Notfälle im Ausland

Das Bürgerservice des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres ist in Zusammenarbeit mit den österreichischen Vertretungsbehörden im Ausland bemüht, österreichischen Staatsbürgern in einer Notlage im Ausland beizustehen, wobei jedoch die Gesetze des Aufenthalts- oder Gaststaates respektiert werden müssen. Die Vertretungsbehörden im Ausland haben keine Polizeigewalt und können den Behörden des Gastlandes keine Anweisungen geben. Für bestimmte Amtshandlungen besteht die gesetzliche Verpflichtung Konsulargebühren einzuheben und den Ersatz der angefallenen Barauslagen zu verlangen.

Der konsularische Schutz beginnt ab dem Zeitpunkt, ab dem die Betroffenen alle Mittel zur Selbsthilfe ausgeschöpft haben und keine Unterstützung von dritter Seite erwarten können. Auch beanspruchen Hilfeleistungen je nach Fall einige Zeit und sind unter Umständen nur begrenzt möglich. In Krisengebieten, vor allem in jenen, wo sich keine österreichischen Berufsvertretungsbehörden befinden oder für die eine Reisewarnung ausgesprochen wurde, kann in Not geratenen ÖsterreicherInnen keine oder nur sehr eingeschränkte konsularische Hilfe geleistet werden.

In dringenden Fällen ist das Bürgerservice oder der Bereitschaftsdienst des Außenministeriums unter der Rufnummer +43 1 90115-4411 rund um die Uhr erreichbar. Für allgemeine Anfragen steht an Werktagen in der Zeit von 8.30 – 17.00 Uhr die Rufnummer +43 1 90115-3775 zur Verfügung.

  • Ausstellung eines Notpasses bei Passverlust
  • Information bzw. Hilfestellung bei der Geldbeschaffung
  • Gewährung eines Heimsendungsdarlehens für die preisgünstigste Heimreise gegen Verpflichtung der späteren Rückzahlung: bei unverschuldeter Notlage, gegen Verpflichtung der späteren Rückzahlung, nur falls eine aufrechte polizeiliche Meldung in Österreich besteht.
  • Information der Angehörigen bei Unfall oder Todesfall
  • Bereitstellung von Kontaktdaten von Ärzten, Spitälern, Anwälten und Übersetzern zur unverbindlichen Auswahl
  • Mithilfe bei Rücktransporten von Kranken, Verletzten oder Verstorbenen
  • Information der Angehörigen und Vermittlung eines Rechtsanwalts auf Kosten eines Inhaftierten sowie Besuch des Häftlings im Gefängnis
  • Intervention bei einem Haftfall bei unzureichenden Haftbedingungen (Zelle, Verpflegung, ärztliche Betreuung)
  • Veranlassung von Nachforschungen nach Vermissten
  • Weiterleitung dringender Nachrichten an Betroffene oder deren Angehörige
  • Bezahlung von Hotelschulden, Geldstrafen oder Krankenhauskosten, Weiterfinanzierung eines Urlaubs bei Geldverlust, Tätigwerden als Bank, Reisebüro, Krankenkassa oder Postamt für postlagernde Briefe und Pakete, Detektivbüro oder Arbeitsamt, Bereitstellung von Mitteln für Kautionen und Anwaltskosten
  • Ausstellung eines Passes auf dem Flughafen, Hilfe bei Einreise in ein Land, falls der Reisepass nicht gültig ist bzw. kein gültiges Visum vorhanden ist
  • Sicherstellung einer besseren Behandlung in einem Spital oder Gefängnis
  • Kriminalpolizeiliche Ermittlungen, Eingreifen in laufende Gerichtsverfahren oder Weisungen an örtliche Behörden, Wahrnehmung anwaltlicher Tätigkeiten oder Vertretung einer Partei vor Gericht
  • Kostenübernahme einer Such- oder Rettungsaktion, die seitens lokaler Behörden in Rechnung gestellt wurden
  • Übernahme der Überführungskosten von Verstorbenen in die Heimat oder von deren Bestattungskosten vor Ort

Die Vertretungsbehörden sind gesetzlich verpflichtet, für bestimmte Amtshandlungen Konsulargebühren einzuheben und den Ersatz der angefallenen Barauslagen zu verlangen.

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