Flagge Sudan Sudan (Republik Sudan)

Stand 20.12.2014 (Unverändert gültig seit: 29.08.2014)

Partielle Reisewarnung / Region

Partielle Reisewarnung!

Vor Reisen in die Grenzgebiete zu Eritrea und zum Südsudan sowie nach Darfur, Ostsudan, Abyei, „Blue Nile State“ und Südkurdufan sowie in alle Saharagebiete wird aufgrund von bewaffneten Auseinandersetzungen, sowie Anschlags- und Entführungsgefahr gewarnt.

Es wird dringend empfohlen, Menschenansammlungen großräumig zu meiden und sich gegebenenfalls direkt an Botschaften von anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu wenden.

Hohes Sicherheitsrisiko für den Rest des Landes

Reisen in den Sudan sollten generell auf ihre Notwendigkeit geprüft werden. In Khartum sollten die Außenbezirke nach Möglichkeit gemieden werden. Österreichische Reisende in den Sudan werden vor Reiseantritt ersucht, sich mit der zuständigen Österreichischen Botschaft in Kairo bzw. dem Bürgerservice des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres unter der Tel. Nr. +43/ 50 11 50 – 4411 in Verbindung zu setzen.

Trotz der friedlichen Abspaltung und nunmehrigen Unabhängigkeit des Südsudans besteht nach wie vor ein hohes Konfliktpotential in den Grenzgebieten der beiden Staaten, das bis zu bewaffneten Auseinandersetzungen reicht. Es besteht die Möglichkeit terroristischer Anschläge, die sich gegen westliche Ausländer und Hotels, die von westlichen Ausländern frequentiert werden, richten können. Dieses Risiko hat sich aufgrund des Haftbefehls des Internationalen Strafgerichthofs gegen den sudanesischen Präsidenten, der nach wie vor vielen ungelösten Probleme im Verhältnis zum Südsudan,  sowie des ungelösten Status der Abyei-Region und der Teilstaaten "Blue Nile“ und "Südkurdufan“ erhöht. Geplante Reisen in den Sudan sollten nach Möglichkeit bis auf weiteres verschoben und die Entwicklung der Lage abgewartet werden.

Weite Teile des Landes sind oder waren Schauplatz von Kämpfen zwischen bewaffneten Gruppen bzw. mit der sudanesischen Armee, insbesondere in Darfur, aber auch im Ostsudan an der gesperrten Grenze zu Eritrea. Immer wieder kommt es auch zu Unruhen. 

In Khartoum kam es zu einem Messer-Angriff auf westlich aussehende Ausländer, es wird daher empfohlen besondere Vorsicht walten zu lassen.

In Darfur kam es in letzter Zeit immer wieder zu Entführungen ausländischer Entwicklungshelfern. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in Hinkunft zu einer Zunahme von Entführungen kommt.

Für Reisen außerhalb des 3-Städtegebietes Khartum-Khartum North-Omdurman sind im Sudan zu beantragende Bewilligungen vorgeschrieben.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit hohem Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Botschaft der Republik Sudan in Wien
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens 6 Monate bei Einreise.
  • Cremefarbiger Notpass: Wird nicht akzeptiert
  • Sonstiges: Der Reisepassdarf darf keine israelischen Stempel enthalten. Die Grenzen zu Eritrea und Tschad sind geschlossen, die Grenze zu Ägypten ist mit Ausnahme des Grenzübergangs Assuan/Wadi Halfa ebenfalls geschlossen. Änderungen sind jederzeit möglich.

Die Einfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt und derzeit nicht deklarationspflichtig; es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in bar. Auf Grund der Sanktionen kann nicht damit gerechnet werden, dass mit Kreditkarten bezahlt werden kann. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch wahlweise 200 Zigaretten, 50 Zigarren, 1 Pfund Tabak). Die Einfuhr von Alkohol, Waren aus Israel, sowie von Obst und Gemüse ist verboten.

Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Arzneimittel sind außerhalb Khartums nur sehr beschränkt und unregelmäßig zu erhalten. Derzeit sind alle gängigen Medikamente erhältlich.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, Eisenbahnen, Busverbindungen. Die Verkehrsmittel sind allerdings mit den europäischen nicht vergleichbar, es muss mit Verspätungen und anderen Schwierigkeiten gerechnet werden. Bei Autofahrten sind der internationale Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Die Einreise mit dem Fahrzeug gestaltet sich allerdings schwierig, geeignet sind nur geländegängige Fahrzeuge. Der Sudan kann am besten mit dem Flugzeug, allenfalls mit dem Schiff über Port Sudan, erreicht werden.

Trockenes Wüstenklima im Norden, feucht-heißes Tropenklima im Süden. Sandstürme treten vor allem in den Monaten April bis Juli auf. Im April/Mai bzw. September/Oktober kommt es zu heftigen Regenfällen im Norden. Die Regenzeit dauert von April bis Oktober.

Das Fotografieren ist nur mit einer speziellen Bewilligung des Ministry of Culture and Information gestattet.

Eine besondere Rücksichtnahme auf islamische Sitten und Gebräuche ist unbedingt zu empfehlen (dies gilt insbesondere für das strikte Alkoholverbot). Freizügige Kleidung, Drogenbesitz und Trunkenheit sollten tunlichst vermieden werden, da dies nach den strengen moslemisch beeinflussten Gesetzen mit Haft oder Prügelstrafe geahndet werden kann.

Homosexualität und außereheliche Beziehungen stehen unter strengen Strafen. Die Toleranz in der Bevölkerung ist gering. Die Sharia wird zunehmend in der Rechtsprechung umgesetzt.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

  1. Khartoum


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Ägypten

  • Khartoum

    Honorarkonsulat



    Konsularbezirk:
    Sudan
    Anmerkung:
    GESCHLOSSEN; Anfragen an Österreichische Botschaft Kairo

    Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
    Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
    Notpassausstellung vor Ort
    Visabefugnis

    Botschaft der Republik Sudan | Ständige Vertretung der Republik Sudan bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Botschaft der Republik Sudan

    Reisnerstraße 29/5, 1030 Wien

    Telefon:
    (+43 / 1) 710 23 43 - 45
    Telefax:
    (+43 / 1) 710 23 46
    Amtsbereich:
    Republik Österreich

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 09.00 - 16.00

    Ständige Vertretung der Republik Sudan bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Reisnerstraße 29/5, 1030 Wien

    Telefon:
    (+43 / 1) 710 23 43 / 44
    Telefax:
    (+43 / 1) 710 23 46

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 09.00 - 16.00

    Sicherheitsstufe

    1 2 3 4 5 6
    Was ist eine Sicherheitsstufe?

    Basisdaten

    Hauptstadt
    Khartum
    Int. Kennzeichen
    SD
    Arabisch, einheimische Sprachen
    Fremdsprachen
    Englisch
    Währung
    1 Sudanesischer Pfund (SDG) = 100 Piaster
    Zeitunterschied zu MEZ
    MESZ +1 h, MEZ +2 h
    Elektrischer Strom
    220 - 240 Volt/50 Hertz; zweipoliger Stecker, starke Stromschwankungen, häufige Stromausfälle

     

    Reiseregistrierung.at

    Einfach online registrieren - damit wir Sie im Fall des Falles besser unterstützen können.