Flagge Kolumbien Kolumbien (Republik Kolumbien)

Stand 01.09.2014 (Unverändert gültig seit: 25.08.2014)

Partielle Reisewarnung / Region

Partielle Reisewarnung!

Die Sicherheitslage stellt sich von Region zu Region sehr unterschiedlich dar und ändert sich auch immer wieder. Es ist sehr schwierig allgemeine, für einen längeren Zeitraum gültige Aussagen zu treffen.

Vor Reisen in die ländlichen Gebiete – außer den jeweiligen Provinzhauptstädten - des Nordostens des Landes (Norte de Santander, Arauca), in den Südosten (Nariño, Putmmayo, Caqueta, Guaviare), in den Chocó sowie in Teile der Departements Antioquia, Bolivar, Cesar, Cordoba, Huila, Meta, Sucre, Tolima, Valle del Cauca und Cauca, wird wegen Entführungsgefahr durch die Guerilla gewarnt. Vor einem Besuch der „Ciudad Perdida“ (Verlorene Stadt) in der Sierra Nevada (Nähe von Santa Marta) wird ebenfalls aus genanntem Grund gewarnt.

In Not geratenen Österreichern kann, solange sie sich in Regionen mit aufrechter Reisewarnung aufhalten, wenn überhaupt, nur in sehr eingeschränktem Umfang konsularische Hilfestellung geleistet werden.

Obwohl sich die Sicherheitssituation in den letzten Jahren, insbesondere in den größeren Städten, gebessert hat sind die Kriminalitätsrate und das Gewaltniveau im internationalen Vergleich immer noch hoch. So besteht unter anderem die Gefahr von Entführungen.

In größeren Städten ist besondere Vorsicht nach Einbruch der Dunkelheit geboten (vor allem im Zentrum von Bogotá Candelaria). Touristen wird empfohlen, keinen Schmuck zu tragen, Ausweise nur in Kopien mitzunehmen, Kreditkarten sicher aufzubewahren, etc. Taxis sollten generell nicht von der Straße angehalten werden, sondern über entsprechende Taxidienste (mit Bekanntgabe der Kennzeichennummer) bestellt werden. Es kommt immer noch zu gezielten Anschlägen auf öffentliche und kommerzielle Einrichtungen seitens illegaler bewaffneter Gruppen, insbesondere der FARC, auch Entführungen durch Kommandos der Terrorgruppen sind in gefährdeten Landesteilen (siehe oben) nicht ausgeschlossen.

Der Besitz von Drogen - auch in geringen Mengen zum persönlichen Bedarf - wird in Kolumbien streng bestraft. Wer wegen Drogenbesitzes verhaftet wird, muss mit hohen Gefängnisstrafen unter schwierigen Haftbedingungen rechnen. Gelegentlich werden Touristen als unwissende "Drogenschmuggler" eingesetzt. Nehmen Sie daher kein Gepäck für Fremde mit, kontrollieren Sie ab und zu den Inhalt ihres eigenen. Sollte die Polizei den Inhalt ihres Gepäcks kontrollieren, achten Sie darauf, dass ein unabhängiger Zeuge dabei ist.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit Reisewarnung begibt, muss sich der Gefährdung bewusst sein. Es wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese auch während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

  • Visumpflicht: Nein, für gewöhnliche Reisepässe (touristische Zwecke), Ja, für Dienst- und Diplomatenpässe (außer für touristische Reisen)
    Für Aufenthalte aus anderen als touristischen Gründen (z.B. für Dreharbeiten, Studium, NGO-Aktivitäten, Eheschließung etc.) ist ein Visum erforderlich.
  • Visum erhältlich:  Konsularabteilung der Botschaft der Republik Kolumbien in 1010 Wien, Stadiongasse 6-8, Tel.: (+43 / 1) 406 44 46, 405 42 49, Fax: 408 83 03, E-Mail: cviena(at)cancilleria.gov.co
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit:  Mindestens 6 Monate bei der Einreise (zwei freie Seiten im Pass)
  • Cremefarbiger Notpass:  Wird akzeptiert
  • Sonstiges: Bei der Einreise wird die Länge des Aufenthaltes von den kolumbianischen Behörden im Reisepass vermerkt (bis zu 90 Tage). In seltenen Fällen entspricht die genehmigte Aufenthaltserlaubnis („Permiso de ingreso“ aufgrund des „decreto 4000“) aber nicht der gewünschten Aufenthaltsdauer gemäß Rückflugticket. Nähere Informationen finden Sie auf der Website des kolumbianischen Außenministeriums.

Die Einfuhr von Landes- und Fremdwährung ist bis zu einem Gegenwert von 10.000 USD möglich. Beträge darüber sind am Bankweg oder über andere lizenzierte Firmen für Geldtransfers zu überweisen. Euro können bei Wechselstuben in Landeswährung umgetauscht werden. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Travellerschecks oder Kreditkarten (zu empfehlen sind Visa- und Mastercard). Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Pflanzen und tierischen Lebensmitteln ist verboten.

Die Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung ist bis zu einem Gegenwert von 10.000 USD möglich. Beträge darüber sind am Bankweg oder über andere lizenzierte Firmen für Geldtransfers zu überweisen. Die Ausfuhr von Antiquitäten und Wildtieren ist verboten.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

In den tropischen Gebieten sowie im Hochland (Bogotá auf 2600m) sollten vor allem in der Eingewöhnungsphase größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Die Lage in den öffentlichen Krankenhäusern entspricht sowohl vom Hygienestandard als auch von der Ausrüstung her nicht dem europäischen Standard. Die Privatkliniken - vor allem in den Großstädten - weisen internationalen Standard auf. Die Versorgung mit Medikamenten ist allgemein ausgezeichnet. Apotheken in den Städten sind in ausreichender Zahl vorhanden. Prekär ist die Lage in Kleinstädten und auf dem Land.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten. Bei Straßenverkauf von Getränken sollte darauf geachtet werden, dass diese erst unmittelbar vor Konsumierung geöffnet werden. Leitungswasser ist in größeren Städten trinkbar, Trinkwasser ist in allen Geschäften erhältlich. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Öffentliche Verkehrsverbindungen: dichtes Inlandsflugnetz und Autobusverbindungen. Die Benutzung von PKWs für lange Überlandreisen wird aufgrund des unzureichenden Straßenzustandes und der für Kolumbien typischen gebirgigen Topographie sowie des Sicherheitsrisikos abgeraten. Auch bei der Benutzung von Überlandbussen kann es zu sicherheitsbedingten Problemen kommen. In der niederschlagsreichen Jahreszeit kann es zu Behinderungen infolge von Erdrutschen kommen. Als sicherstes Verkehrsmittel ist jedenfalls das Flugzeug anzusehen. Bogota verfügt mit dem Schnellbusnetz "Transmilenio" über ein neues, relativ sicheres Transportmittel. Taxis sollten in Großstädten nur telefonisch bestellt und nicht von der Straße her angehalten werden.

Laut Informationen des kolumbianischen Verkehrs- und Transportministeriums gilt für Touristen der ausländische (österreichische) Führerschein so lange, wie die Aufenthaltserlaubnis. Information zur Anerkennung des österreichischen Führerscheins in Kolumbien können Sie ebenfalls auf der Website des kolumbianischen Verkehrs- und Transportministeriums finden.

Je nach Höhenlage ist das Klima tropisch-feucht bis gemäßigt-kühl, es gibt keine durch Temperaturschwankungen ausgeprägten Jahreszeiten. Die Küstengebiete, die großen Flusstäler, das Amazonasgebiet sowie die Tiefebenen des Ostens gehören zur tropisch-feuchten Klimazone (ungefähr von 800 bis 1000m Seehöhe), darüber ist das Klima gemäßigt bis kühl. Im Hochland kann die Temperatur nachts bis zum Nullpunkt sinken.

Es bestehen keine Strafgesetze gegen homosexuelle Handlungen. Das Schutzalter für weibliche und männliche Jugendliche liegt bei 14 Jahren. Homosexualität kann in manchen ländlichen Gegenden auf geringe Akzeptanz stoßen. Das Zusammenleben unverheirateter heterosexueller Paare gestaltet sich in Kolumbien problemlos.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit der Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

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Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


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    Sicherheitsstufe

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    Basisdaten

    Hauptstadt
    Bogotá
    Int. Kennzeichen
    CO
    Sprache
    Spanisch, Englisch
    Fremdsprachen
    am ehesten Englisch
    Währung
    1 kolumbianischer Peso (COP) = 100 Centavos
    Zeitunterschied zu MEZ
    -6 h
    Elektrischer Strom
    110 Volt, 50 Hertz, flachpolige Stecker (Zwischenstecker erforderlich)