Flagge Tadschikistan Tadschikistan (Republik Tadschikistan)

Stand 04.07.2015 (Unverändert gültig seit: 05.06.2015)

Erhöhtes Sicherheitsrisiko

Auf das erhöhte Sicherheitsrisiko besonders in den Grenzgebieten wird hingewiesen. Die Sicherheitslage in der Hauptstadt Duschanbe stellt sich hingegen stabil dar.

Im autonomen Gebiet Berg-Badachschan (Pamir) gelegenen Chorog kam es im Mai 2014 zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Seit Sommer 2014 hat sich die Lage wieder normalisiert. Reisen dorthin sollten dennoch wohl überlegt werden. Die Zufahrtsstraßen in das Pamirgebiet sind teilweise gesperrt. Es kann vorkommen, dass Reisende trotz gültiger Reiseerlaubnis für das autonome Gebiet Berg-Badachschan (Pamir) am Kontrollposten zurückgewiesen werden.

An der usbekischen Grenze kann es immer wieder zu einer – in der Regel sehr kurzfristig angekündigten – mehrtägigen Aussetzung der Grenzabfertigung für den gewöhnlichen Verkehr kommen. In den Grenzgebieten zu Usbekistan und Kirgisistan sollen sich islamische Gruppierungen mit potenziell terroristischer Ausrichtung aufhalten. Seit Anfang 2014 ist es im Grenzgebiet zwischen Tadschikistan und Kirgisistan wiederholt zu bewaffneten Auseinandersetzungen – mit Todesopfern – gekommen.

Unbedingt erforderliche Reisen außerhalb von Duschanbe und Chodschant sollten nur mit entsprechender Sicherheitsbegleitung durchgeführt werden. Ausgänge und Ausfahrten nach der Dunkelheit sind zu vermeiden.

Abseits der Hauptverkehrsstraße von Duschanbe nach Khorog zwischen Rogun und Kalaikum herrscht Minengefahr (teilweise schlecht markierte Minenfelder), ebenso in den Grenzgebieten zu Usbekistan, Kirgisistan und Afghanistan. An der Grenze zu Afghanistan kann es vereinzelt zu Schusswechseln zwischen afghanischen Drogenschmugglern und tadschikischen Vertretern der Grenztruppen und der Drogenkontrollbehörde sowie zu Raubübergriffen kommen. Fahrten dorthin sollten, wenn überhaupt, nur nach vorheriger Information über die aktuelle Sicherheitslage und mit größtmöglicher Vorsicht durchgeführt werden. An den Grenzübergängen zu Kirgisistan und Usbekistan kann es zeitweise zu unangekündigten Schließungen kommen.

Angesichts unzureichender bzw. fehlender ärztlicher Versorgung sollten sich Reisende über ein generell erhöhtes Reiserisiko bewusst sein. Besonders bei Notfällen im Zusammenhang mit Bergwanderungen ist eine schnelle Hilfe oft nicht möglich.

Die Kommunikationsmöglichkeiten sind wegen des nur teilweise funktionierenden Mobiltelefonempfangs oft sehr eingeschränkt.

Tadschikistan ist Erdbebengebiet. Im Falle von Erdbeben kann nicht mit angemessenem Katastrophenschutz gerechnet werden.

Aufgrund der Kriminalität sollte nur wenig Bargeld und keine Wertgegenstände mitgeführt werden. Dokumente sollten fotokopiert werden. Vor allem nach Einbruch der Dunkelheit wird zu besonderer Vorsicht geraten. Gelegentlich kommt es auch zu Entführungen. Bei Überfällen sollte jeglicher Widerstand vermieden werden. Das Tragen und die Verwendung von Schusswaffen durch Kriminelle ist stark angestiegen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Botschaft der Republik Tadschikistan. Ein Visum bei der Einreise am Flughafen Duschanbe zu erhalten, ist nur dann möglich, wenn die Anreise aus einem Land erfolgt, in dem es keine tadschikische Botschaft gibt.
  • Reisedokumente: Reisepass     
  • Passgültigkeit: Bei Ausreise mindestens 6 Monate
  • Cremefarbiger Notpass: Ja
  • Sonstiges: Für Reisen in das autonome Gebiet Berg-Badachschan (Pamir) wird ein spezielles Visum benötigt, das gesondert beantragt werden muss, und dessen Bearbeitung mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Ausländer sind verpflichtet, sich binnen drei Tagen nach Einreise bei der jeweiligen Stadtverwaltung/Registrierungsstelle OVIR "Abteilung für Visa und Registrierung" zu registrieren. Ohne diese Registrierung drohen Ausreiseverzögerungen und Verwaltungsstrafen. Dies gilt auch bei Überziehung der Aufenthaltsdauer ohne rechtzeitige Verlängerung des Visums.

Euro und US-Dollar können in den größeren Städten umgewechselt werden. In Duschanbe gibt es viele Bankomaten.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen wird dringend empfohlen. Vorsicht ist beim Genuss von Fleischgerichten, rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Die sanitären und hygienischen Verhältnisse entsprechen nicht dem europäischen Standard. Krankenhäuser verfügen nur über veraltetes Gerät, die Versorgung mit Medikamenten ist schlecht. Aufgrund der schlechten hygienischen Zustände besteht ein hohes Infektionsrisiko bei ärztlicher Behandlung (insbesonders Hepatitis C, Tbc).

In der warmen Jahreszeit besteht das Risiko von Krim-Kongo-Fieber (CCHFV, Crimean-Congo-Hemorrhagic-Fever-Virus).

Eine häufig auftretende Krankheit, insbesondere nach heftigen Regenfällen, ist Typhus. Wichtigste Vorbeugungsmaßnahme gegen diese hoch fieberhafte Salmonellenerkrankung ist sorgfältige Hygiene (z.B. häufiges Händewaschen). Auch bei Essen und Trinken muss auf Hygiene geachtet werden (nur abgekochtes Wasser oder heiße Getränke, nur frisch zubereitete Gerichte, kein Verzehr von rohem Gemüse und Obst, das nicht geschält werden kann).

Es kommen auch Milzbranderkrankungen vor.

Aufgrund unzureichender ärztlicher Versorgung ist Unfallhilfe nicht immer gewährleistet.

Bei Reisen in die Pamirregion sollten die Auswirkungen der extremen Höhenlage nicht unterschätzt werden. Beim Auftreten der Höhenkrankheit kann nicht mit schneller ärztlicher Versorgung gerechnet werden.

Im Grenzgebiet zu Afghanistan gibt es ein potentielles  Malariarisiko, sodass ein Schutz gegen Stechmücken zu empfehlen ist (z.B. langärmelige Kleidung, Mückenspray).  Zur Einnahme medikamentöser Malariaprophylaxe, etwa bei einem langfristigen Aufenthalt in dieser Regionen, beraten Sie sich bitte vorab mit einem Facharzt für Reise- und Tropenmedizin.

Eine Beratung bei einem medizinischen Fachinstitut für  Reise- und Tropenmedizin, rechtzeitig vor Reiseantritt, ist in jedem Fall ratsam.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend nahe gelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden. Auf die erhöhte Gefahr im Straßenverkehr durch die schlechten Verkehrsbedingungen, unzureichende Beschilderung, den besonders im Winter desolaten Straßenzustand, mangelnde Fahrdisziplin vieler Verkehrsteilnehmer und technische Unzulänglichkeiten wird hingewiesen. Überlandfahrten sollten nach Einbruch der Dunkelheit unterlassen werden. Vor der Nutzung privater Taxis wird wegen der Gefahr von Raubüberfällen gewarnt. Es sollten ausschließlich offizielle Taxis, die auf dem Dach und seitlich als solche gekennzeichnet sind, benutzt werden.

Im Inlands- sowie im grenzüberschreitenden Flug-, Bus- und Bahnverkehr kommt es häufig zu Verspätungen, die Einhaltung europäischer Sicherheitsstandards ist nicht gegeben.

Die in den Norden und in das Pamir-Gebiet führenden Überlandstraßen sind im Winter nicht passierbar und daher gesperrt. Diese Landesteile sind in den Wintermonaten nur mit dem Flugzeug erreichbar.

Kontinentales Klima mit heißen und trockenen Sommern. Die Winter sind mild, nur kurzzeitig Frost.

Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Anlagen von strategischer Bedeutung ist verboten.

Das tadschikische Strafrecht sieht erhebliche Freiheitsstrafen (bis zu 20 Jahre) für Rauschgiftdelikte vor.

In Tadschikistan gilt ein generelles Missionierungsverbot. Es dürfen keine Veranstaltungen für bestimmte Glaubensgemeinschaften vorgenommen werden, die einen missionarischen Charakter haben.

Homosexualität ist nicht strafbar, wird aber gesellschaftlich nur in sehr geringem Maß akzeptiert. 

Als Bürger eines EU-Staates können sich Österreicher in Notfällen an die Vertretungsbehörden anderer EU-Staaten wenden (in Duschanbe die deutsche Botschaft).

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.



Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Kasachstan
  • Botschaft der Republik Tadschikistan | Ständige Vertretung der Republik Tadschikistan bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Botschaft der Republik Tadschikistan

    Universitätsstraße 8/1A, 1090 Wien

    Telefon:
    (+43 / 1) 409 82 66
    Telefax:
    (+43 / 1) 409 82 66 14
    Notruf:
    (+43 / (0) 699) 11 45 25 75
    Amtsbereich:
    Republik Österreich

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 09.00 - 13.00 und 14.00 - 18.00

    Ständige Vertretung der Republik Tadschikistan bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Universitätsstraße 8/1A, 1090 Wien

    Telefon:
    (0043 / 1) 409 82 66
    Telefax:
    (0043 / 1) 409 82 66 - 14

    Sicherheitsstufe

    1 2 3 4 5 6
    Was ist eine Sicherheitsstufe?

    Basisdaten

    Hauptstadt
    Duschanbe
    Int. Kennzeichen
    TJ
    Sprache
    Tadschikisch, Russisch, Usbekisch
    Fremdsprachen
    Russisch
    Währung
    1 Somoni (TJS) = 100 Diram
    Zeitunterschied zu MEZ
    +4 h
    Elektrischer Strom
    220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, (Zwischenstecker erforderlich

     

    Reiseregistrierung.at

    Einfach online registrieren - damit wir Sie im Fall des Falles besser unterstützen können.