Flagge Guinea Guinea (Republik Guinea)

Stand 04.07.2015 (Unverändert gültig seit: 13.05.2015)

Hohes Sicherheitsrisiko / Land

Aufgrund des starken Rückgangs bei den Infektionsraten im Zusammenhang mit der Ebola Epidemie wurden die zum Höhepunkt der Epidemie verhängten Einschränkungen des internationalen Reiseverkehrs großteils wieder aufgehoben. An den Grenzen ist weiterhin mit einem Gesundheitsscreening zu rechnen und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Personen mit einem guineischen Einreisestempel bzw. Visum bei der Einreise in einigen Ländern mit Komplikationen zu rechnen haben.

Eine medizinische Behandlung bzw. eine Erstversorgung im Notfall ist derzeit nur beschränkt möglich. Mit wenigen Ausnahmen werden in den meisten Krankenhäusern auch Ebola Patienten behandelt, weshalb eine hohe Ansteckungsgefahr besteht. Eine Unterstützung durch die österreichische Vertretungsbehörde wird diesbezüglich nicht oder nur in sehr eingeschränktem Maß stattfinden können, eine medizinische Evakuierung ist nicht gewährleistet.

Informationen zum Ebola Virus finden Sie auf den Homepages des Bundesministeriums für Gesundheit (Telefon-Infoline zu Ebola unter +43/50555555), des European Centre for Disease Prevention and Control und der WHO.  Empfehlungen für Einreisende in oder Ausreisende aus Ebola-Gebieten finden Sie in den allgemeinen Reiseinformationen im Kapitel "Extremes Klima, Wüstengegenden und Tropen, Gesundheit, Krankheiten".

Die Präsidentschaftswahlen wurden für den 11. Oktober 2015 festgesetzt und sind bereits eine Spannungsquelle zwischen Regierung und Opposition. In diesem Zusammenhang kommt es seit April 2015 zu regelmäßigen Demonstrationen der Opposition, gefolgt von Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, sowie Verletzten und sogar Todesfällen.

Hohes Sicherheitsrisiko! Von Reisen nach Guinea wird dringend abgeraten.

Aufgrund der weiterhin prekären Lage in Mali ist von einer erhöhten Gefahr von Terroranschlägen und Entführungen auch in den anderen Ländern Westafrikas auszugehen.

2013 kam es trotz der Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung nach den Parlamentswahlen wiederholt zu blutigen ethnischen Auseinandersetzungen mit mehreren Toten im Südosten (Waldguinea). Generell hat die Kriminalitätsrate (Diebstahl, Morde) in letzter Zeit sowohl in Conakry, als auch im Landesinneren stark zugenommen. Menschenansammlungen, Demonstrationen und Kundgebungen sollten daher gemieden werden.

Bewaffnete Raubüberfälle und Diebstähle sind häufig. In Conakry sollten die äußeren Randbezirke generell gemieden werden. Es wird dringend davon abgeraten, die Stadtteile Bambeto, Hamdallaye, Matoto (insbesondere den großen Markt Madina), Cosa, Koloma, Simbaya, Wanidara zu besuchen oder auch nur zu durchqueren. Kopien aller wichtigen Dokumente sollten mitgeführt werden. Auch tagsüber sollten keine Wertgegenstände und nur wenig Bargeld mitgeführt werden. Bei Autofahrten tagsüber sollten immer die Fenster geschlossen und die Türen verriegelt werden. Nächtliche Autofahrten sollten wegen der hohen Überfallsgefahr und der schlechten Straßenzustände sowohl in Conakry als auch im Landesinneren generell unterbleiben. Bei Überlandfahrten in das Landesinnere tagsüber empfiehlt sich eine Fahrt im Konvoi mehrerer Fahrzeuge. Reisen nach Waldguinea, insbesondere in die Stadt N’Zerekore, sollten unterbleiben.

In Conakry und auch im Landesinneren gibt es Straßensperren; Schikanen durch Zoll, Militär und Polizei sind häufig.

Reisen in die südlichen Grenzgebiete zu Liberia, Sierra Leone und Côte d'Ivoire sind aufgrund ethnischer Spannungen gefährlich. Besonders entlang der Hauptstraße Mamou – Faranah – Kissidougou – Guékédou – Macenta – N’Zérékoré kommt es häufig zu Überfällen auf Fahrzeuge.

Es kann aufgrund der hohen wirtschaftlichen und sozialen Unzufriedenheit im ganzen Land jederzeit zu spontanen Demonstrationen oder Menschenansammlungen kommen, in deren Rahmen immer auch Ausschreitungen und Gewaltanwendung möglich sind.

Konsularische Hilfestellung für in Guinea in Not geratene Österreicher kann durch die Österreichische Botschaft Dakar, wenn überhaupt, nur in sehr eingeschränktem Umfang geleistet werden.

Reisen nach Guinea sollten nur nach gründlicher Vorbereitung und am besten mit verlässlichen lokalen Partnern unternommen werden. Die touristische Infrastruktur bleibt mangelhaft bzw. inexistent und die Kriminalität hoch.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten oder hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Botschaft der Republik Guinea  
  • Reisedokumente: Gültiger Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens 6 Monate bei Einreise
  • Cremefarbiger Notpass: Keine Angaben
  • Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können.

Es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar oder Euro in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten (akzeptiert nur in größeren Hotels, Travellerschecks von Banken eingelöst). Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.

Nähere Informationen finden Sie im TravelCentre der IATA.  Rechtsverbindliche Auskünfte über Zollinformationen zur Einfuhr und Ausfuhr von Waren erhalten Sie nur bei der für Österreich zuständigen guineischen Botschaft bzw. dem Honorarkonsulat in Wien.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Eine medizinische Grundversorgung nach europäischem Standard ist nicht gewährleistet. Das öffentliche Gesundheitswesen ist nur sehr eingeschränkt vorhanden und wurde von der Ebola-Epidemie stark in Mitleidenschaft gezogen. Schwere Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland (Senegal oder Europa) behandelt werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen sowie Verbandsmaterial und Einwegspritzen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Für Hygienemaßnahmen im Zusammenhang mit Ebola, siehe Links unter Punkt „Aktuelle Hinweise“.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen. Es besteht ein ganzjährig hohes Malariarisiko, die Einnahme einer dementsprechenden Prophylaxe wird empfohlen. Eine Gelbfieberimpfung ist vorgeschrieben.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Für lokale Fahrten kommen Taxis, für Überlandfahrten Buschtaxis (Kleinbusse) und Busse in Betracht. Die Fahrzeuge sind jedoch oft in schlechtem Zustand.

Bei Autofahrten sind der internationale Führerschein und die Zulassung sowie eventuell ein "Carnet de Passage" mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden.

Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Feucht-tropisches Klima mit einer Regenzeit von Mai bis Oktober und Luftfeuchtigkeit annähernd 100%.

Homosexuelle Handlungen sind verboten und mit Haftstrafe bedroht.

Das Fotografieren von Armee- und Polizeieinrichtungen, Flughäfen, Brücken und anderen öffentlichen Gebäuden ist verboten.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

  1. Conakry


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Senegal

  • Conakry

    Honorarkonsulat
    Cité Chemin de Fer, Immeuble Labé, BP 1167 Conakry/Kaloum, Guinée

    Mobil:
    (+224) 664 20 60 10

    Leitung:
    DIALLO Amadou Ninguélandé | Honorarkonsul

    Konsularbezirk:
    Guinea

    Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
    Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
    Notpassausstellung vor Ort
    Visabefugnis

    Parteienverkehr:
    Mo 09.00 - 11.00     Di 09.00 - 11.00     Mi 09.00 - 11.00     Do 09.00 - 11.00     Fr 09.00 - 11.00    

    Botschaft der Republik Guinea | Honorarkonsulat der Republik Guinea, Salzburg | Honorarkonsulat der Republik Guinea, Wien | Ständige Vertretung der Republik Guinea bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Botschaft der Republik Guinea

    Jägerstrasse 67-69, 10117 Berlin

    Telefon:
    (+49 / 30) 200 74 33 - 0 DW 16 Konsulat
    Telefax:
    (+49 / 30) 200 74 33 - 33
    Amtsbereich:
    Bundesgebiet

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 09.30 - 15.00

    Honorarkonsulat der Republik Guinea, Salzburg

    Telefon:
    In Bearbeitung / Eröffnung
    Amtsbereich:
    Tirol, Vorarlberg und Kärnten


    Honorarkonsulat der Republik Guinea, Wien

    Am Heumarkt 13/I/1/4, 1030 Wien

    Telefon:
    (+43 / 1) 713 60 87
    Telefax:
    (+43 / 1) 713 60 87 - 32
    Amtsbereich:
    Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland, Steiermark

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 09.00 - 12.00

    Ständige Vertretung der Republik Guinea bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Jägerstrasse 67/69, 10117 Berlin

    Telefon:
    (+49 / 30) 200 74 33 - 0
    Telefax:
    (+49 / 30) 200 74 33 - 22

    Sicherheitsstufe

    1 2 3 4 5 6
    Was ist eine Sicherheitsstufe?

    Basisdaten

    Hauptstadt
    Conakry
    Int. Kennzeichen
    GN
    Sprache
    Französisch, einheimische Sprachen
    Währung
    Guinea-Francs (GNF) = 100 Cauris
    Zeitunterschied zu MEZ
    -1 h
    Elektrischer Strom
    220 Volt/50 Hertz Wechselstrom

     

    Reiseregistrierung.at

    Einfach online registrieren - damit wir Sie im Fall des Falles besser unterstützen können.