Flagge Palästinensische Gebiete Palästinensische Gebiete (Gebiete der Palästinensischen Behörde)

Stand 22.11.2014 (Unverändert gültig seit: 05.09.2014)

Partielle Reisewarnung / Region

Die Palästinensische Behörde hat den Status eines Völkerrechtssubjekts, das "Gebiet der Palästinensischen Behörde" wird aber nicht als Staat im Sinn des Völkerrechts anerkannt. Österreich unterhält das Vertretungsbüro Ramallah als Vertretungsbehörde eigener Art.

Partielle Reisewarnung

Vor Reisen in den Gazastreifen und in das Westjordanland wird dringend gewarnt. Ausgenommen davon sind die Orte Bethlehem und Jericho, für die erhöhtes Sicherheitsrisiko gilt. Es wird jedoch empfohlen dort in den Nachtstunden keine Fahrten oder Spaziergänge abseits der Hauptverkehrsverbindungen zu unternehmen.

Seit Anfang Juli kam es zu intensiven militärischen Auseinandersetzungen in und um den Gazastreifen. Dabei kam es zu massiven Raketen- und Mörsergranatenangriffen aus dem Gazastreifen gegen Israel. Die Mehrzahl der Angriffe betrafen die Ortschaften in unmittelbarer Umgebung des Gazastreifens in einem Radius von ca. 40km. Es wurden aber auch Raketen größerer Reichweite eingesetzt, die den Großraum Tel Aviv und Jerusalem und in Einzelfällen z.B. auch Haifa, Nahariya und Eilat erreichten. Um weitere Angriffe zu unterbinden, hatte die israelische Armee am 8. Juli mit einer umfassenden Militäroperation gegen Ziele im Gazastreifen begonnen.

Am 26. August wurde eine unbefristete Waffenruhe verkündet, die vorläufig eingehalten wird. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einem Bruch der Waffenruhe kommen kann.

Die Gefahr von Geiselnahmen besteht weiterhin.

Es wird dringend davon abgeraten, an einem Schiffskonvoi zur Durchbrechung der Gaza-Blockade teilzunehmen. 2010 wurden mehrere Schiffe von der israelischen Marine gestürmt, wobei neun Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden. In solchen Fällen ist eine konsularische Betreuung durch die Österreichische Botschaft Tel Aviv nur sehr eingeschränkt möglich.

In den vergangenen Jahren wurde versucht, im Rahmen sogenannter „Flytillas“ in die Gebiete der Palästinensischen Behörde zu gelangen. Teilnehmer an solchen Veranstaltungen müssen damit rechnen, am Flughafen Ben Gurion an der Einreise gehindert und anschließend deportiert zu werden.

Im Westjordanland kann es sowohl zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen militanten Gruppen als auch zu Militäraktionen sowie schweren bewaffneten Zusammenstößen, sporadischen Schusswechseln auf jüdische Siedler und Siedlerautos, großflächigen und andauernden Ausgangssperren sowie der unangekündigten Totalsperrung von Checkpoints/Einreisepunkten von der Westbank nach Israel kommen. An großen jüdischen Feiertagen kommt es erfahrungsgemäß zur Abriegelung der palästinensischen Gebiete und zur Schließung von Ein-/Ausreisepunkten.

Vor Besuchen jüdischer Siedlungen in der Westbank wird dringend gewarnt.

Reisende sollten sich vor Ihrer Reise über die aktuelle Lage beim Österreichischen Vertretungsbüro Ramallah informieren.

Die Einreise nach Israel aus dem Gazastreifen via Erez-Checkpoint ist nur möglich, wenn die Ausreise aus Israel nach Gaza ebenso dort erfolgte. Personen, die nach Gaza über Rafah (Ägypten) einreisen, müssen auf Grund der geltenden israelischen Einreisebestimmungen ausnahmslos wieder über Rafah ausreisen. Kurzfristige und unangekündigte Totalsperrungen des Gazastreifens sind jederzeit möglich, während dieser Sperrungen kann der Gazastreifen auch von ausländischen Staatsbürgern nicht verlassen werden. Die österreichische Botschaft und das Österreichische Vertretungsbüro Ramallah sind außerstande, konsularische Hilfe bei der Ein- oder Ausreise aus dem Gazastreifen zu leisten.

Es liegt in der Eigenverantwortung der Reisenden, vor dem Grenzübertritt in den Gazastreifen sicherzustellen, dass sowohl die für Gaza zuständigen palästinensischen Behörden als auch die ägyptischen Behörden dieser Wiederausreise aus Gaza via Rafah (Ägypten) vorab zustimmen. Die Kontaktnahme mit der ägyptischen Botschaft vor Reiseantritt wird dringend angeregt.

Hilfestellungen der Österreichischen Botschaft Kairo sind, wenn überhaupt, nur sehr begrenzt möglich und erstrecken sich nicht auf Kontakte mit den für Gaza zuständigen palästinensischen Behörden. Sollten aus der Hilfestellung der Österreichischen Botschaft Kairo Kosten erwachsen, werden diese per Konsulargebührenbescheid vorgeschrieben werden.

Der Übergang Israel-Gazastreifen (Erez Crossing) wird von der israelischen Armee wie ein internationaler Grenzübergang geführt, womit das Mitführen eines gültigen Reisedokumentes notwendig ist. Der Übergang wird immer wieder unangekündigt für alle Reisenden gesperrt. Die notwendigen Übertrittsbewilligungen können auch mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Österreichische Staatsbürger mit gültiger palästinensischer Identitätskarte werden von Israel als Palästinenser betrachtet und können nur über den Grenzübergang Rafah nach Ägypten oder Allenby Brücke nach Jordanien ausreisen.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.



Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


Ramallah

Österreichisches Vertretungsbüro
VIP Centre, 100 Al-Kawthar Street, El-Bireh, Ramallah, Israel

Telefon:
(+972 / 2) 240 14 77
Telefax:
(+972 / 2) 240 04 79

Leitung:
NASI Andrea |

Amtsbereich:
Palästinensische Gebiete

Vertretung von Palästina

Vertretung von Palästina

Josefsgasse 5, 1080 Wien

Telefon:
(+43 / 1) 408 82 02 / 3
Telefax:
(+43 / 1) 408 81 19

Sicherheitsstufe

1 2 3 4 5 6
Was ist eine Sicherheitsstufe?

Basisdaten

Hauptstadt
Verwaltungssitz in Ramallah
Int. Kennzeichen
PS
Arabisch
Fremdsprachen
Englisch
Währung
1 neuer Shekel (ILS) = 100 Agorot
Elektrischer Strom
220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, dreipoliger Stecker (Zwischenstecker erforderlich)