Flagge Kambodscha Kambodscha (Königreich Kambodscha)

Stand 23.10.2014 (Unverändert gültig seit: 25.09.2014)

Hohes Sicherheitsrisiko / Region

Hohes Sicherheitsrisiko: Von Reisen nach Oddar Meanchey, Preah Vihar und Umgebung wird abgeraten.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko in den übrigen Landesteilen!

Aufgrund der latenten Gefahr von Unruhen in Phnom Penh wird zu erhöhter Vorsicht und Wachsamkeit geraten. Demonstrationen, Wahlveranstaltungen und generell größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Überlandreisen sollten ausschließlich tagsüber und vorzugsweise in Gruppen von mehreren Fahrzeugen unternommen werden. Für Reisende besteht aufgrund der allgemeinen Armut erhöhte Gefahr Opfer von Raub oder Diebstahl zu werden. In der Flussgegend von Phnom Penh und an den Badestränden und touristischen Ausflugszielen in Sihanoukville kommt es zu gewalttätigen Raubüberfällen an Ausländern, die teilweise schwer verletzt wurden.

Es sollten daher keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Bargeld mitgeführt werden. Dokumente sollten fotokopiert werden. Besondere Vorsicht ist nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Insbesondere sollte nach Einbruch der Dunkelheit auch in den Städten auf Spaziergänge sowie Fahrten mit Motorrad- und Fahrradtaxis verzichtet werden.

Außerhalb der Ballungszentren ist die Minengefahr noch immer sehr hoch, vor Trekkingtouren wird daher gewarnt. Am meisten betroffen sind die Provinzen entlang der thailändischen Grenze (auch die Provinz Siem Reap). Vor Individualreisen ohne Zuziehung eines ortskundigen Reisebüros wird abgeraten.

Der Grenzübertritt am Grenzübergang Suay Chrom zu Thailand in der Provinz Preah Vihar ist nicht gewährleistet.

In Notfällen außerhalb der Dienstzeit ist der Bereitschaftsdienst der Österreichischen Botschaft Bangkok unter der Nummer +66 819 036 516 erreichbar.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit hohem Sicherheitsrisiko begibt, muss sich der Gefährdung bewusst sein. Es wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese auch während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja.
  • Visum erhältlich: Botschaft des Königreichs Kambodscha
    Touristen können sogenannte E-Visa zur einmaligen Einreise und zu einem Aufenthalt von maximal 30 Tagen bis spätestens zwei Wochen vor Reiseantritt über die Webseite des kambodschanischen Außenministeriums und E-Visa Seite beantragen. Die Gebühren für ein Tourist Visa Type T betragen USD 30,-- und für ein Business Visa Type T USD 35,-- . Bei Einreise über die internationalen Flughäfen Phnom Penh und Siem Reap wird ein Visum für 30-Tage gegen Gebühr von  USD 20,-- (Passfotos mitnehmen!) ausgestellt. An folgenden Grenzübergängen werden ebenfalls Visa bei der Einreise ausgestellt: Poipet, Prum, Daung, O’smach, Cham Yeam sowie Chuam (Thailand) und Bavet, Kha Orm Som Nor, Phnom Den, Dong Kro Lor, Tropiang Sre, Tropiang Phlong, Prek Chak und Bantey Chakrey (Vietnam) sowie O’Yadav (Laos)
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens 6 Monate bei Einreise
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
  • Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können. Auf das Abstempeln des Reisepasses bei der Einreise sollte geachtet werden, da bei Überschreitung der Gültigkeitsdauer des Visums bei der Ausreise eine Strafgebühr von  USD 5,--  pro Tag seit Ablauf des Visums erhoben wird. Beträgt der illegale Aufenthalt bereits mehr als einen Monat, beträgt die Strafgebühr USD 6,-- pro Tag.
    Ein Touristenvisum wird im Regelfall mit einer Gültigkeit von vier Wochen ausgestellt. Die Verlängerung um einen Monat ist beim Einwanderungsbüro des Innenministeriums (dieses befindet sich gegenüber dem internationalen Flughafen) in Phnom Penh möglich. Für ausländische Arbeitnehmer ist eine Arbeitserlaubnis und eine entsprechende Identitätskarte erforderlich. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Arbeitgeber oder an das kambodschanische Arbeitsministerium.

Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung, jedoch Deklarationspflicht ab umgerechnet 10.000 USD. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in bar (nach Möglichkeit in kleinen Stückelungen), Travellerschecks oder Kreditkarten (werden nicht überall akzeptiert). Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.

Um PKW und Motorräder temporär einzuführen ist eine Genehmigung der Zollbehörde in Phnom Penh (General Department of Customs and Excise) einzuholen.

Für verbindliche Angaben betreffend die Einfuhr von Waren und Gütern sollte die kambodschanische Botschaft kontaktiert werden.

Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung, jedoch Deklarationspflicht bei umgerechnet 10.000 USD. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Paratyphus A Fieber wird meist durch Nahrung und Wasser, vor allem Meeresfrüchte, rohes Gemüse und Obst oder direkt durch Personen übertragen. Nach einer Inkubationszeit von ca. 2 Wochen treten hohes Fieber, Unwohlsein, Husten, Hautausschlag, Vergrößerung der Milz und Durchfall auf. Reisende mit diesen oder ähnlichen Symptomen sollten sich unverzüglich in ärztliche Behandlung mit Antibiotika begeben. Da keine effektive Impfung existiert, ist besondere Vorsicht bei der Ernährung und bei der persönlichen Hygiene angezeigt.

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse, der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten und veralteten medizinischen Ausrüstung entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Das öffentliche Gesundheitswesen ist nur sehr eingeschränkt vorhanden. Bei Unfällen oder schweren Erkrankungen ist deshalb oftmals ein Weitertransport in thailändische Krankenhäuser notwendig.

In Kambodscha herrscht erhöhtes Risikos einer Malariainfektion. Besonders betroffen sind folgenden Provinzen: Preah Vihear, Siam Reap, Oddar Meanchay, Banteay, Pailin, Battambang, Pursat, Koh Kong, Kampot, Kampong Speu. In der Hauptstadt Phnom Penh und im Seebad Sihanoukville besteht zurzeit ein geringeres Risiko. Es wird empfohlen, am Tage einen wirkungsvollen Cremeschutz aufzutragen und des Nachts, sofern man in nicht klimatisierten Räumen schläft, ein Moskitonetz zu benutzen. Weiters wird empfohlen, vor Reisen nach Kambodscha einen der Tropenmedizin kundigen Arzt aufzusuchen und sich beraten zu lassen.

Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Öffentliche Verkehrsverbindungen: Mietwagen und Taxis. Fahrpreis im Voraus aushandeln.

Das Vermieten von Motorrädern an Ausländer ist in einigen Landesteilen verboten. Ausländische Motorradfahrer werden daher oft von der Polizei angehalten und aufgefordert, die Motorräder sofort zurückzustellen.

Mit Ausnahme der Straßen von Phnom Penh nach Sihanoukville, Kampot, Kampong Cham, Kompong Thom oder Battambang ist aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse das Flugzeug zu bevorzugen. Auch bei Flugreisen innerhalb Kambodschas ist jedoch Vorsicht geboten; die International Civil Aviation Organization (ICAO) hat erhebliche Verletzungen von Vorschriften der ICAO festgestellt und geht dem derzeit weiter nach.

Aufgrund des schlechten Straßenzustandes, überalterter Busse und mangelnder Einhaltung der Ruhepausen der Fahrer kommt es oft zu schweren Unfällen von Überlandbussen. Busreisen sollten nur über seriöse Reiseveranstalter gebucht werden.

Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Überwiegend tropisches Klima mit Monsunregen von Mai bis November, Dezember bis Februar mäßig heiß, März und April sehr heiß.

Beleidigungen der königlichen Familie sind strafbar.

Beim Besuch von religiösen Stätten ist auf korrekte Kleidung zu achten (keine Shorts und Miniröcke, geschlossenes Schuhwerk).

Der Geschlechtsverkehr mit Minderjährigen ist selbst mit deren Einverständnis strafbar. Eine entsprechende Verurteilung kann mit einer langjährigen Haftstrafe unter schwersten Bedingungen enden. Die sexuelle Ausbeutung von Kindern, auch wenn sie im Ausland begangen wird, ist strafbar und wird rechtlich in Österreich verfolgt (siehe Kindesmissbrauch im Zusammenhang mit Tourismus).

Homosexualität ist illegal und strafbar.

Für Drogenhandel oder –besitz drohen strengen Haftstrafen.

Die Entwendung von Kulturgütern wird mit hohen Geld- bzw. auch Haftstrafen geahndet.

Als Bürger eines EU-Staates können sich Österreicher in Notfällen an die Vertretungsbehörden anderer EU-Staaten wenden (vor Ort in Phnom Penh die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, No. 76-78 Rue Yougoslavie (= Street 214), Tel.: (00855 23) 21 61 93, 21 63 81, Fax: (00855 23) 42 77 46).

Bei Diebstahl oder Verlust des österreichischen Reisepasses kann ein Antrag auf Ausstellung eines Reiseausweises (mit einer Gültigkeit von maximal einem Monat) an der Deutschen Botschaft gestellt werden. Mit diesem Dokument kann grundsätzlich nur die Rückreise nach Europa auf direktem Weg angetreten werden, aber keine Weiterreise in Drittländer erfolgen. Sollte eine Fortsetzung der Reise innerhalb Asiens notwendig sein kann unter Vorlage des Reiseausweises, der Original Passverlustanzeige der kambodschanischen Polizei, sowie eines kurzen Begleitschreibens der Deutschen Botschaft bei der thailändischen Botschaft in Phnom Penh ein Einreisevisum für Thailand beantragt werden; dies  ermöglicht die Einreise nach Thailand, um an der Österreichischen Botschaft Bangkok einen Notpass zu beantragen.

Zur Ausreise muss bei der Immigrationsbehörde (gegenüber dem internationalen Flughafen in Phnom Penh) ein Ausreisevisum beantragt werden. Auch hierfür stellt die Deutsche Botschaft Phnom Penh ein Begleitschreiben aus. Die Bearbeitungsdauer für dieses Ausreisevisum beträgt drei Arbeitstage, die Gebühr 40 USD.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.



Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Thailand
  • Botschaft des Königreichs Kambodscha

    Botschaft des Königreichs Kambodscha

    264A, Avenue de Tervuren, 1150 Brüssel

    Telefon:
    (+32 / (0) 2) 77 20 372
    Telefax:
    (+32 / (0) 2) 77 20 376

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 09.00 - 13.00 und 14.00 - 17.00

    Sicherheitsstufe

    1 2 3 4 5 6
    Was ist eine Sicherheitsstufe?

    Basisdaten

    Hauptstadt
    Phnom Penh
    Int. Kennzeichen
    KH
    Sprache
    Khmer
    Fremdsprachen
    Französisch, Englisch
    Währung
    1 Riel (KHR) = 100 Sen
    Zeitunterschied zu MEZ
    +6 h
    Elektrischer Strom
    220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, öfters Stromabschaltungen