Flagge Uganda Uganda (Republik Uganda)

Stand 29.08.2014 (Unverändert gültig seit: 26.08.2014)

Hohes Sicherheitsrisiko / Region

Hohes Sicherheitsrisiko für Nordostuganda (Karamoja)

Trotz deutlicher Verbesserung der Sicherheitslage im Verlauf der letzten zwei Jahre besteht bei Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) weiterhin ein hohes Sicherheitsrisiko, da es dort noch immer vereinzelt zu Übergriffen durch kriminelle Elemente kommt. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, doch sollte die Anreise per Flugzeug erfolgen.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko für den Rest des Landes!

Am 5. Juli 2014 kam es im Westen Ugandas in den Distrikten Bundibugyo, Kasese und Ntoroko zu ethnischen Konflikten, bei denen etwa 100 Personen getötet wurden. Ausländer waren nicht betroffen. Die Lage ist unter Kontrolle. Reisende zu den Semuliki- und Rwenzori-Nationalparks sollten sich beim Reiseunternehmen nach der aktuellen Lage erkundigen und erhöhte Vorsicht walten lassen.

Der Mangel an staatlichen Strukturen und einhergehende Rebellenbewegungen im Osten der Demokratischen Republik Kongo führen gelegentlich zu Flüchtlingsströmen in den Westen und Südwesten Ugandas. Da nicht auszuschließen ist, dass Gefechte zwischen kongolesischer Armee und Rebellen auch in unmittelbarer Grenznähe zu Uganda stattfinden, sollte eine Annäherung direkt an die ugandisch-kongolesische Grenzlinie im Westen und Südwesten Ugandas vermieden werden. Besuche der ugandischen Nationalparks in diesem Gebiet sind möglich.

Wie in anderen ostafrikanischen Ländern können Aktivitäten terroristischer Gruppen auch in Uganda nicht ausgeschlossen werden. Dies gilt angesichts des militärischen Engagements Ugandas in Somalia vor allem im Hinblick auf die Terrororganisation Al-Shabaab, die regelmäßig Drohungen gegen alle in Somalia militärisch engagierten ostafrikanischen Staaten angekündigt hat. Die Ugandische Polizei hat im Oktober 2013 einen „Red Terror Alert“ erlassen, mit dem die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht und Wachsamkeit aufgefordert wurde. Auch die Botschaft der USA warnt vor möglichen Anschlägen in Uganda, insbesondere in Kampala. Die lokalen Sicherheitsmaßnahmen wurden verstärkt.

Besonders im Hinblick auf die zuletzt durchgeführten Anschläge in der Region in Dschibuti am 24.05.2014 und Kenia am 15.6.2014 zu denen sich Al-Shabaab bekannt hat, wird nicht ausgeschlossen, dass Uganda auch zukünftig Ziel von Anschlägen sein wird. Es wird daher zu erhöhter Vorsicht, insbesondere in der Nähe stark frequentierter Einrichtungen und touristischer Reiseziele, Hotels und Restaurants, Flughäfen und Großveranstaltungen et. geraten.

Vor Nachtfahrten, insbesondere Überland, wird generell abgeraten. Wegstrecken sollten vor allem nachts keinesfalls zu Fuß oder mit sogenannten BodaBoda (Motoradtaxis) zurückgelegt werden. Da Überfälle in der Hauptstadt Kampala auch untertags nicht auszuschließen sind, sollten keine größeren Bargeldbeträge oder Wertgegenstände bei Rundgängen mitgenommen werden, bei Fahrten mit dem PKW sollten Fenster und Türen verschlossen bleiben, Kraftfahrzeuge sollten nur auf bewachten Parkplätzen (zum Beispiel bei Hotels) abgestellt werden.

Das eigene Verhalten sollte möglichst unauffällig sein. Es wird empfohlen, verstärkte Wachsamkeit walten zu lassen und sich von Menschenansammlungen weitgehend fernzuhalten.

Für den Flughafentransfer (Entebbe - Kampala 45 km) wird empfohlen, den vom gebuchten Hotel angebotenen Transport zu nutzen bzw. nur größere seriöse Taxiunternehmen zu verwenden.

Reisen in die Nationalparks in Begleitung sogenannter Park-Rangers gelten grundsätzlich als unbedenklich. Touristen wird aufgrund einer möglichen Änderung der Sicherheitslage aber empfohlen, aktuelle Informationen vor Ort, z.B. bei Uganda Wildlife Authority (UWA) oder Uganda Tourism Board (UTB), einzuholen.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten oder hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht:  Ja
  • Visum erhältlich: Ugandische Botschaft in Berlin; österreichische Staatsbürger erhalten jedoch bei Einreise (Flughafen, Grenzübergang) gegen eine Gebühr von 50 USD ein entsprechendes Einreisevisum ausgestellt
  • Seit 2014 besteht auch die Möglichkeit für 100 USD ein Touristenvisum zu erhalten das für 90 Tage zum Aufenthalt und zur mehrmaligen Ein-und Ausreise für die Länder Uganda, Kenia und Ruanda gemeinsam berechtigt. Nähere Informationen siehe unter Visitafrica.
  • Reisedokumente:  Reisepass
  • Passgültigkeit:  Mindestens 6 Monate bei der Einreise
  • Cremefarbiger Notpass:  Wird akzeptiert
  • Sonstiges:  Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können

Die Einfuhr der Landes- oder Fremdwährung unterliegt keiner Beschränkung. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Euro, Pfund Sterling oder US-Dollar. Kreditkarten können in führenden Hotels und bei Fluggesellschaften verwendet werden, das Abheben von Bargeld mittels Kreditkarte ist bei den meisten Banken möglich. Fremde Währung darf nur bei einer zum Devisenhandel autorisierten Institution eingetauscht werden. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch 200 Zigaretten oder 1/2 Pfund Tabak sowie 1 Flasche Alkohol).

Die Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung unterliegt keiner Beschränkung. Eine Sondergenehmigung für den Export von Jagdtrophäen ist erforderlich.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Leitungswasser sollte nicht getrunken werden!) zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen (Vorsicht beim Genuss von rohem Obst und Salaten) und fette Speisen vermeiden. Übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem westeuropäischen Standard. Häufiges Händewaschen wird angeraten; durch Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen. vermeiden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Die Zahl der HIV-infizierten Personen unter der Lokalbevölkerung ist sehr hoch, Vorsichtsmaßnahmen werden daher dringend empfohlen.

Das hämorrhagische Ebola-Fieber (EHF)ist in Uganda endemisch und ist zuletzt im August / September 2012 der Provinz Kibaale mit etlichen Todesfällen, sowie Anfang Mai 2011 im Bombo- Distrikt, unweit von Kampala, aufgetreten.

Aus der Provinz Kibaale wurden im Herbst 2012 auch Fälle des tödlichen und hochansteckenden Marburg Fiebers mit Todesfällen gemeldet. Eine niederländische Staatsbürgerin wurde Ende Juni 2008 während ihres Besuchs in Uganda mit dem Marburg Virus infiziert und ist daran gestorben. Die Patientin hat sich aller Wahrscheinlichkeit nach bei einem Besuch zweier Fledermaushöhlen (Höhle bei Fort Portal bzw. "Python" Höhle) infiziert. Bei speziellen dort lebenden Fledermausarten konnte man Marburg Viren nachweisen. Es wird empfohlen den Besuch derartiger Höhlen zu meiden.

Da derartige Epidemien lokal immer wieder auftreten, sollten Reisende in betroffene Distrikte (außerhalb der Hauptstadt Kampala) besondere Vorsicht walten lassen und insbesondere auf entsprechende Hygienemaßnahmen und die Vermeidung von physischem Kontakt zu möglicherweise erkrankten Personen achten. Es wird geraten sich in den Medien und an den konsularischen Vertretungen vor Ort zur aktuellen Situation informieren. Aktuelle Hinweise zu derartigen periodisch auftretenden Viruserkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf dieser Website.

Vorwiegend in den westlichen Teilen Ugandas (Distrikte: Arua, Hoima, Masindi) kommt es immer wieder zum Ausbruch von Meningitis (Gehirnhautentzündung) mit jährlich mehren Todesopfern. Besonders bei Reisen in Regionen mit Meningitishäufigkeit wäre ein Meningokokken-Meningitis Impfschutz anzuraten.  

Seit Ende Mai 2008 wurden im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) mehrere tausend Menschen mit dem Hepatitis E Virus infiziert, mehr als hundert Menschen starben daran. Hepatitis E ist eine oral übertragbare Virusinfektion der Leber, gegen die es derzeit keine Schutzimpfung gibt. Die Infektion erfolgt durch kontaminiertes Trinkwasser, es wird daher empfohlen, Trinkwasser unbedingt abzukochen. Darüber hinaus sollten Schwangere die betroffenen Gebiete meiden. Seitens der ugandischen Behörden liegt derzeit keine Reisewarnung für die betroffenen Gebiete vor.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringendst empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz. Die Hauptverkehrsstraßen sind teilweise mangels Erhaltung in einem sehr schlechten Zustand. Auf die mangelnde Fahrdisziplin und technische Unzulänglichkeiten vieler Verkehrsteilnehmer wird hingewiesen. Von Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten. Bei Autofahrten sind der internationale Führerschein und die Zulassung sowie eventuell ein "Carnet de Passage" mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden. Achtung, in Uganda ist Linksverkehr.

Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Das tropische Klima wird durch den Victoriasee (größter Binnensee) stark beeinflusst. Die Maximaltemperaturen liegen bei 26 - 29° Celsius.

Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughäfen, Brücken, Regierungsgebäude) zu fotografieren. Im Zweifelsfall sollte zuvor gefragt werden.

Homosexualität ist mit strengsten (bis zu lebenslänglicher Haftstrafe) Strafen belegt. Es kam bisher vereinzelt zu Hetzkampagnen gegenüber Homosexuellen sowie regelmäßig zu Belästigungen und Übergriffen. Es sollte daher ein unauffälliges Verhalten gezeigt werden.

Zurückhaltung in der Kleidung ist geboten (keine Miniröcke).

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

Botschaft | Honorarkonsulat Kampala | Koordinationsbüro Entwicklungszusammenarbeit Kampala

Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Äthiopien

  • Kampala

    Honorarkonsulat
    Plot 6, Hill Lane, Kololo, Kampala

    Telefon:
    (+256) 41 423 57 96
    Telefax:
    (+256) 41 423 57 96

    Leitung:
    WIPFLER Karl | Honorargeneralkonsul ad personam

    Konsularbezirk:
    Republik Uganda

    Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
    Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
    Notpassausstellung vorort
    Sichtvermerksbefugnis

    Parteienverkehr:
    Mo 09.00 - 12.00   Di 09.00 - 12.00   Mi 09.00 - 12.00   Do 09.00 - 12.00   Fr 09.00 - 12.00  


    Kampala

    Koordinationsbüro Entwicklungszusammenarbeit
    Crusader House, 3 Portal Avenue, Kampala

    Telefon:
    (+256) 31 223 51 04
    (+256) 31 223 51 05
    Telefax:
    (+256) 31 223 51 60

    Leitung:
    KNAPP Simone | Botschaftsrätin

    Amtsbereich:
    Uganda, Ruanda, Burundi, Kenia, Tansania - Vereinigte Republik

    Botschaft der Republik Uganda | Honorargeneralkonsulat der Republik Uganda | Ständige Vertretung der Republik Uganda bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Botschaft der Republik Uganda

    Axel-Springer-Strasse 54a, 10117 Berlin

    Telefon:
    (+49 / 30) 240 47 556 + 206 099 0
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    Mo - Do 09.00 - 13.00 und 14.00 - 16.00
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    (+43 / 1) 863 11 43
    Amtsbereich:
    Republik Österreich
    Amtsbefugnis:
    Visabefugnis, Beglaubigungsbefugnis, ohne Passbefugnis

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    Mo - Fr 09.00 - 12.00


    Ständige Vertretung der Republik Uganda bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Axel-Springer Strasse 54a, 10117 Berlin

    Telefon:
    (+49 / 30) 240 47 556
    Telefax:
    (+49 / 30) 240 47 557

    Sicherheitsstufe

    1 2 3 4 5 6
    Was ist eine Sicherheitsstufe?

    Basisdaten

    Hauptstadt
    Kampala
    Int. Kennzeichen
    UG
    Sprache
    Englisch, Luganda, Kisuaheli
    Währung
    1 Uganda-Schilling (UGX) = 100 Cent
    Zeitunterschied zu MEZ
    +2 h
    Elektrischer Strom
    240 Volt/50 Hertz, dreipolige Stecker (Zwischenstecker erforderlich)