Flagge Iran Iran (Islamische Republik Iran)

Stand 01.09.2014 (Unverändert gültig seit: 20.08.2014)

Hohes Sicherheitsrisiko / Land

Hohes Sicherheitsrisiko!

Seit dem Amtsantritt von Präsident Rohani im August 2013 hat sich die Atmosphäre entspannt. Dennoch wird weiterhin zur Vorsicht angeraten. Größere Menschenansammlungen mit Großaufgeboten von Sicherheitskräften und daraus resultierenden kritischen Situationen können weiterhin nicht ausgeschlossen werden und sollten gemieden werden. Das Fotografieren und das Beobachten solcher Demonstrationen könnte zu einer Verhaftung führen.

Islamkritische Äußerungen und Publikationen im Westen können zu spontanen oder gezielten Angriffen auf westliche Einrichtungen und Personen führen.

In mehreren Städten kam es in den letzten Jahren wiederholt zu politischen Demonstrationen, wobei es in der Vergangenheit in mehreren Fällen auch Tote und Verletzte gab, sowie auch Ausländer verhaftet und auch verurteilt wurden.

Es wird geraten Medienberichte zu verfolgen und sofern außergewöhnliche Ereignisse eintreten oder Demonstrationen angekündigt werden, diese Gebiete großflächig zu meiden. Vor allem wird dringend empfohlen, Reisepass (mit Visa bzw. Aufenthaltsgenehmigung) und relevante Unterlagen sowie ein Mobiltelefon bei sich zu haben, um sich entsprechend ausweisen und notfalls die Botschaft kontaktieren zu können (Erreichbarkeit für Österreicher in Notsituationen: 0912-3873793 bzw. +98-9123873793).

Iranische Staatsangehörige sind vom Geheimdienstministerium öffentlich vor ungewöhnlichen Kontakten mit Ausländern und ausländischen Botschaften gewarnt worden. Ausländer sollten daher bei Kontakten mit Iranern entsprechende Sorgfalt walten lassen. Mit dem Abhören von Gesprächen und Telekommunikationsverkehr einschließlich E-Mails muss gerechnet werden.

Aufgrund von Entführungsfällen, Selbstmordanschlägen und Bombenexplosionen in den Grenzregionen Sistan, Beluschistan, Kurdistan und Khusestan wird von nicht unbedingt notwendigen Reisen in diese Gebiete abgeraten. Auch in Teheran und anderen Städten kommt es vereinzelt zu Bombenattentaten. In den letzten Jahren gab es größere Explosionen in militärischen Einrichtungen (Explosion eines Munitionsdepots in einer Kaserne) und bei Pipelines.

Vor Individualreisen in die Kurdengebiete im Nordwesten wird grundsätzlich abgeraten. In den Grenzgebieten zu Afghanistan und Pakistan besteht ein erhebliches Risiko von Entführungen und Überfällen, weshalb von Reisen am Landweg nach Pakistan und Afghanistan abgeraten wird.

Hinweisschilder, die auf militärisches Sperrgebiet hinweisen, sind auf jeden Fall zu beachten! Dies gilt in besonderem Maß für die Strecke Semnan - Mo-Alleman-Jandaq durch die Dasht-e-Kavier Wüste.

Es wird zu erhöhter Aufmerksamkeit und zu möglichst unauffälligem Verhalten geraten.

Gesperrte Gebiete - für Ausländer sind folgende Gebiete gesperrt: 

West Aserbaidschan: Grenzstädte der Provinz
Ilam: Mehran, Dehloran und Grenzstädte
Teheran: Bezirk Khojair (der 13. Bezirk Teherans)
Süd Khorason: Ferdows, Sarayan und Grenzstädte
Khuzestan: Dashte Azadegan. (Abadan und Khoramshahr nur mit gültigem Aufenthaltstitel erlaubt)
Semnan: In Garmsar am Anfang von Gasre Bahram, Versuchsgebiet Meraj 1, Damghan, von der Jandagh-Straße bis zum Versuchsgebiet Seraj
Sistan und Beluchistan: Zabol, Hirmand, Zahak und Grenzgebiete von Khash, Iranshahr, Sarawan und Chabahar
Kurdistan: Zentrum von Sagez, Baneh, Mariwan und Grenzstädte (außer Besuchsstädte)
Kermanshah: Grenzstädte der Provinz

Auslandsösterreicher können sich an der österreichischen Botschaft registrieren.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit hohem Sicherheitsrisiko begibt, muss sich der Gefährdung bewusst sein. Es wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese auch während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja.
  • Visum erhältlich: Bei der Iranischen Botschaft Wien; Personen, die ihr iranisches Visum nicht über eine iranische Auslandsvertretung vor Einreise erhalten haben, wird dringend geraten, eine „pre-arrival eVisa confirmation“ einzuholen – Info siehe Internetportal des iranischen Außenministeriums , auch unter diesem Link abrufbar. Österreichische Touristen mit gewöhnlichem Reisepass können zwar grundsätzlich an den internationalen Flughäfen ein 14-Tage-Touristenvisum bekommen, das im Iran einmal verlängerbar ist, von dieser Form der Visumbeantragung wird jedoch abgeraten. Kosten: 50 EUR.
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens 6 Monate bei Einreise
  • Cremefarbiger Notpass: Wird nicht akzeptiert
  • Sonstiges: Ausländer ohne gültiges Visum müssen mit hohen Strafen rechnen. Bei Verstößen gegen die Einreisebestimmungen können bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe verhängt werden. Bei Grenzverletzungen – illegale Einreise – ist mit unter Umständen längeren Gefängnisaufenthalten zu rechnen.

Die Einfuhr von Landeswährung bis zu 5 Mio. IRR sowie Gold(schmuck) bis 150 Gramm ist erlaubt. Devisen bis zu einem Gegenwert von 5.000 USD können ohne Deklarierung eingeführt werden, Beträge darüber müssen bei Einreise deklariert werden.

Es empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar oder Euro in bar. Reiseschecks und internationale Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Es ist nicht möglich, mit Bankomat- oder Kreditkarten Bargeld zu beheben. Durch den Ausschluss des Iran vom internationalen Zahlungsverkehrssystem SWIFT sind grundsätzlich keine Überweisungen auf diesem Weg möglich.

Vor dem Wechseln von Euro- und US-Dollar - Banknoten sollte auf die Qualität der Scheine geachtet werden (keine Einrisse, Verunreinigungen oder sonstige Beschädigungen), da sie sonst von der jeweiligen Bank eventuell nicht angenommen werden. Wechselbestätigungen von Banken sollten aufgehoben werden, damit bei größeren Anschaffungen die reguläre Umwechslung der Devisen überprüft werden kann.

Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Alkohol, Schweinefleisch (-Produkten) sowie von Waffen jeglicher Art und jeglicher Publikationen, die die strengen iranischen Moralvorstellungen verletzen könnten, ist strikt verboten. Bücher, Video- und Audiokassetten werden unter Umständen auf ihre Vereinbarkeit mit den strengen islamischen Normen geprüft. Musikinstrumente dürfen nur mit Spezialgenehmigung importiert werden. Höherwertige technische Geräte sowie Sportausrüstung sollten bei der Einreise deklariert werden.

Devisen bis zu einem Gegenwert von 5.000 USD können ohne Deklarierung ausgeführt werden. Beträge darüber können ausgeführt werden, wenn eine entsprechende Genehmigung bzw. die bei der Einfuhr erworbene Einfuhrbestätigung vorgelegt wird. Die Ausfuhr von Landeswährung bis zu 5 Mio. IRR sowie Gold(schmuck) bis 150 Gramm ist erlaubt.

Da es kurzfristig zu Änderungen der Ausfuhrbestimmungen kommen kann, wird Reisenden empfohlen, sich über die aktuellen Bestimmungen bei den zuständigen Behörden vorab zu informieren. 

Die Ausfuhr von Antiquitäten einschließlich antiker Teppiche ist ohne offizielle Genehmigung verboten. Pro Person darf ein Teppich mit einer Größe von maximal sechs Quadratmetern und einem Alter von maximal 30 Jahren ausgeführt werden. Für größere bzw. ältere Teppiche wird eine Exportbewilligung benötigt.

Verstöße gegen das Artenschutzabkommen können mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. Vor der Ausfuhr von Tieren jedweder Art sowie von Kaviar in nicht staatlich autorisierten Verpackungen wird gewarnt.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard, besonders außerhalb Teherans.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist zu achten. Leitungswasser sollte nicht oder nur abgekocht getrunken werden, Wasser aus Flaschen wird empfohlen. Auf den Verzehr von ungeschältem bzw. nicht gekochtem Obst und Gemüse sollte verzichtet werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen, da westliche Medikamente regelmäßig nicht zur Verfügung stehen.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab. Vor den gelegentlich illegal erhältlichen 'selbst gebrannten' Alkoholika wird auch aus gesundheitlichen Gründen gewarnt.

Bei medizinischen Behandlungen wird in aller Regel auf Vorauszahlung bestanden – dies gilt auch für dringende bzw. selbst lebensnotwendige Operationen.

Infektiöse Gelbsucht, Cholera, Typhus, Krim-Kongo-Fieber und Schweinegrippe (auch Todesfälle) treten fallweise auf.  Regional können folgende Krankheiten auftreten: Malaria im Süden des Landes, Bilharziose und Hakenwurm im Norden bzw. am Kaspischen Meer.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport ist unentbehrlich. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Wegen der großen Distanzen kommt das Flugzeug als Inlandsverkehrsmittel in Frage, allerdings bestehen dabei Risiken aufgrund der veralteten Flugzeugflotte. Am 10. August 2014 gab es einen Flugzeugabsturz in Teheran mit 39 Toten. Es gibt auch häufig Notlandungen.

Es gibt lokale Autobuslinien mit guten Inter-City-Verbindungen und ein nicht flächendeckendes Eisenbahnnetz unterschiedlicher Zugqualitäten. Bei der Reise mit dem eigenen PKW sind extremes Klima, große Entfernungen, oft schlechte Straßen, undisziplinierte Fahrweise und Mangel an Werkstätten (selbst für in Europa gängige PKW) und geeigneten Tankstellen zu berücksichtigen. Es empfiehlt sich daher, lokal einen PKW mit Chauffeur zu mieten.

Bei Einreise mit einem dieselbetriebenen Auto ist der Erwerb einer sogenannten Diesel-Tankkarte obligatorisch.

Die Qualität der Treibstoffe entspricht nicht den europäischen Standards.

Innerhalb der Städte dominieren wegen des mangelhaften öffentlichen Verkehrssystems weitgehend Taxis. In Großstädten gibt es zunehmend gute U-Bahnsysteme.

Der Iran erstreckt sich über mehrere Klimazonen. Im Hochgebirge kalte Winter und heiße, trockene Sommer.

Am Persischen Golf feucht-heißes Klima im Sommer mit Monsuneinfluss von Juli bis Oktober, im Winter mild. Am Kaspischen Meer mild und niederschlagsreich im Winter, heiß und schwül im Sommer. Im zentralen Wüstengebiet: extrem kontinentales Wüstenklima. Teheran leidet unter besonders hoher Luftverschmutzung.

Bitte beachten Sie die Eine besondere Rücksichtnahme auf islamische Sitten und Gebräuche ist unbedingt zu empfehlen, wobei vor allem die Bekleidungsvorschriften für Frauen beachtet werden müssen: langärmeliger, bis über die Knie reichender, hochgeschlossener Mantel, der weibliche Körperformen verdecken soll, eine lose Oberkleidung, die sowohl das Dekolleté als auch Unterarme und Handknöchel bedeckt, undurchsichtige Strümpfe oder lange, weite Hosen, die auch die Fußknöchel bedecken, eine Kopfbedeckung, die Haare, Hals und Ohren verhüllt. Kein Make-Up. Männer dürfen keine kurzen Hosen tragen.

Drogenvergehen, Alkoholbesitz und Verletzungen von Visa- bzw. Aufenthaltsfragen werden auch gegenüber Ausländern streng geahndet.

Die iranischen Behörden behandeln Personen, die sowohl die österreichische als auch die iranische Staatsangehörigkeit besitzen, ausschließlich als iranische Staatsangehörige, auch hinsichtlich Wehrpflicht, Deviseneinfuhr etc. Fragen dazu sollten vor Einreise mit der iranischen Botschaft geklärt werden. Die Botschaft hat nur äußerst beschränkte Möglichkeiten österreichisch-iranischen Doppelstaatsbürgern konsularische Unterstützung zu leisten.

Uniformierte und deren Fahrzeuge, öffentliche Gebäude, militärische Anlagen, Flughäfen und Flugzeuge, Hafenanlagen und Schiffe aber auch Demonstrationen dürfen nicht fotografiert werden. Ebenso verboten ist das Fotografieren aus Flugzeugen während des Fluges.

Intime Kontakte zwischen nicht miteinander Verheirateten sind verboten und können geahndet werden.  Ehebruch und Vergewaltigung sind mit der Todesstrafe bedroht. Homosexuelle Handlungen sind strafbar. Unzüchtiges Verhalten nach iranischem Verständnis wird streng geahndet; teilweise ist es mit der Todesstrafe bedroht.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

Botschaft Teheran | Kulturforum Teheran

Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


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Botschaft
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Vertrauensarzt Dr.med. Jamshid ANSARI

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Facharzt für Allgemeinmedizin
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Deutsch, Englisch, Farsi


Vertrauensanwalt LLB, MBA, Ph.D. Seid Hassan AMIRSHAHI

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Sprachkenntnisse:
Persisch, Französisch, Englisch, Arabisch


Vertrauensanwalt Dr. Rodneddin ANSARI-SERESHKI

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Africa (Jordan) Ave, 13 Armaghan St, Armaghan Tower, 14 th Floor
Stadt:
Teheran IR

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(+98/21) 220 49 615
Telefax:
(+98/21) 220 49 279

Sprachkenntnisse:
Persisch, Englisch

Sicherheitsstufe

1 2 3 4 5 6
Was ist eine Sicherheitsstufe?

Basisdaten

Hauptstadt
Teheran
Int. Kennzeichen
IR
Sprache
Persisch
Fremdsprachen
Englisch
Währung
1 Rial (IRR) = 100 Dinars; 10 Rial = 1 Toman
Zeitunterschied zu MEZ
+ 2,5 h
Elektrischer Strom
220 Volt/50 Hertz Wechselstrom