Flagge Kamerun Kamerun (Republik Kamerun)

Stand 31.10.2014 (Unverändert gültig seit: 25.08.2014)

Hohes Sicherheitsrisiko / Region

Hohes Sicherheitsrisiko im Norden Kameruns!

Vor nicht unbedingt notwendigen Reisen in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik und zum Tschad wird abgeraten. Das Risiko von Überfällen durch gewalttätige Straßenräuber sowie Entführungen ist besonders hoch. 2013 sind sieben französische Staatsbürger im Norden des Landes entführt worden.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko im Rest des Landes.

Demonstrationen und politische Veranstaltungen sollten gemieden werden. Es empfiehlt sich, immer Ausweispapiere bei sich zu haben. Sie können Reisepass und Visum kopieren und die Kopie amtlich bei einer Polizeidienststelle beglaubigen lassen (Kosten: 1.000 CFA), die Kopie wird als gültiger Ausweis anerkannt.

Es wird angeraten, das Küstengebiet zwischen Kamerun und Nigeria um die Halbinsel Bakassi aufgrund fortdauernder Sicherheitsprobleme zu meiden. Im Golf von Guinea kommt es vermehrt zu Fällen von Piraterie. Schiffe, vor allem Frachter und Tanker, werden überfallen und die Besatzungsmitglieder als Geiseln genommen oder entführt.

In Douala und Yaoundé sind Fälle bekannt, wo KFZ-Halter zur Herausgabe ihrer Autos gezwungen wurden, weswegen die Türen immer verriegelt werden sollten. Fahrten sollten im Konvoi getätigt und bei Dunkelheit nach Möglichkeit gänzlich vermieden werden.

In den Großstädten sollte aufgrund hoher Straßenkriminalität nur wenig Bargeld mitgeführt werden, Dokumente sollten fotokopiert und gesondert von den Kopien aufbewahrt werden.

Vermeiden Sie in den Städten, nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs zu sein und erkundigen Sie sich in Ihrem Hotel nach der aktuellen Situation.

Bei Besuch der vulkanischen Seen im Westen Kameruns ist Vorsicht vor austretenden toxischen Gasen geboten.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einer erhöhten Sicherheitsgefährdung begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Botschaft der Republik Kamerun  in Berlin bzw. Honorarkonsulat der Republik Kamerun in Wien (siehe Botschaft und Konsulat)
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens 6 Monate länger als das Visum
  • Cremefarbiger Notpass:  Wird nicht akzeptiert
  • Sonstiges:  Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nach- weisen können. Ein Internationaler Impfpass ist erforderlich, dieser wird bei der Einreise streng kontrolliert.

Hinsichtlich Waren sind keine Beschränkungen bekannt.

Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 20.000 CFA-Francs, die Mitnahme von Fremdwährung unbegrenzt erlaubt. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Euro in bar und von Visa-Kreditkarten. Der Umtausch von Traveller Cheques und anderer Devisen als Euro ist ausschließlich in wenigen Banken in Douala und Yaoundé gegen Gebühren von bis zu 30 % und mit einem Zeitaufwand von mehreren Stunden möglich. Euro werden völlig unkompliziert in jeder Bank spesenfrei zum Fixkurs in Francs CFA gewechselt, allerdings wird oft die Annahme von 5-Euro-Banknoten bzw. die Annahme abgenützter Euro-Scheine verweigert. Banken in den größeren Städten haben Geldautomaten, an denen man mit Visa-Karten Bargeld beheben kann – nicht jedoch mit der österreichischen Bankomatkarte! Als Zahlungsmittel werden Kreditkarten nur sehr vereinzelt in teuren Hotels akzeptiert.

Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 25.000 CFA-Francs erlaubt und bei Reisen in ein zur Franc-Zone gehörendes Land unbeschränkt möglich. Die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Es ist speziell auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Nur der Konsum von Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich.

Auf die Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen sowie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Gemüse angeraten. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Seit 2010 herrschen Choleraepidemien in einigen Landesteilen. Auf strikteste Hygiene ist zu achten.

Die Lage in den öffentlichen Krankenhäusern entspricht sowohl vom Hygienestandard als auch von der Ausrüstung her nicht dem europäischen Standard. In den vergangenen Jahren kam es zum Ausbruch der Cholera. Hauptsächlich betroffen waren Douala und das umliegende Gebiet sowie die Hauptstadt Yaoundé.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Die Straßen sind großteils Pisten. Bei Autofahrten sind der internationale Führerschein und die Zulassung sowie eventuell ein Carnet de Passage mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden.

Kamerun verfügt im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern über ein gutes Straßennetz. Die touristische Infrastruktur hat allerdings noch keinen besonders hohen Standard erreicht. Generell empfiehlt es sich, bei der Weiterreise angrenzende Länder kurz vor geplanten Fahrten Erkundigungen einzuholen.

Besondere Vorsicht ist bei Taxifahrten nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Bei Benützung sogenannter Buschtaxis besteht erhöhte Unfallgefahr.

Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Im Süden ganzjährig heiß und feucht (nur stellenweise durch die Höhenlage gemildert) mit Regenzeit von Juni bis Oktober. Im Norden sehr heiße Trockenzeit von Februar bis Mai.

Homosexuelle Handlungen sind illegal.

Wegen der rasant steigenden AIDS-Rate wird von ungeschütztem Geschlechtsverkehr dringend abgeraten.

Das Fotografieren von militärischen Anlagen und staatlichen Einrichtungen ist verboten. Auch sonst ist es beim Fotografieren besser, Vorsicht walten zu lassen. Zum Filmen ist eine Sondererlaubnis erforderlich.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.



Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Nigeria
  • Botschaft der Republik Kamerun | Honorarkonsulat der Republik Kamerun, Wien | Ständige Vertretung der Republik Kamerun bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Botschaft der Republik Kamerun

    Ulmenallee 32, 14050 Berlin

    Telefon:
    (+49 / 30) 890 680 90
    Telefax:
    (+49 / 30) 890 680 929


    Honorarkonsulat der Republik Kamerun, Wien

    Ladenburghöhe 21-27, 1180 Wien

    Telefon:
    (+43 / (1)) 914 77 44 0 od. 16 statt 0
    Telefax:
    (+43/(1)) 914 77 448
    Amtsbereich:
    Republik Österreich
    Amtsbefugnis:
    Pass-, Visa- und keine Beglaubigungsbefugnis

    Parteienverkehr:
    DO 09:00 - 12:30 (telefonische Vereinbarung)

    Ständige Vertretung der Republik Kamerun bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Ulmenallee 32, 14050 Berlin

    Telefon:
    (+49 / 30) 890 680 90
    Telefax:
    (+49 / 30) 890 680 929

    Sicherheitsstufe

    1 2 3 4 5 6
    Was ist eine Sicherheitsstufe?

    Basisdaten

    Hauptstadt
    Yaoundé
    Int. Kennzeichen
    CM
    Sprache
    Französisch, Englisch, einheimische Sprachen
    Fremdsprachen
    Französisch, Englisch
    Währung
    1 CFA Franc (Äquatorial XAF) = 100 Centimes
    Elektrischer Strom
    220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, Steckerform wie in Österreich