Flagge Usbekistan Usbekistan (Republik Usbekistan)

Stand 31.10.2014 (Unverändert gültig seit: 26.08.2014)

Hohes Sicherheitsrisiko / Region

Hohes Sicherheitsrisiko für die Grenzregionen zu Afghanistan und die Grenzgebiete zu Tadschikistan und Kirgisistan. Von nicht unbedingt notwendigen Reisen in diese Gebiete wird abgeraten.

Für Surchandarja einschließlich Termez im Südosten des Landes ist eine gesonderte Registrierung erforderlich, bei Verschärfung der Sicherheitssituation muss mit einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit gerechnet werden. Die Lage im Ferghana-Tal ist derzeit im Allgemeinen ruhig, gewisse Spannungen bleiben dennoch bestehen. In den grenznahen Gebieten des Ferghana-Tals zu Kirgisistan und Tadschikistan herrscht zudem Minengefahr.

Umsichtiges Verhalten wird dringend angeraten. Ein Grenzübertritt nach Kirgistan auf dem Landweg ist für Touristen derzeit nicht möglich. Auch andere Grenzen zu den Nachbarländern können jederzeit ohne Vorwarnung geschlossen werden.Es wird empfohlen vor der Reise in potentielle Krisengebiete mit den lokalen Behörden Kontakt aufzunehmen.

Es herrscht landesweit eine latente Gefahr von Terroranschlägen durch extremistisch orientierte islamistische Gruppen. Es ist deshalb mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen insbesondere für die von ausländischen Touristen frequentierten Städte von Taschkent, Buchara und Samarkand zu rechnen. Es wird insgesamt zu erhöhter Vorsicht und Wachsamkeit geraten. Demonstrationen jeder Art sollten generell gemieden werden. Die geltenden Vorschriften (Registrierungspflicht, Einfuhr-/Ausfuhrbestimmungen) sollten für den Fall von Personenkontrollen auch von Touristen unbedingt beachtet werden.

Die Hauptstadt Taschkent ist eine 2-Millionen-Stadt, deren Kriminalität mit jener von anderen Großstädten der Welt zu vergleichen ist. Es empfiehlt sich, weder wertvolle Gegenstände noch größere Geldbeträge mit sich zu führen, nachts nicht allein und auf keinen Fall zu Fuß unterwegs zu sein. Darüber hinaus wird landesweit nach Einbruch der Dunkelheit zu besonderer Vorsicht geraten. Ausländer sollten nur wenig Bargeld mitnehmen, Dokumente sollten fotokopiert werden, obwohl manchmal die Vorlage des Original-Reisepasses erforderlich sein kann.

In Not geratenen Österreichern kann, falls sie sich in Gebieten mit hohem Sicherheitsrisiko aufhalten, wenn überhaupt, nur in sehr eingeschränktem Umfang konsularische Hilfestellung geleistet werden.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit hohem Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage genauestens zu informieren und diese während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Usbekische Botschaft in Wien.
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit:  Mindestens 3 Monate nach Ausreise
  • Sonstiges: Ausländer müssen sich innerhalb von drei Tagen gegen eine Anmeldegebühr von 20 USD beim Stadtbezirk registrieren. Die Registrierung erfolgt durch das Hotel (Touristenvisum) bzw. durch den Reisenden selbst (Besuchervisum). Die nachträgliche Änderung der Visakategorien ist nicht möglich. Die Registrierungsquittung ist Voraussetzung für die Buchung von Flügen bzw. Fahrkarten für Reisen im Landesinneren und muss bei der Ausreise vorgelegt werden. Die Einhaltung der melderechtlichen Vorschriften wird streng überwacht, die Missachtung kann zu hohen Geldstrafen führen (ab 700 EUR). Ein Grenzübertritt auf dem Landweg ist von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr möglich. Einzelne Grenzübergänge sind länger geöffnet. Während der Nachtstunden bleiben die Straßen-Grenzübergänge geschlossen, im Luft- und Eisenbahnverkehr wird die Grenzkontrolle uneingeschränkt 24 Stunden lang durchgeführt. 
    Bei mehr als dreimonatigen Aufenthalten wird ein HIV-Test verlangt.

Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung. Euro werden grundsätzlich akzeptiert, es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in bar; Travellerschecks und Kreditkarten werden nicht überall akzeptiert. Es wird empfohlen, Banknoten neueren Datums in besten äußeren Zustand mitzunehmen. Achtung: Der Umtausch sollte ausschließlich in Banken und zugelassenen Wechselstuben erfolgen. Mittlerweile gibt es eine immer größere Anzahl von Bankomaten in Taschkent, über die Bargeld bezogen werden kann. Über die Deviseneinfuhr muss bei der Einreise eine Zollerklärung in zweifacher Ausfertigung ausgefüllt werden. Das Formular „Zollerklärung“ gibt es neben der russischen Version auch in englischer Sprache, bisweilen allerdings nur auf besondere Nachfrage. Bei der Einreisekontrolle muss darauf geachtet werden, dass der Reisende eines der beiden ausgefüllten Zollerklärungsformulare abgestempelt wieder zurück erhält. Dieses Exemplar muss bei der Ausreise auf Verlangen vorgezeigt werden. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können – sofern sie deklariert werden – bis zum Wert von 1.000 USD zollfrei eingeführt werden. Videokameras müssen bei der Einreise deklariert werden (es empfiehlt sich weiters die Deklaration von anderen Wertgegenständen).

Die Ausfuhr von Bargeld in Fremdwährung ist in der bei der Einreise deklarierten Höhe gestattet. Die darüber hinausgehende Ausfuhr von Fremdwährung ist mit einer Genehmigung der Nationalbank zulässig. Ist der ausgeführte Betrag an Fremdwährung um mehr als 2.000 USD geringer als der bei der Einreise deklarierte Betrag, können die Zollbehörden entsprechende Nachweise (z.B. Bestätigungen von Wechselstuben) über die Verwendung des Geldes verlangen. Achtung: Ein Rücktausch in Euro ist nicht möglich. Zollfreie Ausfuhr von persönlichen Gebrauchsgegenständen (sofern sie keinen Zollgebühren unterliegen) bis zum Wert von 500 USD. Die Ausfuhr von Edelmetallen und Pelzen ist verboten, Kunstgegenstände dürfen nur mit Genehmigung des usbekischen Kulturministeriums ausgeführt werden.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Im Allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Besonders prekär ist die Gesundheitslage in Karakalpakestan und im Gebiet um den Aralsee.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden.

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und des Medikamentenmangels entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur die regelmäßig benötigten Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Es wird darauf hingewiesen, dass in vielen Ländern besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden, gelten. Daher wird angeraten, sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung zu erkundigen.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahe gelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, Eisenbahnen, Busverbindungen. Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden. Die Ein- und Ausreise auf dem Landweg ist nicht immer und überall möglich. Auf die erhöhte Gefahr im Straßenverkehr durch die schlechten Verkehrsbedingungen, unzureichende Beschilderung, den besonders im Winter desolaten Straßenzustand, sowie mangelnde Fahrdisziplin und technische Unzulänglichkeiten vieler Verkehrsteilnehmer wird hingewiesen. Bei Beteiligung an einem Verkehrsunfall kann es zu einer mehrwöchigen Stilllegung des Fahrzeugs kommen, bis alle Untersuchungen zum Unfallhergang abgeschlossen sind. Im Fall einer Reparatur ist zu beachten, dass Autoersatzteile mitunter schwer erhältlich sind oder importiert werden müssen. Bei Verkehrsübertretungen wird üblicherweise das Bußgeld sofort durch die allseits präsenten Verkehrspolizisten verlangt, wobei sich die Höhe nicht notwendigerweise an einem festgelegten Bußgeldkatalog orientiert. Die Tankstellendichte ist gering, Raststätten mit sanitärer Infrastruktur sind unbekannt. Diesel ist zurzeit für Privatpersonen nicht erhältlich. Benzin ist in Oktanzahlen von 80, 91 und 95 erhältlich, wobei die Benzinqualität nicht durchgängig einheitlich ist und es zu technischen Problemen durch mangelhafte Benzinqualität kommen kann. Auch kann es – besonders zu Erntezeiten – zu Engpässen bei der Benzinversorgung kommen. Überlandfahrten sollten nach Einbruch der Dunkelheit generell unterlassen werden. Vor der Nutzung privater Taxis wird wegen der Gefahr von Raubüberfällen gewarnt. Es sollten ausschließlich offizielle Taxis, die auf dem Dach und seitlich als solche gekennzeichnet sind, benutzt werden.

Im Inlandsverkehr sowie im grenzüberschreitenden Flug-, Bus- und Bahnverkehr kommt es häufig zu Verspätungen, die Einhaltung europäischer (Sicherheits-)Standards ist nicht gegeben. Die Benutzung internationaler Direktflüge ist anzuraten. Seit dem 5. August 2011 müssen Ausländer alle in Usbekistan beschafften Flugtickets für Reisen innerhalb Usbekistans und ins Ausland in US-Dollar bezahlen. Zugverbindungen bestehen nach Kasachstan, Kirgisistan und Turkmenistan.

Typisches Kontinentalklima mit langen, sehr heißen Sommern. Die Winter sind kurz, streng und schneearm. Niederschlag hauptsächlich im Winter und Frühjahr.

Usbekistan liegt in einer seismisch aktiven Zone, es kann jederzeit zu Erdbeben kommen.

Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Anlagen von strategischer Bedeutung ist verboten. Als strategisch wichtig gelten auch Einrichten wie z.B. die U-Bahn in Taschkent, Flughäfen, Bahnhöfe, Tunnels, Brücken sowie andere öffentliche Gebäude. Grenzanlagen und Grenzbefestigungen dürfen ebenfalls nicht fotografiert werden.

Homosexuelle Handlungen sind illegal und werden mit Freiheitsstrafen ab drei Jahren geahndet, in der Praxis aber selten vor Gericht gebracht. Das usbekische Strafrecht enthält keine Vorschriften zu sexuellen Handlungen unter Frauen.

Prostitution ist strafbar und kann mit Geldstrafen geahndet werden, wird aber gleichfalls nur selten gerichtlich verfolgt.

Drogen sind illegal und ihr Besitz und der Handel werden strafrechtlich verfolgt. Es gibt in Usbekistan keine Unterscheidung zwischen "harten" und "weichen" Drogen.

Die Mehrheit der Bevölkerung bekennt sich zum Islam. Eine Anpassung in Verhalten und Kleidung an die lokalen Gepflogenheiten wird empfohlen.

Als Bürger eines EU-Staates können sich Österreicher in Notfällen an die Vertretungsbehörden anderer EU-Staaten wenden (vor Ort in Taschkent die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland).

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.



Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


Wien

Botschaft
c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien

Telefon:
(+43 / 5) 01150-3324
Telefax:
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Leitung:
KRAUT Alois | ao. u. bev. Botschafter / Gesandter

Amtsbereich:
Usbekistan
Konsularbezirk:
zuständig für Konsularangelegenheiten: Österreichische Botschaft/Konsularabteilung Moskau; zuständig für Erteilung von Touristenvisa im Rahmen des Schengen Abkommens: Deutsche Botschaft in Taschkent
Anmerkung:
Telefon aus ganz Österreich: (05) 01150-3324

Botschaft der Republik Usbekistan | Ständige Vertretung der Republik Usbekistan bei den Internationalen Organisationen in Wien

Botschaft der Republik Usbekistan

Poetzleinsdorferstrasse 49, 1180 Wien

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Vertrauensanwalt Ibrokhim MUKHAMEDJANOV

Straße:
1, Block A, Niyozbek Yuli
Stadt:
Tashkent, Usbekistan 100000

Telefon:
(+998/93) 39 77 699
Telefax:
(+998/71) 23 44 521

Sprachkenntnisse:
Usbekisch, Russisch, Englisch

Sicherheitsstufe

1 2 3 4 5 6
Was ist eine Sicherheitsstufe?

Basisdaten

Hauptstadt
Taschkent
Int. Kennzeichen
UZ
Sprache
Usbekisch, Sprachen ethnischer Gruppen
Fremdsprachen
Russisch
Währung
1 Usbekistan-Sum (UZS) = 100 Tijin
Zeitunterschied zu MEZ
+4h
Elektrischer Strom
220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, Zwischenstecker erforderlich (nur in internationalen Hotels gibt es Steckdosen, welche den österreichischen Normen entsprechen)