Flagge Myanmar Myanmar (Republik der Union Myanmar)

Stand 18.09.2014 (Unverändert gültig seit: 28.08.2014)

Hohes Sicherheitsrisiko / Region

Hohes Sicherheitsrisiko!

Von Reisen in die Provinz Rakhine State wird abgeraten! In der gesamten Provinz gilt aufgrund bewaffneter Zusammenstöße zwischen dort ansässigen ethnischen Gruppen der Ausnahmezustand.

In einigen an Thailand (Teile der Shan, Mon, Karen (Kayin) und Kayah States) und an Indien (Chin State und Sagaing Division) angrenzenden Regionen finden weiterhin bewaffnete Konflikte zwischen Rebellenarmeen und dem Militär statt. Auch ungekennzeichnete Minenfelder stellen eine erhebliche Gefahr dar. Von Reisen in diese Gebiete wird abgeraten.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko im Rest des Landes.

In Yangon kommt es seit 2004 wiederholt zu Bombenanschlägen mit Verletzten und Todesopfern. Es wird empfohlen, sich von Demonstrationen sowie generell von Menschenansammlungen fernzuhalten.

Politische Unruhen und politisch motivierte Gewalttaten können nicht ausgeschlossen werden.

Es bestehen staatliche Reisebeschränkungen für die meisten Grenzgebiete aber auch für andere Landesteile.

In Notfällen außerhalb der Dienstzeit ist der Bereitschaftsdienst der Österreichischen Botschaft Bangkok unter der Nummer +66 819 036 516 erreichbar.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten oder hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Botschaft der Union Myanmar in Berlin
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens 6 Monate bei Einreise.
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
  • Sonstiges: Ein Visum kann auch in Bangkok (Botschaft der Union Myanmar in Bangkok, 132 Sathorn Nua Road) beantragt werden, wobei es jedoch zu längeren Wartezeiten kommen kann. Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Außenministerium hiervon vorher unterrichtet wird. Im Regelfall müssen Aus-und Einreise über den gleichen Grenzübergang erfolgen. Bei Ausreise über einen Flughafen wird eine Flughafengebühr verrechnet. Die Gebühr für Inlandsflüge beträgt 1.000 MMK.
  • Bei Passverlust kann ein Antrag Rückkehrausweis für die Rückkehr nach Österreich via Bangkok an der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland unter Vorlage einer polizeilichen Verlust- bzw. Diebstahlsanzeige gestellt werden. Vor Ausreise ist ein Ausreisevisum einzuholen. Dies ermöglicht zusammen mit einem thailändischen Visum die Einreise nach Thailand, um an der Österreichischen Botschaft Bangkok einen Notpass zu beantragen.

Die Einfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt, jedoch ab 2.000 USD deklarationspflichtig. Derzeit werden nur Dollar uneingeschränkt gewechselt. Für 100 $ Scheine werden die niedrigsten Umtauschgebühren verrechnet. Geldwechsel sollte in Wechselstuben erfolgen. Vom Geldwechsel bei Straßenhändlern wird unbedingt abgeraten. Bezahlungen mit Kreditkarten werden kaum akzeptiert. Abhebungen an ATM-Automaten funktionieren normalerweise landesweit problemlos. Reisende sollen sich vorher bei der Bank erkundigen, ob die Karte in Myanmar einsetzbar ist.

Die meisten Banken akzeptieren auch Euro. Viele Hotels, Fluglinien etc. nehmen aber nur Dollar oder sogenannte FECs (Foreign Exchange Certificates). Einige Hotels akzeptieren wiederum keine FECs als Zahlungsmittel.

Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch wahlweise 200 Zigaretten, 50 Zigarren, ca. 230 Gramm Tabak sowie ca. 1,1 Liter Alkohol). Schmuck, elektronische Geräte und Kameras müssen bei der Einreise deklariert werden. Unter Umständen müssen Mobiltelefone und Laptops beim Zoll bis zur Ausreise hinterlegt werden.

Einfuhrverbote bestehen unter anderem für Waffen, pornographisches Material, Spielkarten, religiöse Gegenstände mit Abbildungen von Buddha und/oder Tempeln, jegliche Gegenstände, die die burmesische Fahne aufweisen.

Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt. Die Ausfuhr von Antiquitäten ist verboten. Erworbene Kulturgüter und nach Myanmar importierte Waren sowie Tabakwaren und Alkohol bedürfen einer Ausfuhrgenehmigung.

Die Ausfuhr von Edelsteinen sowie von Gold- und Silberschmuck ist nur gegen Rechnungsbeleg eines staatlich zugelassenen Händlers erlaubt.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse, der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten und veralteten medizinischen Ausrüstung entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Das öffentliche Gesundheitswesen ist nur sehr eingeschränkt vorhanden.

Fälle von Malaria sind häufig und nicht saisonal begrenzt. Reisenden wird das Tragen von körperbedeckender Kleidung, sowie das regelmäßige Auftragen von Insektenschutzmittel empfohlen.

HIV/ Aids ist vor allem in den größeren Städten und Grenzregionen ein zunehmendes Problem.

Magen-Darmerkrankungen kommen häufig vor. Urlauber sollten besondere Vorsicht beim Genuss von Lebensmitteln und Trinkwasser walten lassen (kein Konsum von Leitungswasser, auch nicht für die Zahnhygiene, kein Konsum von rohem Gemüse, frisches Obst schälen, häufiges und gründliches Händewaschen mit Seife).

Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

In Notfällen kann die SOS-Klinik in Yangon kontaktiert werden, die auch Rettungsflüge organisiert.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden. Übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung/ Rückholversicherung wird dringend empfohlen.

Österreichische und internationale Führerscheine werden nicht anerkannt.

Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, Eisenbahnen, Busverbindungen, Taxis. Die Verkehrsmittel sind allerdings mit den europäischen nicht vergleichbar, es muss mit Verspätungen und anderen Schwierigkeiten gerechnet werden. Während der Monsunzeit (Mai bis Oktober) muss speziell im Süden des Landes und in den Küstengebieten mit Überschwemmungen gerechnet werden, die auch die Straßen- und Eisenbahnverbindungen unterbrechen können.

Seit 1998, zuletzt im Juni 2009, sind vier Flugzeuge der staatlichen Fluggesellschaft Myanmar Airways (nicht zu verwechseln mit Myanmar Airways International) verunglückt. Auf Inlandsflügen werden daher die privaten Fluggesellschaften "Air Mandalay" und "Air Yangon" empfohlen.

Reisende erhalten keinerlei Fahrberechtigung; die Einfuhr von Fahrzeugen zu touristischen Zwecken ist nicht erlaubt. Mietautos sind für Touristen nicht erhältlich. Der schlechte Straßenzustand und das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer bilden ein erhebliches Unfallrisiko, das bei Dunkelheit noch erhöht wird.

Überwiegend tropisches Klima mit einem Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Die Regenzeit (Monsun) dauert von Mai bis Oktober.

In Myanmar kommt es regelmäßig zu See-und Erdbeben. Während des Monsuns (Mai bis Oktober) treten in den Küstenregionen oftmals Zyklone auf, bzw. kann es während der Regenzeit zu straken Überschwemmungen kommen.

Die Kommunikationsmöglichkeit mit dem Ausland ist stark eingeschränkt. Telefonverbindungen sind häufig defekt und überlastet. Außerhalb größerer Städte ist der Mobilfunkempfang nicht möglich. Mobiltelefone können am Flughafen Rangun angemietet und müssen dort wieder abgegeben werden. WLAN/WIFI Verbindungen sind in Restaurants, Hotels, Pensionen sowie Internetcafés mittlerweile verfügbar.

Die Regierung ist weiterhin militärisch dominiert. Die Überwachung von Ausländern ist jederzeit möglich; Kritik an der Regierung kann ein Strafdelikt darstellen.

Homosexualität ist illegal. Homosexuelle Handlungen können auch bei Einverständnis beider Partner zu hohen Haftstrafen führen.

Der sexuelle Missbrauch von Kindern wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Die sexuelle Ausbeutung von Kindern, auch wenn sie im Ausland begangen wird, ist strafbar und wird rechtlich in Österreich verfolgt (siehe Kindesmissbrauch im Zusammenhang mit Tourismus).

Prostitution und der Besitz von pornographischem Material ist strafbar.

Auf den Besitz auch nur geringer Mengen von Drogen stehen hohe Haftstrafen, bzw. kann auch die Todesstrafe verhängt werden.

Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Personen in Uniform und bedeutenden Infrastrukturen ist verboten. Im Zweifelsfall sollte vor dem Fotografieren die entsprechende Erlaubnis eingeholt werden.

In Not geratene österreichische Staatsbürger können sich an das österreichische Honorarkonsulat Yangon oder an die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland wenden.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

  1. Yangon


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Thailand

  • Yangon

    Honorarkonsulat
    39 H-1, Myitzu Street, Parami Avenue, Mayangone Township, Yangon

    Telefon:
    (+95 / 1) 65 11 41
    (+95 / 1) 66 47 56
    Telefax:
    (+95 / 1) 65 11 41
    (+95 / 1) 66 47 56


    Konsularbezirk:
    Union Myanmar

    Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
    Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
    Notpassausstellung vorort
    Sichtvermerksbefugnis

    Parteienverkehr:
    Mo 08.30 - 17.30   Di 08.30 - 17.30   Mi 08.30 - 17.30   Do 08.30 - 17.30   Fr 08.30 - 17.30  

    Botschaft der Union Myanmar | Honorarkonsulat der Republik der Union Myanmar | Ständige Vertretung der Union Myanmar bei den Internationalen Organisationen in Wien | Ständige Vertretung der Union Myanmar bei der CTBTO

    Botschaft der Union Myanmar

    Thielallee 19, 14195 Berlin

    Telefon:
    (+49 / 30) 20 61 57 0
    Telefax:
    (+49 / 30) 20 61 57 20
    Amtsbereich:
    Bundesrepublik Deutschland, Republik Österreich, Tschechische Republik

    Parteienverkehr:
    Mo- Fr 9.30 - 16.30


    Honorarkonsulat der Republik der Union Myanmar

    Grinzingerstrasse 72, 1190 Wien

    Telefon:
    (+43 / 1) 368 4525
    Amtsbereich:
    Republik Österreich

    Parteienverkehr:
    nach telefonischer Vereinbarung


    Ständige Vertretung der Union Myanmar bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Thielallee 19, 14195 Berlin-Dahlem

    Telefon:
    (+49 / 30) 20 61 570
    Telefax:
    (+49 / 30) 20 61 5720

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 09.30 - 16.30


    Ständige Vertretung der Union Myanmar bei der CTBTO

    Avenue Blanc 47, 1202 Genf

    Telefon:
    (+41 / 22) 731 75 40, 731 75 49
    Telefax:
    (+41 / 22) 738 48 82

    Sicherheitsstufe

    1 2 3 4 5 6
    Was ist eine Sicherheitsstufe?

    Basisdaten

    Hauptstadt
    Naypyidaw
    Int. Kennzeichen
    MM
    Sprache
    Birmanisch, einheimische Sprachen
    Fremdsprachen
    Englisch
    Währung
    1 Kyat (MMK) = 100 Pyas
    Zeitunterschied zu MEZ
    +5,5 h
    Elektrischer Strom
    230 Volt/ 50 Hertz Wechselstrom, Steckdosen meist für Rund- und Flachstecker