreicher/innen im Ausland – egal ob Auslandsösterreicher/innen, Reisende, Wirtschaftstreibende, Studenten/innen oder Kulturschaffende. Die Zahl an Auslandsreisenden und an Auslandsösterreicher/innen nimmt stetig zu, gleichzeitig gibt es auch immer mehr internationale Krisengebiete. Sollten Österreicher/innen im Ausland in eine Notsituation geraten, sind unsere Vertretungen die erste Anlaufstelle. Es braucht daher ein dichtes Service-Netzwerk, das wir unter anderem auch Dank unserer ehrenamtlichen Konsulate weiter ausbauen.

Logo App download

Um ein bürgernahes Service zu bieten, verbessern wir laufend auch unser elektronisches Dienstleistungsangebot: Sie können unsere Reiseregistrierung nutzen, damit wir Sie im Notfall erreichen oder etwa mittels Aktivierung einer Handy-Signatur Ihr Mobiltelefon zum virtuellen Ausweis machen. Unter der Holine +43 1 90115-4411 können Sie uns bei Notfällen im Ausland rund um die Uhr erreichen. 

Logo Business meets Diplomacy

Österreichs Wohlstand hängt maßgeblich von der Exportwirtschaft ab, 6 von 10 Euro verdient die österreichische Wirtschaft im Ausland. Die Hälfte aller österreichischen Unternehmen sind in einem weiteren EU-Land aktiv. Mit Wirtschaftspartnerschaften in der Entwicklungszusammenarbeit oder mit dem Unternehmensservice unterstützen wir österreichische Unternehmen weltweit und betreiben eine aktive Außenpolitik für das Exportland Österreich. Dazu zählt auch die Unterstützung für Österreich als Tourismusland. Im Visaservice ist Österreich schon jetzt unter den Schengenstaaten mit den meisten Visaannahmestellen.

Logo ALPs

Durch unser Besucherprogramm ALPS (Austrian Leadership Programs) holen wir jährlich 100 internationale Führungskräfte nach Österreich, um unser Land als innovativen und erfolgreichen Wirtschaftsstandort zu präsentieren und unseren Unternehmen Möglichkeit zur Vernetzung zu bieten. 

Logo Open Austria

Mit unseren rund 100 Vertretungen auf der ganzen Welt erleichtern wir österreichischen Unternehmen den Zugang zu neuen Märkten, unterstützen sie bei Herausforderungen vor Ort und verhandeln internationale Rahmenbedingungen für fairen Handel. In Zukunft werden die Vertretungen des Ministeriums und der Wirtschaftskammer (WKO) noch enger zusammenarbeiten und eine bessere internationale Vernetzung ermöglichen. Wir verkleinern außerdem unser Botschaftsnetz innerhalb der EU, um in Wachstums- und Innovationszentren stärker vertreten zu sein.

Logo Österreich Institut

So haben wir zuletzt neue Vertretungen u.a. in Belarus, Georgien, Katar, Kolumbien, Moldau, Singapur sowie im Silicon Valley eröffnet. An 9 Standorten in Ost- und Südosteuropa bietet das Österreich Institut u.a. für Unternehmen Deutsch-Kurse zur Qualifizierung von Mitarbeiter/innen an.

Logo Strattalk

Wir wollen das Ministerium für vielfältige Sichtweisen öffnen und einen Einblick geben. Interessierte Bürger/innen können zum Nationalfeiertag unseren „Tag der offenen Tür“ besuchen und mehr über unsere Arbeit erfahren. Schulen und Vereine können im Rahmen des Programms BMEIA-ERLEBEN das Ministerium entdecken. Viele Schüler/innen und Maturant/innen absolvieren ihre berufspraktischen Tage, Hochschulabsolvent/innen ein längeres Praktikum bei uns. Das Aufnahmeverfahren für den diplomatischen Dienst haben wir neu und offener gestaltet und freuen uns daher auf Neuzugänge von Jungdiplomat/innen mit noch unterschiedlicheren Studienrichtungen und Sprachkenntnissen.

Strategiegespräche - Alois Mock-Saal

Seit 2014 laden wir regelmäßig zu öffentlichen Diskussionsrunden mit interessierten Bürger/innen, den sogenannten Strategiegesprächen. Wir möchten Ihre Sichtweisen zu Themen wie der Europäischen Union, der Integration von Zuwander/innen in Österreich oder zu aktuellen internationalen Politik- und Wirtschaftsfragen kennenlernen.

Logo Youthtalks

Mit den 2017 gestarteten Youthtalks ermöglichen wir einen stärkeren Austausch mit der jüngeren Generation, um deren Perspektiven und Ansätze im BMEIA zu diskutieren.